»Der mehrfach ausgezeichnete serbische Autor Dragan Velikic versteht es hervorragend, den Leser zu einem Treibenden zu machen, zu einem, der ohne Widerstand und mit Vergnügen auf wirksam komponierte Sätze aufspringt, die ihn in eine Welt tragen, die zum Teil gar nicht so weit entfernt ist von seiner eigenen – oder zumindest von einem Teil in ihm, der manchmal aufbegehrt und träumen will von einem Leben, das vielleicht das wirkliche ist. Und wenn dann noch die Erinnerung dazukommt, dann komplettiert sich das Puzzle, das wir sind.«
Wiener Journal 17.01.2009»›Das russische Fenster‹ zeigt die Suche eines Mannes nach sich selbst, seiner Funktion und einem Halt, die Suche eines Mannes, der sich in den fremden Leben verliert, sich treiben lässt und erst langsam den Mut gewinnt, sein Leben von dem der anderen zu trennen.«
Tobias Illing, Rezensönchen - Zeitschrift für Literaturkritik Dezember 2008»Ein moderner Bildungsroman mit offenbar autobiografischem Hintergrund, ein beachtenswertes Beispiel serbischer Gegenwartsliteratur.«
Helga Glaas, ekz-bibliotheksservice Dezember 2008»Der Jugoslawe Rudi Stupar ist ein verträumter Schussel. Statt das Leben anzupacken, vergnügt er sich lieber in Cafés und Kinos – bis in seiner Heimat der Krieg ausbricht und er flieht. Eine großartig-wilde Erzählung über das Europa Ende der Neunziger.«
stern 04.12.2008»Dragan Velikic gelang ein großer europäischer Roman der Jetztzeit.«
Buchkultur Dezember 2008/Januar 2009»Im Jahr 2007 erschien ›Das russische Fenster‹ und wurde vielfach ausgezeichnet. Mit mehr als 20.000 in Serbien verkauften Exemplaren war das Buch auch bei den Lesern ein großer Erfolg. Jetzt erscheint es auf Deutsch bei dtv.«
›Börsenblatt‹ 06.11.2008»Das Buch ist ganz in dem wunderbaren Ton geschrieben, den man aus Romanen von Velikic wie etwa ›Der Fall Bremen‹ oder ›Lichter der Berührung‹ kennt: eine magische Prosa, die Menschen und Landschaften, Menschen und Zeiten, Menschen und Dinge auf zauberhafte Weise verbindet.«
Ursula Escherig, SWR2 / Forum Buch 09.11.2008»Ein gelungener Roman zeitgenössischer serbischer Lebensbilder.«
Wolfgang Moser, sandammeer.at Oktober 2008»Mit einer bildgewaltigen Sprache zwischen balkanischer Fabulierwut, symbolistischer Pracht, expressionistischer Schärfe, impressionistischer Wärme, philosophischer Weisheit. (...) Auf jeder Seite stehen Sätze, die in Marmor gemeißelt gehören.«
Leipziger Volkszeitung 11.10.2008»Velikic plaudert gern, sprachlich auf hohem Niveau, klug und präzise (...) Zwei Fundsachen, zwei Geschenke erwarten den geduldigen Leser im Roman: ein eindrückliches Bild der jugoslawischen Provinz und die These, Reisen könne zum Daseinszweck werden. (Es gibt, drittens, ein paar wunderbar schräge Lovestorys.)«
Neue Zürcher Zeitung 21.03.2009»Die Stärken von Velikic' Prosa bestehen in scheinbar schnell hingeworfenen, oft komischen Szenen, in seiner Fabulierlust, in starken aphoristischen Sätzen und in der symbolischen Architektur eines heiter-melancholischen Romans, der zwei Generationen ineinander verschachtelt.«
Die Presse 14.03.2009
Belgrad, Ende der neunziger Jahre: Rudi Stupar, gescheiterter Schauspielschüler, halbherziger Germanistikstudent und professioneller Spaziergänger, schlingert durchs Leben. Als sein Vater stirbt, seine Freundin ihn betrügt und die endgültige Einberufung zum Wehrdienst droht, entschließt er sich, vorübergehend nach Budapest zu gehen. Dann fallen Bomben auf Jugoslawien, Rudis Exil wird unfreiwillig, und anstatt sich weiter treiben zu lassen, wird er nun zum Getriebenen …
Eindringlich erzählt Dragan Velikic von einem Mann auf der Suche, von erfundenem und wirklichem Leben und von der Kraft der Erinnerung.