Das Dorf des Grauens gehört nun schon seit einigen Jahren zu meinem Besitz und hin und wieder holen wir es hervor und haben immer noch Spaß daran.
Es lehnt sich an das DSA -Das Schwarze Auge - Universum an, hat aber mit dessen Regelwerk kaum etwas zu tun. Das Dorf des Grauens ist als Brettspiel konzipiert und kann völlig selbständig und ohne Vorkenntnisse der DSA-Welt gespielt werden.
Das besondere an dem Spiel ist - neben seinem hohen Preis - die Detailverliebtheit der Spielewelt. Aus Karten werden einzelne Gebäude aufgestellt (Mühle, Burg, Gasthaus), jede Spielfigur ist liebevoll gestaltet und auch die Karten überzeugen.
Spielziel:
Ein Bösewicht hält "das Dorf des Grauens" mit Kreaturen (Goblins, Ratten, Minotaurus) in Angst und Schrecken. Eine Heldengruppe zieht los, um dem Bösewicht das Handwerk zu legen.
Sowohl die Helden als auch der Bösewicht werden von Spielern gespielt. Der Bösewicht versucht, den Helden möglichst viele Steine in den Weg zu legen, während diese wiederum das Dorf auf der Suche nach notwendigen Gegenständen durchkämmen, um am Ende im Kampf gegen den Bösewicht bestehen zu können.
Mindestens 2 bis maximal 5 Spieler haben dabei circa 90 Minuten Spaß, wobei schon der Aufbau des kleinen Dorfes viel Spaß macht.
Die Spielebeschreibung ist klar und präzise und schnell verstanden. Trotzdem ist das Spiel aufgrund seiner Komplexität erst für Kinder ab 10 Jahren zu empfehlen.
Ebenfalls bei Schmidt-Spiele erschienen ist der Vorgänger "Burg des Schreckens" und der Nachfolger "Tal des Drachens". Jedes dieser Spiele kann völlig selbständig gespielt werden, aber auch zu einem einzigen riesengroßen Spiel zusammengefügt werden.
Über den pädagogischen Wert des Spiels kann man sich streiten. Letztlich geht es um den Kampf gut gegen böse. Die Helden erhöhen ihre Chancen auf den Sieg, wenn sie sich gegenseitig abstimmen und gemeinsam gegen den Gegner vorgehen.
Sicherlich ist das Spiel aber in erster Linie für Jungs und Junggebliebene gedacht, die einfach Freude daran haben, für kurze Zeit in eine Fantasywelt abzutauchen.
Für das Spiel braucht man in erster Linie Glück (die Kämpfe werden hauptsächlich durch das Würfelglück entschieden) und an zweiter Stelle etwas Strategie (in Abstimmung mit den Mitstreitern). Schnelligkeit oder Wissen sind für den Sieg nicht erforderlich.