Nachdem ich den ersten Band schon mit grossem Vergnuegen gelesen habe, zoegerte ich nicht lange und kaufte mir den zweiten. Im "Neuen Lexikon..." gehen die Autoren den selben Weg weiter. Es werden diverse Dinge des Alltags und der Wissenschaft vorgestellt, von denen wir eigentlich gar nicht wissen, warum das das so ist. Das funktionierte schon im ersten Band sehr gut, z.B. beim Thema Schnupfen oder Laubfaerbung, und das geht im zweiten Band munter so weiter mit Fragen wie: warum haben Frauen Brueste oder was wissen wir ueber die Ernaehrung. Das funktionierte immer dann sehr gut, wenn etwas besprochen wird, was jeder kennt und man erstaunt ist zu erfahren, dass man eigentlich nicht viel darueber weiss. Allerdings tauchen nun im zweiten Band verstaerkt Themen auf, die eigentlich nur Experten kennen. Wer weiss schon was Qualia sind? Immerhin ist es ein gluecklicher Umstand, dass der diesjaehrige Physik-Nobelpreis ausgerechnet fuer die dunkle Energie vergeben wurde, die im "Neuen Lexikon..." beschrieben wurde. Das erhoeht zumindest den Bekanntheitsgrad dieser Frage.
Alles in allem ist das Buch genauso gelungen wie das erste und es hat noch jede Menge unterhaltsames zu bieten, auch wenn man nicht ein paar Semester Philosophie oder Physik studiert hat. Das eine oder andere Kapitel kann man ja auch getrost ueberspringen. Lobenswert ist die Ankuendigung im Vorwort, dass es kein weiteres "Lexikon" geben wird. Das ist nur zu verstaendlich wenn man sieht, wie den Autoren die Themen knapp wurden.