Produktinformation
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Daniela Knor wagt sich hier an einen 'aventurischen Historienroman', in dem sie gekonnt die Herrschaft der Praiosgeweihtenschaft, die sich bis in das verschlafene Bjaldorn erstreckt, zum Leben erweckt und das Dilemma des jungen Barons von Bjaldorn darstellt, der einerseits den Herren zu Gareth verpflichtet ist, andererseits die Konflikte vermeiden möchte, die sich für die Dorfbevölkerung aus den Anordnungen des 'Statthalters' ergeben. Die eigentliche Geschichte um den Geweihten Mikail könnte ebenso gut im Aventurien 15 oder 20 Hal spielen, ist jedoch gut in das historische Umfeld eingebettet.
Eine Vielzahl an Charakteren sorgt für eine lebhafte Atmosphäre, erscheint manchmal aber auch etwas unübersichtlich, so daß der eine oder andere Blick in das (zum Glück vorhandene und gut gemachte) Personenverzeichnis notwendig ist. Ein Glossar der wichtigsten aventurischen Begriffe steht ebenfalls zur Verfügung.
Die Autorin weiß zu überraschen, und wenn die Rolle der Räuberbande zu Beginn des Buches zunächst noch unklar erscheint, stellt sich spätestens nach Henks Ausflug ins Eis und der Suche nach den Mördern des Weißen Mannes ein Aha-Effekt ein. Bei dem Mörder selbst bleibt leider irgendwann nur noch eine Person übrig, so daß die Hintergründe der Todesfälle bereits nach etwa 250 Seiten klar werden - allerdings nur für den Leser, um den armen Mikail kann man trotzdem noch zittern, und das ist auch bitter notwendig.
Einziger wirklicher Kritikpunkt sind die viel zu langen Jagdszenen, die die zweite Hälfte des Romans dominieren, den Roman auf eine zweite Handlungsebene heben und die (eigentlich interessantere) Kriminalgeschichte in Vergessenheit geraten lassen, so daß man bei der Rückkehr der Protagonisten nach Bjaldorn fast denken möchte: Huch, da war ja noch was ...
EINE ausführliche Beschreibung hätte hier meiner Meinung nach vollkommen ausgereicht. So stehen die beiden Handlungsstränge nebeneinander und sind doch nicht recht miteinander verbunden.
Trotzdem ist der Roman "Blaues Licht" jedem Freund Aventuriens (und auch jedem anderen Fantasy-Liebhaber) wärmstens zu empfehlen.
erste Eindruck:
äußerst positiv, die Cover-Gestaltung erinnert an die der Abenteuer
Rezension:
Wieder einmal ein Roman über einen Heiligen. Nach Talionmel nun also Mikail.
Mich hat das Buch von dem ersten Wort an gefesselt. Dazu trägt neben einer gut geschriebenen Handlung bei, daß Frau Knor darauf achtet, ihren liebevoll beschriebenen Handlungspersonen verschiedene Sprachmuster sowie Eigenheiten zu geben. So spricht und benimmt sich ein bornländischer Adliger nunmal anders als ein Bauer, und das eben auch in der Ausprägung des Dialekts.
Der Roman beginnt mysteriös auf einem Schlachtfeld (nach der Schlacht wohlgemerkt) mitten im bornischen Winter. Dann springt die Handlung 17 Jahre weiter und berichtet zum einen von dem Leben des jungen Firun-Geweihten Mikail, für den der Weiße Mann sowas wie ein Vater ist, sowie parallel von dem jungen Henk, der unter Räubern aufgewachsen ist und noch nie irgendeinen Tempel von innen gesehen hat. Die Leben beider Personen erfahren im Laufe des Romans äußerst überraschende Wendungen! Mir als Leser ist an einigen Stellen sogar sprachlos der Unterkiefer runtergeklappt, da die Handlung immer wieder Wege einschlägt, die man schlicht nie und nimmer erwartet hätte.
Ich kann nur sagen, daß dieser DSA-Roman seine € 10,00 absolut Wert ist. Dafür bekommt man immerhin 500 Seiten voller Spannung und der richtigen Prise Humor geboten.
Und:
Auch das Leben eines Heiligen kann durchaus merkwürde Pfade eingeschlagen haben!!!
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