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Das soziale Gehirn: Eine Einführung in die Neurobiologie für psychosoziale Berufe
 
 
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Das soziale Gehirn: Eine Einführung in die Neurobiologie für psychosoziale Berufe [Broschiert]

Thomas Schmitt , Heribert Schulmeyer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 29,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 165 Seiten
  • Verlag: Psychiatrie-Verlag; Auflage: 1., Aufl. (November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3884144561
  • ISBN-13: 978-3884144565
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 192.020 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Thomas Schmitt-Voss
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Heute gehen wir selbstverständlich davon aus, dass seelische Prozesse mit der Funktion des Gehirns zusammenhängen. Doch auch wenn wir es inzwischen gewohnt sind, Bilder und Texte über Gehirnfunktion und Stoffwechsel wiederholt präsentiert zu bekommen, so entzieht sich die Komplexität des Dargestellten oft unserem Verständnishorizont. Nichtmedizinern fehlen die notwendigen Grundinformationen, um die Befunde und ihre Bedeutung auch für die Behandlung seelischer Krankheiten zu verstehen. Diese sind jedoch für alle helfenden Berufe wichtig, um z.B. die Entwicklungsmöglichkeiten eines Menschen einzuschätzen: Überforderung kann Frustration und verstärkte Symptombildung auslösen, gut gemeinte Hilfe zu Stagnation, Unselbständigkeit und Abhängigkeit führen. Hier können die aktuellen Erkenntnisse zu den wichtigsten psychischen Störungen eine Beurteilung und eine angemessene Hilfeplanung erleichtern. Dieses Buch vermittelt das nötige Fachwissen auf verständliche Weise.Die Neuropsychologie und -biologie haben die psychiatrische und soziale Arbeit nachhaltig verändert, von dem daraus resultierenden Spezialwissen sind nichtmedizinische Berufsgruppen aber überfordert. Dieses Buch ist verständlich geschrieben und berücksichtigt die besonderen Anforderungen der Sozialen Arbeit.

Über den Autor

Thomas Schmitt ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nach über zehn Jahren klinischer Arbeit niedergelassen in eigener Praxis in Köln. 2004-2006 Vertretungsprofessur an der FH Darmstadt im Fachbereich Sozialmedizin, derzeit u.a. Dozent an der Lehranstalt für Logopädie Köln. Heribert Schulmeyer lebt als freischaffender Illustrator in Köln, hat Buch projekte bei vielen deutschen Verlagen gestaltet und ist Mitarbeiter bei der Sendung mit der Maus.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Broschiert
"Eine Einführung in die Neurobiologie für psychosoziale Berufe" lautet der Untertitel dieses empfehlenswerten Grundlagenwerks. Da ich genauer wissen wollte, welche Zielgruppe der Autor damit anpeilt, suchte ich nach einer Definition. Die gibt es allerdings nicht. Oder besser gesagt, es gibt so viele, dass sich unter psychosozialen Berufen jeder selber etwas vorstellen kann. Die allgemeinste Formulierung, die ich fand, lautete: "Menschen, die ihre Dienstleistung an der Schnittstelle zwischen menschlicher Schwäche und den Reaktionen der Umwelt anbieten." Der Mediziner, Psychiater und Psychotherapeut Thomas Schmitt fasst die Zielgruppe wohl etwas enger, wenn er nach jedem Kapitel immer ein therapeutisches Fazit zieht und ganz konkrete Tipps gibt, wie die neu gewonnenen Erkenntnisse in die eigene Arbeit einfließen können. Aber zumindest der erste Teil des Buches ist für ein Publikum verfasst, das seinen Lebensunterhalt nicht zwingend mit einem therapeutischen Beruf verdienen muss. Und der zweite Teil, überschrieben mit "Psychiatrische Störungsbilder und Erkenntnisse der Hirnforschung" ist so verständlich formuliert, dass für das Verständnis keine besonderen medizinischen Kenntnisse notwendig sind.

Die Stärke des Autors liegt in der Gabe, komplizierte Zusammenhänge anschaulich und einfach zu erklären. Dazu bedient er sich aller didaktischer Mittel, die ein guter Lehrer anwendet. Am meisten überzeugten mich die zahlreichen Illustrationen. Denn sie sind auf die Formulierungen des Autors zugeschnitten, geben nur das zu Erklärende wieder und haben glücklicherweise nichts mit der Ästhetik von ClipArt-Bildchen zu tun. Die alte Streitfrage, ob für psychische Störungen nun die Gene, die Umwelt oder persönliche Erlebnisse verantwortlich seien, beantwortet der Autor souverän, indem er gar nicht explizit auf sie eingeht. Thomas Schmitt zieht es vor, gesichertes Wissen einfach zu vermitteln und nur dort Schlüsse zu ziehen, wo Daten dies zulassen.

Sinnvoll und didaktisch klug finde ich, dass der Autor mit einer historischen Einführung beginnt. Denn so wird dem Leser auch gezeigt, dass Wissen vergänglich ist und selbst der Inhalt dieses Buches irgendwann umgeschrieben werden muss. Zudem lernt man so die wichtigsten Protagonisten der Hirnforschung kennen und schließt erste Bekanntschaft mit Fachbegriffen. Die folgende Einführung in die Genetik mag für viele Leser Repetitionsstoff sein, ist aber auf jeden Fall nützlich, um den Ausführungen über das Gehirn besser folgen zu können. Nach der Darstellung der Gehirnentwicklung werden sein Aufbau und die wichtigsten Funktionen erklärt. Bei der Frage, wie groß die Plastizität des Gehirns ist, nimmt der Autor eine vermittelnde Rolle zwischen den beiden Streitparteien ein, was auch dem gegenwärtigen Erkenntnisstand entspricht. Und wer noch nicht wissen sollte, was die Forschergruppe des Italieners G. Rizzolatti entdeckte, wird nun endlich mit den Spiegelneuronen vertraut gemacht. Das letzte Kapitel des ersten Teils geht dann auf die Zusammenhänge zwischen Gehirn und Umwelt ein.

Im zweiten Teil bespricht der Autor psychiatrische Störungsbilder unter dem Blickwinkel der Hirnforschung. Vorgestellt werden: Schizophrene Psychosen, Angststörungen, depressive und bipolare Störungen, Persönlichkeitsstörungen, ADHS, Sucht und Demenz. Den Abschluss bilden dann persönliche Gedanken des Autors zur Neurobiologie und zur sozialen Arbeit. Gefolgt vom Literaturverzeichnis und einem Register.

Mein Fazit: Eine sehr empfehlenswerte Einführung in das Thema. Aus der richtigen Distanz geschrieben, einfach und verständlich formuliert, mit anschaulichen Illustrationen versehen und auf dem aktuellsten Stand. Der Autor hält sich aus den ideologischen Streitereien heraus, bezieht aber trotzdem persönlich Stellung, wenn sein Standpunkt für das Verständnis seiner Erläuterungen wichtig ist und seine Auffassung von erfolgreicher psychosozialer Arbeit geklärt werden soll.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Detlef Rüsch #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Broschiert
Die vielen Diskussionen um Vererbung" und soziale Umwelt" erleben mit diesem Buch eine neue Dimension. Hier wird mal nicht darum gestritten, ob eher die Umwelt psychische Erkrankungen bewirkt oder allein die Gene hierfür verantwortlich gemacht werden müssen.
Vielmehr macht Thomas Schmitt ganz neue Dimensionen deutlich. Er zeigt auf, wie sich Gehirn, Gene und Umwelt einander gegenseitig beeinflussen und insbesondere biographische Erfahrungen oder Traumata sich zum Teil gravierend auf das Erleben und Empfinden auswirken. Mit zahlreichen Beispielen und Abbildungen werden die ungewöhnlich erscheinenden Verknüpfungen erläutert und schlüssig erklärt.
Die körperlichen, seelischen und neuronalen Folgen von Stress und Angst beschreibt Thomas Schmitt ausführlich und auch für in der Materie nicht so vertraute Laien nachvollziehbar. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Sozialmedizin-Professor sowie ausgebildeter Psychodrama-Leiter und systemischer Familientherapeut, kommen ihm die unterschiedlichen Wirkweisen auch aufgrund seiner Wirkungsstätten" zugute. Damit sind hier Praxis und Theorie gut miteinander verzahnt.
Nach einer kurzen Einführung in die Zusammenhänge von Gehirn und psychische Erkrankung und die Historie der Hirnforschung geht Schmitt auf die Genetik, die Gehirnentwicklung und die zahlreichen Begriffe aus der Neurobiologie ein. Er beschreibt die Plastizität des Gehirns, die Zusammenhänge von Spiegelzellen und - neuronen und verbindet diese Erkenntnisse mit den Wechselwirkungen aus der Außenwelt. Nach diesem präzisen Durchlauf durch die Neurologie" stellt der Autor in ungewöhnlicher Weise psychiatrische Störungsbilder den neueren Erkenntnissen aus der Hirnforschung gegenüber: ob Schizophrenie, Angststörungen, depressive und bipolare Störungen, Persönlichkeitsstörungen, ADHS, Sucht oder Demenz:
Für alle diese Auffälligkeiten zeigt er die präzisen Erscheinungsweisen vor, verdeutlicht die Auswirkungen im neuronalen Bereich, um dann therapeutische Fazits abzugeben, welche freilich nicht nur im engeren ärztlichen Sinne verstanden werden wollen, sondern ebenso für medizinisches Fachpersonal oder sozialpädagogische Fachkräfte relevant sind.
Ein abschließender Abschnitt ruft dazu auf, eine ungezwungene Auseinandersetzung der Disziplinen Soziale Arbeit und Neurobiologie zu suchen. Ein ausführliches Literatur- und Stichwortregister runden das Fachbuch ab. Dieses ist eine ungemein hilfreiche Lektüre und ermöglicht sowohl jungen als auch erfahreneren Fachpersonen in der Begleitung von Menschen mit psychiatrischen Störungsbildern eine fachlich adäquate Auseinandersetzung. Die zahlreichen Abbildungen und Fotos sind aufgrund der mangelnden Farbkontrasttiefe nicht immer rasch zu erfassen. Hier wäre ein klareres Druckbild gut gewesen. Ansonsten aber ein vortrefflich lesbares Werk. Hier können sie mit spannendem Erkenntniszuwachs rechnen, der zugleich auch angenehm lesbar ist.
Ein lebendiger Sprung raus der starren Betrachtung voneinander unabhängiger Systeme hin zu einem wechselwirkenden Netz!
Das Buch hat eine weite Verbreitung verdient. Es ist excellent geschrieben und wird vielen Praktikern/-innen eine willkommene Hilfe sein.
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