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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein richtiger Schmöker,
Von Rosa (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Werk: Historischer Kriminalroman (Taschenbuch)
Ich bin immer noch ganz begeistert. Habe das Buch zufällig im Buchgeschäft entdeckt. Die Autorin war mir bislang unbekannt (das wird sich ändern), aber das Cover gefiel mir gut, und naja, historische Romane mag ich gerne lesen, und als Hamburgerin interessiert mich natürlich ein historischer Roman, der in Hamburg spielt, dann besonders.Und, was soll ich sagen und schreiben: Ein Volltreffer, leider nur ca. 460 Seiten, aber die sind knallvoll mit Spannung und Abenteuer, mit altem Hamburg, eine nette Liebesgeschichte fehlt natürlich auch nicht. Und das ganze mit einem guten Schuss Hamburger Humor gewürzt. Toll! Da ist die Bestattertochter Lili, die gen Ende des 19. Jahrhunderts mit ihrer Familie in der Hamburger Neustadt wohnt, am Rande des Gängeviertels. Sie macht der Familie die Buchhaltung und ist auch sonst eine "ganz patente Deern". Da ist ihr Nachbar, der junge Arzt Christian Buchner, der ganz arg verliebt ist in Lili. Dann ist da eine Leiche, die genauso aussieht wie Lili, weswegen auch seltsamerweise prompt Lilis Vater des Mordes angeklagt wird. Lili macht sich an die Aufklärung des Falls, adoptiert nebenbei noch eine nette Tänzerin aus einem Bordell und hat eine kleine Liebelei mit einem grund-unsympathischen Zeitungstyp. Durch das Buch stolpert dann auch noch ein seltsamer Afrikaforscher, der es immer wieder schafft, von den Toten aufzuerstehen. Und noch manch andere skurile Gestalt findet Platz in diesem Roman. Diese Fiktion wird geschildert vor dem nur allzu realen Hintergrund der Cholera-Epidemie, die in Hamburg zum Ende des 19. Jahrhunderts gewütet hat. Und hier zeigt sich, dass Maiken Nielsen eben noch mehr kann, als lustige und spannende Bücher zu schreiben. Die Fakten hat sie genau recherchiert und gut wiedergegeben, bishin zu Robert Kochs schriftlichem Wutausbruch, angesichts des Gängeviertels vergäße er, dass er in Europa sei. Bishin zu der Zeitungsberichterstattung eben über die Cholera. Hier habe ich das Gefühl, in einem lebendigen Geschichtsbuch zu lesen. Sehr spannend. Das alte Hamburg ist für mich zum Leben erweckt worden, und ich glaube, ich muss dringend ins Museum für Hamburgische Geschichte und mir das alles noch mal ankucken. Das Buch kann ich also wirklich nur empfehlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überraschend und angenehm anders...,
Von Marion "apassionata" (Straßburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Werk: Historischer Kriminalroman (Taschenbuch)
Für mich war Das siebte Werk" von Maiken Nielsen ein sehr überraschendes Buch. Dachte ich doch zunächst, ob des dramatischen Blickwinkels auf die Cholera-Epidemie in Hamburg Anfang des 20.Jahrhunderts sowie des Bestattungsinstitut der Familie Winterberg, es müsste eher eine düstere Wirkung auf mich haben. Doch die Autorin schaffte es hier fast spielerisch mit spritzigen Dialogen und sehr interessanten Hintergrundinformationen die schicksalhafte Geschichte um die junge Lili Winterberg aufzulockern. Überhaupt gefiel mir die recht menschlich gezeichnete Hauptprotagonistin sehr gut, auch wenn ich nicht hundertprozentig warm mit ihr werden konnte. Dabei gab es rund um die kriminalistische Geschichte viel zu spekulieren. Gespickt mit vielen aufschlussreichen Details konnte ich mir als Leserin ein ziemlich gutes Bild der damaligen Zeit, der ungeheuren Situation rund um die katastrophale Epidemie und der handwerklichen Einzelheiten des Bestattungstums machen. Auch die eine oder andere Erfindung dieser Zeit wurde geschickt eingeflochten, was mir sehr gefiel. Maiken Nielsen verstand es hierbei stets mir das düstere Hamburg mit seinen ärmlichen Gängeviertel so nahe zu bringen, dass ich so mancherorts meinte selbst die Gerüche wahrnehmen zu können. So unvorhersehbar und verstrickt die Geschichte auch war, war sie doch sehr flüssig zu lesen. Einzig der Schluss beziehungsweise die letzten 80 Seiten wurden für meinen Geschmack etwas zu schnell durchgezogen. Dies allerdings nicht dadurch, dass er zu plötzlich oder etwa zu banal verfasst war. Es war eher so, dass auf diesen Seiten proportional viel zu viel in kürzester Zeit passierte. Hier hätten ein paar Seiten mehr gut getan.Alles in Allem für mich ein sehr aufschlussreicher und gut gelungener historischer Krimi, der zum Spekulieren einlädt und viel vermitteln kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht schlecht, aber...,
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Werk: Historischer Kriminalroman (Taschenbuch)
Über den Inhalt wurde bereits ausführlich berichtet. Was mich an dem Buch aber erheblich störte: Es spielt im Jahre 1892 und wo, bitte schön, hörte man damals Sprüche wie: "Alkohol ist keine Lösung ... nein, ein Destillat"oder "Welche Apotheke hast Du heute geplündert? Und wie heißt die Droge, die möchte ich auch haben"..... ??? Und ein 21 jähriges Mädel, das sich nachts allein heraustraut und ganz selbstverständlich durch Hamburg läuft, das ist in höchstem Maße unglaubwürdig. Davon gibt es einiges in diesem Buch, und genau das hat mich doch sehr gestört. Aber es hat sich sonst ganz nett gelesen und hat mich einigermaßen unterhalten. Daher trotzdem noch 3 Punkte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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