Elias ist Gemälderestaurator in Geldnöten. Da kommt ihm der Auftrag von Abt Rochus, im schwarzen Kloster ein Gemälde zu restaurieren, wie gerufen. Doch worauf er sich damit eingelassen hat, merkt er erst, als er schon mitten in der Arbeit steckt: Das Bild scheint ihm förmlich seine Energie auszusaugen; Elias bemerkt Veränderungen am Gemälde: Gesichter und Posen wandeln sich, Dinge verschwinden aus dem Bild; Elias hört immer wieder eine Stimme auf ihn einreden und macht andere merkwürdige Erfahrungen und Begegnungen. Nicht zuletzt ist da Abt Rochus, der Gedanken zu lesen scheint und auch sonst äußerst mysteriös ist. Den Sinn und Zweck all dieser Vorgänge begreift Elias erst nach und nach... Aber wie das Ganze ausgeht, wird noch nicht verraten...! :-)
Das Buch spielt mit Fantasyelementen, biblischen Figuren und Motiven und einer unheimlichen örtlichen und zeitlichen Szenerie. Die geheimnisvolle Geschichte ist absolut fesselnd erzählt. Auch der Leser, der das Gemälde ja gar nicht sehen kann, ist davon fasziniert und gebannt. Der Autor hat das Ganze sehr geschickt gestaltet, indem der Leser Elias stets einen Schritt voraus, weil in der Lage ist, aus Elias' Beobachtungen und den geschilderten Umständen stets ein bisschen mehr zu schlussfolgern als die Hauptperson selbst.
Das Buch enthält außerdem eine gute Portion philosophischer Gedanken, was wiederum dem Leser Anreiz zu eigenen Überlegungen bietet. Das ist auch ein Grund, zusammen mit der Art, wie die Person Elias beschrieben ist, und was er alles erlebt, die Lektüre des Buches erst ab einem gewissen Alter zu empfehlen (ca. ab 13/14).