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Das obszöne Werk: Die Geschichte des Auges. Madame Edwarda. Meine Mutter. Der Kleine. Der Tote [Taschenbuch]

Georges Bataille , Marion Luckow
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

5. August 1977
Die unter dem Titel "Das obszöne Werk" (deutsch erstmalig 1972 bei Rowohlt) zusammengefaßten Erzählungen Batailles apostrophierte Susan Sontag als "Kammermusik der pornographischen Literatur". Für die neuere intensive französische Rezeption Batailles - für Roland Barthes, Michel Foucault, Pierre Klosowski oder Philippe Sollers - gehen seine erotischen Schriften bei weitem nicht in diesem Genre auf. Bataille faßt die Wahrheit der Erotik tragisch: im bewußten Gegensatz sowohl zur gesellschaftlichen Verdammung wie zur hygienischen Sterilisierung der Sexualität identifiziert er sie mit dem Schrecken, dem Entsetzen, dem Tod.

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Das obszöne Werk: Die Geschichte des Auges. Madame Edwarda. Meine Mutter. Der Kleine. Der Tote + Das Unmögliche + Das Blau des Himmels
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 22 (5. August 1977)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499128934
  • ISBN-13: 978-3499128936
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 84.682 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Von jeher betrafen die meisten Verbote einerseits das Sexualleben und andererseits den Tod, schrieb Georges Bataille 1937 - und machte es sich zur Aufgabe, die beiden Tabuthemen in seinen Texten provokativ zu behandeln. "Das obszöne Werk" umfasst fünf Erzählungen, die der französische Philosoph einzeln verfasste und unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichte. Zentrales Thema aller Texte ist die Lust, die Batailles Figuren erfahren, in dem sie Tabus brechen: Da wird schon mal auf Leichen gepinkelt, um Erregung zu erlangen, oder die Laster der eigenen Mutter werden zur alles andere überschattenden Obsession. Geschulte Sprecher wie Heikko Deutschmann und Walter Kreye tragen "Das obszöne Werk" vor - glatt und ohne durch besondere Betonungen eine Interpretation des Werks vorzugeben. Bleibt die Frage, wen ein solches Hörbuch ansprechen soll. Als erotische Literatur gehen die Text nicht durch - dafür sind sie zu analytisch, zu verschwurbelt, haben jenseits der plakativen Vorführung des Zusammenhangs von Lust und Tod kaum Handlung. Nebenbeihören geht sowieso nicht, die Sprache des Autors verlangt vom Hörer hundertprozentige Aufmerksamkeit. Vielleicht eignet sich das Hörbuch zur Vorbereitung auf ein Philosophieseminar zum Thema? Nur: Welcher Student bereitet sich mittels gehörter Texte aufs Studium vor? Eben. (jul) www.kulturnews.de -- kulturnews.de

Über den Autor

Georges Bataille wurde 1897 als Sohn reicher Bauern in der Auvergne geboren. Er studierte Bibliothekswissenschaften, ab 1922 war er Konservator an verschiedenen Bibliotheken. Im Umkreis der Surrealisten arbeitete er mit Carl Einstein und Michel Leiris an der 1929 gegründeten Zeitschrift Documents. 1935 schloß er sich der antifaschistischen Intellektuellen-Gruppe Contre-Attaque an. 1936 gründete er mit Michel Leiris und Roger Caillois das Collège de Sociologie, 1946 die noch heute existierende Zeitschrift Critique, die er bis zu seinem Tod 1962 herausgab.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
49 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grenzüberschreitend 7. April 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dies Werk ist nun tatsächlich ein Klassiker. Aber Vorsicht mit vorschnellen Kategorien! Wer ist Bataille? Ein Schriftsteller, ein Philosoph, ein Anthropologe, ein Wissenschaftler? Er ist alles und nichts davon. Er entzieht sich den klaren Grenzen und ihm gelingt es, sich einen ganz eigenen Raum zu schaffen. Er ist Grenzgänger des Surrealismus einerseits und des Existenzialismus a la Heidegger andererseits. Er synthetisiert objektive wissenschaftliche Beschreibung mit subjektivem Erleben; nichts ist klar und eindeutig, es gibt kein System, vielmehr den Mangel des Systems, die leere Stelle, das Unmögliche.

Das vorliegende Werk ist zurecht als "obszön" betitelt, gleichwohl ist es nicht pornographisch. Ganz ähnlich wie bei de Sade muß es dem Leser schwerfallen, das Werk erotisch zu lesen. Sicherlich, es stellt sich hier und da Erregung ein, aber diese Erregung macht nicht im oberflächlich-Erotischen Halt, sie taumelt und dreht sich vielmehr weiter bis zum Unsagbaren. Hier kann sich dann vielmehr Angst einstellen. Das genau ist von Bataille beabsichtigt, den Leser als Subjekt seiner Verkapselung zu entreißen, das Buch, der Text ist nicht mehr ein benutzbares objektives Ding, es findet eine Transgression statt, eine Grenzüberschreitung, die eine innere Erfahrung evoziert, auf das Unmögliche verweisend.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feinster Porno für den Kopf 15. Juli 2011
Format:Audio CD
Erst nach Georges Batailles Tod kamen dessen um 1930 entstandene bahnbrechende erotische Erzählungen ans Licht - die allerdings eher von Obszönität als von Erotik handeln: Nicht der Lustgewinn steht im Mittelpunkt, sondern die Entfesselung, der ekstatische Tabubruch. In der aus Psychoanalyse und Surrealismus geschmiedeten Traumlogik dieser Geschichten ist die Blasphemie ein religiöser Akt. Im Mittelpunkt steht die lustvoll selbstzerstörerische Frau.
Die Sammlung beginnt mit der "Geschichte des Auges", die mit sexuellen Metaphern experimentiert und deren kühler, gewandter Stil sich an den ausschweifenden Inhalten reibt. Auch die kürzeren Texte "Madame Edwarda" und "Der Tote" greifen Muster des pornografischen Romans auf. Der psychologische Kurzroman "Meine Mutter" dagegen entfaltet sein Gift schleichend über drei der sechs CDs, bevor "Der Kleine" einen kopflastigen Schlusspunkt setzt.
Die geschulten Stimmen von Eva Mattes, Heikko Deutschmann, Peter Franke und Walter Kreye verhelfen den ungekürzten Texten zum Leben. Feinster Porno für den Kopf.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lust für den Geist.. 5. September 2002
Von Promisc
Format:Taschenbuch
...ist nicht immer Lust für die Lenden. Ein Fehler, der oft, gerade in Verbindung mit diesem Werk, gemacht wird. Wie der Titel schon sagt: Es geht um Obszönität, und die ist nicht (immer) mit pornografischer Lusterzeugung zu verwechseln. Das gelingt auch nicht bei Charles Bukowski, Henri Miller oder De Sade. Hier geht es um ein Spiel des Geistes mit dem Undenkbaren, dem Obszönen, dem, was man nicht denken soll und darf. Und es ist bis ins Fundament gelungen. Auch wenn Sexualität darin eine Rolle spielt: Erotische Inspiration kann auch auf anderen Ebenen stattfinden, denn in der Erzeugung von Lust im Leser. Und dessen war sich auch Bataille bewusst, hat er nicht DAS Werk zu diesem Thema verfasst: "Die Erotik"?
Und hier hat er uns eine großartige Alternative aus und in einem breiten Fächer offenbart...
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Das obszöne Werk
Dieses Buch kann man nicht auf einen Ruck lesen, ich jedenfalls nicht. Immer wieder blättere ich zurück, lese erneut, lehne mich zurück und denke darüber nach,... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Tagen von kapaluabella veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ganz einfach: der Text ist die Kunst
Die Erzählung "Meine Mutter" ist für mich einer der besten Texte für Vielleser. Für Menschen, die endlich wieder in Wörtern und Sätzen einen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Mai 2010 von Ah-Schön
5.0 von 5 Sternen Obszön, Pervers, Genial
Zum ersten Mal ist mir Batailles Denken in "Die Tränen des Eros" begegnet, einer historischen Untersuchung(?) über den Menschen und seine Erotik. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Januar 2010 von Text und ...
2.0 von 5 Sternen Das obskure Werk
Naja. Die erste Erzählung dieses Bandes ("Die Geschichte des Auges") ist ja noch ganz interessant, auch die letzte ("Der Tote") hat was. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. September 2009 von Jakob Lechelt
4.0 von 5 Sternen Grenzgänger im Obszönen
Wenn man nicht alles tun darf, kann man alles denken. So ist Bataille zu verstehen, der immer an der Grenze, mit dem Hang, diese zu überschreiten, Obszönität in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Dezember 2006 von kpoac
1.0 von 5 Sternen Schwierig geschrieben und nicht sehr erotisch
Gerade habe ich den dritten Versuch beendet, das Buch „Das obszöne Werk" von Georg Battaile zu lesen.

Er schreibt in einem etwas sehr speziellen Stil. Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 8. Oktober 2001 von r.f@gmx.ch
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