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4.0 von 5 Sternen
Das A und O des Notizbuchs?, 18. Februar 2004
15 kurze Geschichten auf 77 Taschenbuchseiten zeigen uns, wie sehr der Zufall in unserem Leben arbeitet, ohne dass wir ihn als solchen wahrnehmen oder ihm Einfluss auf unser Leben einräumen. Aber bei jeder Geschichte von Auster fallen einem aus dem eigenen Leben ähnliche Vorgänge ein, wann auch nicht so zugespitzt und durchdacht wie die von Auster.
Es spielt auch keine Rolle, ob die Geschichten wirklich wahr sind. Wahrscheinlich sind sie es, auch wenn man Austers Fantasien nicht unterschätzen darf.
Zugleich erfährt man unerwartete Details aus seinem Leben: Fast am Verhungern lebt Auster mit der Liebsten in Frankreich auf dem Land und betreut das Haus eines Bekannten, als aus heiterem Himmel ein Freund erscheint und sie zum Essen einlädt. Die Freundin, die er in Irland besucht und aufgrund einer schweren Beschuldigung von außen zu einem Anwaltsbesuch begleitet und mit ihr in der Kanzlei „Streiten & Flunkern" landet, die heute noch existiert. Zwei amerikanisch Frauen, die sich in Taiwan treffen, um chinesisch zu studieren und dort feststellen, dass sie jeweils eine Schwester haben, die im gleichen Haus in New York auf der gleichen Etage leben, sich aber nicht kannten. Oder die Geschichte einer Frau, die ihren (Halb)Bruder heiratet, weil sie beide von einem Mann stammen, der vom Krieg verweht wurde und einfach dort blieb.
Die letzte Geschichte handelt von Zufällen, die ein Haus in New York betreffen, in dem Saint-Exupéry den kleinen Prinzen schrieb.
Meine Tochter las gerade Austers Buch, weil ich es mitnehmen wollte nach Aachen, um meine Mutter zu besuchen, die im Sterben liegt. Ich wollte es ihr mitbringen, denn lesen kann sie noch.
Meine Tochter las gerade die letzte Geschichte und fand gerade sie zu unwahrscheinlich. Plötzlich merkte sie, dass der Radiosprecher gerade von Saint-Exupery und seinem berühmtesten Buch, dem kleinen Prinzen sprach. Ein zufällig eingeschaltetes Radio-Gerät, der gerade eingestellte Sender. Eine Zeit, zu der sie das Buch nicht gelesen hätte, wenn ich es nicht hätte mitnehmen wollen.
Ein erstaunliches Buch.
Und der Titel. In seinem neuesten Roman „die Nacht des Orakels" spielt ein blaues Notizbuch die Hauptrolle, das Schreibhemmungen beseitigt. Wie kann hier die Lösung aussehen? Lassen wir das den Zufall erklären ...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Highlight der Literatur, 29. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das rote Notizbuch (Gebundene Ausgabe)
Mit "Das rote Notizbuch" legt paul Auster, der Autor von "Smoke" und "Blue in the Face" eine wunderschöne Sammlung von Erzählungen vor, wie sie besser nicht sein könnte. ThemA DER EINZELNEN Episoden ist immer der zufall und Paul Auster gelingt es ein jedes Mal den Leser neu in seinen Bann zu ziehen und zu faszinieren. Einfühlsam und zurückhaltend erzählt der Autor mehrerer Bestseller seine Geschichten ohne das es dem Leser auch nur im Ansatz langweilig zu werden droht. "Paul Auster erzählt die Welt", könnte das Buch heißen und der Titel könnte passender nicht sein für ein Buch, das man am liebsten überallhin mitnehmen möchte, um jederzeit in ihm zu lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Faszination über die Gedankenvielfalt eines Menschen, 1. Juni 2001
Von Ein Kunde
Nachdem ich mittlerweile die Hälfte der Bücher Paul Austers gelesen habe, muss ich sagen dass "Das rote Notizbuch", trotz seines geringen Umfangs, sehr schön wiederspiegelt, wie facettenreich und themenungebunden dieser Autor schreiben kann. Paul Auster erkennt in meinen Augen die "Details des Lebens" und vermag sie anschaulich fesselnd zu Papier zu bringen,- sogar mit dem Erfolg die Sensibilität des Lesers für sein Umfeld zu schulen.
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