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Das rote Notizbuch
 
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Das rote Notizbuch [Gebundene Ausgabe]

Paul Auster
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wie wirkt der Zufall auf unser Leben, und was steckt hinter dieser seltsamen Macht? Diese Fragen durchziehen Paul Austers gesamtes schriftstellerisches Werk. In einem roten Notizbuch hat er über die Jahre Ereignisse aus seinem Leben festgehalten, in denen der Zufall eine unglaubliche Rolle spielte: dreizehn unglaubliche Erzählungen, allesamt wahr und doch so phantastisch, daß man sie am liebsten einer durchtriebenen Schriftstellerphantasie zuschreiben möchte, um sich nicht von ihrer Magie erschrecken zu lassen.

Über den Autor

Paul Auster wurde am 3. 2.1947 als Nachkomme eingewanderter österreichischer Juden in Newark, New Jersey geboren. Er studierte Anglistik und vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University New York (B.A. und M.A.) und fuhr danach als Matrose auf einem Öltanker zur See. 1971-74 lebte er in Frankreich, hauptsächlich in Paris. Nach seiner Rückkehr in den USA nahm er einen Lehrauftrag an der Columbia University an und arbeitete zusätzlich als Übersetzer französischer Autoren (Blanchot, Bouchet, Dupin, Joubert, Mallarmé, Sartre) sowie als Herausgeber französischer Literatur in amerikanischen Verlagen.

Auszug

1972 geriet eine gute Freundin von mir in Schwierigkeiten mit dem Gesetz. Sie lebte damals in Irland, in einem Dorf unweit der Kleinstadt Sligo. Zufällig fuhr an dem Tag, als ich sie dort besuchte, ein Polizist in Zivil bei ihrem Häuschen vor und überbrachte ihr eine Vorladung. Die Beschuldigungen waren so schwerwiegend, daß es ratsam schien, einen Anwalt zu nehmen. Meine Freundin erkundigte sich und bekam einen Namen genannt, und am nächsten Morgen radelten wir in die Stadt, um den Fall mit diesem Mann zu besprechen. Zu meiner Verblüffung arbeitete er für eine Kanzlei namens Argue & Phibbs, zu deutsch: «Streiten & Flunkern».

Dies ist eine wahre Geschichte. Wer daran zweifelt, den fordere ich auf, nach Sligo zu fahren und sich selbst davon zu überzeugen, ob ich das erfunden habe oder nicht. Ich habe mich in den vergangenen zwanzig Jahren oft an diesen Namen ergötzt, doch obwohl ich beweisen kann, daß Argue und Phibbs leibhaftige Menschen waren, fällt es mir immer noch ... .

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