14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Packender Organ-Thriller mit Horrorelementen, 21. Dezember 2009
Mit "Das Schwarze Herz" hat Regisseur Michael Cuesta einen erstklassigen Organ-Thriller geschaffen, der durch seine zusätzlich enthaltenen Horror-Elemente zu fesseln und zu begeistern weiss und auf einer Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe basiert. Die Frage, ob die hier erzählte Geschichte unbedingt realistisch oder glaubwürdig wirkt, sollte man bei der Sichtung des Films eher vernachlässigen, auf jeden Fall aber ist sie äusserst spannend und interessant in Szene gesetzt worden. Durch die eher ruhige Erzählweise, die immer wieder durch heftigere und auch teils harten Szenen jäh unterbrochen wird, entfaltet sich eine enorme Intensität des Ganzen, die sich fast schon zwangsläufig auch auf den Zuschauer überträgt und ihn phasenweise brachial aus seinem fast gemütlichen Sehverhalten herausreisst. Das ist auch die große Stärke des Films, denn einerseits werden einem hier äusserst emotionale Momente präsentiert, die sich vor allem im Umgang der beiden erwachsenen Hauptcharaktere (Vater / Doctor) zu der kleinen Tochter widerspiegeln und einen auch tief berühren, andererseits werden immer wieder diese wuchtig und hart wirkenden Momente eingefügt, in denen Menschen ihr Leben verlieren.
Gerade dieser Kontrast macht den Film meiner Meinung nach zu etwas ganz Besonderem, auch wenn manche Leute eventuell der Meinung sind, das man sich nicht richtig entscheiden konnte, in welche Richtung das ganze Geschehen eigentlich laufen soll. Vielmehr glaube ich, das diese Mischung ganz bewust so gewählt wurde, um gerade diese starke Intensität entstehen zu lassen, die hier auf den Betrachter mit der Wucht eines Keulenschlags einwirkt. Dabei entwickelt der Film auch in einigen Passagen ein immenses Maß an Härte, die auch visuell an etlichen Stellen sichtbar wird. Doch der Großteil der vorhandenen Härte entsteht meines Erachtens nach im Kopf des Betrachters und setzt sich dort richtiggehend fest, um im Laufe der Zeit ihre volle Wirkung zu entfalten, die nicht spurlos an einem vorrübergeht.
Als besonders gelungen kann man auch den Spannungsaufbau bezeichnen, den manch einer vielleicht als etwas mühsam ansehen mag, da er einem praktisch in mehreren kleinen Portionen serviert wird, wodurch aber eine ganz einzigartige Atmosphäre entsteht, die extrem dicht ist und in der man das drohende Unheil förmlich spüren kann. Gerade, bevor es immer wieder zu den härteren Momenten der Geschichte kommt, kann man die Bedrohlichkeit der anstehenden Situation fast greifen und erliegt der Faszination, die von diesen intensiven Momenten ausgeht. In diesen Passagen fühlt man sich selbst als ein Teil des Geschehens und erlebt alles fast körperlich mit, so das man im Endeffekt ganz froh darüber ist, wenn eine etwas ruhigere Sequenz folgt, in der man sich erst einmal wieder etwas erholen kann.
Ein weiterer Grund dafür, das dieses Werk so intensiv auf den Zuschauer einwirken kann, sind ganz sicher die erstklassig agierenden Schauspieler, die ein sehr wichtiger Bestandteil dieses hervorragenden Gesamtpaketes sind. Selbst in den kleinen Nebenrollen ist der Film ausgezeichnet besetzt, doch ganz besonders stechen die Hauptdarsteller hervor (Josh Lucas, Lena Headey, Brian Cox), die durch ihr ausdrucksstarkes Schauspiel für ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Authenzität, was den sowieso schon sehr guten Gesamteindruck noch einmal zusätzlich anhebt. Insgesamt gesehen bekommt man es also mit einem qualitativ sehr guten Film zu tun, der die verschiedensten Gefühle in einem hochholt und phasenweise in ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle stürzt, aus dem es so schnell kein Entkommen gibt.
Fazit:
Auch wenn man über die Glaubwürdigkeit der Geschichte sicherlich geteilter Meinung sein kann, so bietet "Das Schwarze Herz" auf jeden Fall jederzeit spannende und sehr intensive Unterhaltung. Hier bekommt man es mit einer faszinierenden Mischung aus Organ-Thriller und Horrorfilm zu tun, die einen fesselt und nicht so schnell wieder loslässt. Ich fühlte mich jedenfalls bestens unterhalten und kann diesen tollen Film bedenkenlos weiterempfehlen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Manchmal müssen wir Opfer bringen..., 3. Januar 2010
...für die, die wir lieben." Die Ärztin Liz(Lena Headey) weiß das genau. Sie hat sich in den herzkranken Terry(Josh Lucas) verliebt, der sich als allein erziehender Vater rührend um seine kleine, an einer unheilbaren Knochenkrankheit leidenden, Tochter Angela kümmert. Liz ist Angelas Ärztin und würde alles für das kleine Mädchen tun. Terry braucht ein neues Herz, und das ziemlich schnell. Das Wunder geschieht tatsächlich. Terry erhält ein Spenderherz und sein Körper nimmt es gut an. Liz und Terry kommen sich näher. Was sollte jetzt noch schief gehen?
Es ist Terrys neues Herz, das den beiden in die Quere kommt. Terry bekommt Visionen und sein neues Organ übernimmt die Kontrolle über seinen Körper. Als Terry sich untersuchen lässt, nutzt er die Chance, um herauszufinden, von wem das Herz stammt. Er ist nicht schlecht erstaunt, das Herz eines Mannes in sich zu tragen, der Opfer eines Mordes wurde. Terry kontaktiert den ermittelnden Polizeibeamten Van Doran(Brian Cox) und der teilt ihm mit, dass der Fall nicht gelöst wurde. Es waren vier Täter, so viel steht fest. Terry muss erleben, dass sein neues Herz die Killer kennt. Und es sinnt auf Rache...
Michael Cuesta hat mit -Das schwarze Herz- einen wirklich guten Plot auf Zelluloid gebannt. Als Produzenten zeichnen die Brüder Tony und Ridley Scott verantwortlich. Für mich ein wenig schade, dass ein paar Szenen im Film enthalten sind, die letztendlich für eine FSK18 Freigabe gesorgt haben. Auch ohne diese teilweise wirklich brutalen Szenen hätte die Story einwandfrei funktioniert. Cuesta hat eine kleine Anleihe bei Edgar Allan Poe genommen. Aus dessen Geschichte -Das verräterische Herz- hat Cuesta jedoch nur das Verhalten des Herzens übernommen. Mit Poes eigentlicher Geschichte hat -Das schwarze Herz- nichts zu tun. Wer sich noch an Filme wie -Coma- oder -Fleisch- erinnern kann, der weiß, woher Cuesta den Rest seiner Inspiration bezogen hat.
Josh Lucas, Brian Cox und Lena Headey spielen die Charaktere der dramatischen Geschichte hervorragend. Ihr Spiel wird von einem wirklich sehr guten Storybook unterstützt, das die Geschichte gnadenlos vorantreibt. Wie gesagt, ein paar schockierende Gewaltszenen fand ich überflüssig, aber Michael Cuesta wird sich vermutlich etwas dabei gedacht haben.
Alles in allem ist -Das schwarze Herz- ein wirklich gelungener Mystery/Horror-Film der Abteilung: Spannend, interessant, mitreissend. Für einen dramatischen Abend vor dem Bildschirm kann ich ihnen den Film bedenkenlos empfehlen. Sollten sie allerdings zu Albträumen neigen, schauen sie sich den Film besser nicht allein an. Viel Spaß dabei.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genial!, 6. November 2010
Gewagt und gekonnt setzt sich der Film mit Edgar Allen Poes "Das verräterische Herz" auseinander.
Die Schauspieler sind absolut top! Kamera und Sound routiniert und atmosphärisch!
Spitzen Thriller mit Fantasy-Elementen, der bis zur letzten Sekunde zu überraschen weiß und stets die Spannungskurve zu halten weiß.
Geheimtipp!!!
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