Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderbar informatives und keineswegs idealisierendes Buch, 13. Juni 2008
Schon im Vorwort mach der Autor John Seymour klar, dass er mit einer Rückkehr zur Natur nicht die Rückkehr zum Höhlenmenschen meint. Stattdessen möchte er erklären, wie man es schafft, sich durch die eigenen Kräfte mit allem zu versorgen, was man braucht. Denn auch wenn man dabei auf einiges verzichtet, ist der Gewinn um vieles größer.
Da nicht jedem ein riesiges Ackerland zur Bebauung zur Verfügung steht, wird am Anfang beschrieben, wie die Bepflanzung unterschiedlich großer Flächen aussehen könnte, damit der Boden optimal genutzt wird und sich gleichzeitig auch lange genug erholen kann, um nicht ausgelaugt zu werden. Diese Spannbreite reicht vom kleinen Stadtgarten bis zum Fünf-Morgen-Anwesen. Für jeden Fall wird genau erläutert, welche Dinge möglich und wichtig sind. Hier erfährt man auch, welche verschiedenen Möglichkeiten des Anbaus es gibt, welche Gemüse- oder Obstarten sich besonders eignen und was im laufe des Jahres in welchem Zeitrahmen gepflanzt werden sollte.
Doch auch die Tierhaltung wird genau erklärt, denn die einzelnen Pferde, Schafe oder Kühe, bringen nicht nur Fleisch, sondern gleichzeitig reichhaltigen Dünger für den Boden, Arbeitskraft oder köstliche Milch. Im Einzelnen erfährt man so wofür sich welche Tierart am besten eignet. Ebenfalls erklärt Seymour, wie die Tiere geschlachtet werden und welche gesetzlichen Bestimmungen dazu eingehalten werden müssen. Nach diesem Abschnitt wird wieder näher auf das Land an sich eingegangen und die Möglichkeiten, wie man aus einem verwilderten Stück Erde einen fruchtbaren Boden machen kann.
Ein kleiner Abschnitt beschäftigt sich zusätzlich mit den Lebensmitteln aus der Natur selbst, wie Fische, Kaninchen, Pilze und Beeren. Damit aber alle geernteten und gesammelten Leckereien nicht verderben, muss man sie haltbar machen. Darum gibt es für den Leser ein besonders großes Kapitel darüber, was alles aus Milch hergestellt werden kann, wie man Früchte und Gemüse einkocht, Fleisch räuchert und was bei der Bier- und Weinherstellung zu beachten ist. Besonders sinnvoll ist dabei auch der Blick in das Kapitel der Energiegewinnung. Denn hier erfährt man nicht nur, wie man Wind- und Wasserenergie nutzen kann, sondern auch wie sich ein Ofen optimal für mehrere Zwecke wie Räuchern und Heizen gebrauchen lässt. Der letzte große Abschnitt befasst sich dann mit handwerklichen Fähigkeiten. Dies ist wichtig, wenn man nicht nur von der eigenen Arbeit leben möchte, sondern sich komplett selbst versorgen will. Weben, Körbe flechten, Töpfern, Steine behauen, Schreinerei und vieles mehr wird kurz erklärt, so dass man einen guten Überblick bekommt, wie viele Möglichkeiten einem offen stehen.
"Das neue Buch vom Leben auf dem Lande" ist ein Sachbuch, das für diejenigen geschrieben wurde, die wieder zurück zur Natur möchten, die abends in Ruhe schlafen können wollen, da sie wissen, dass sie allein für sich und das Wohlbefinden ihrer Familie gearbeitet haben. Gleichzeitig erfährt man hier beim Durchblättern, dass es viele Dinge gibt, die man eigentlich gar nicht braucht. Doch ist dieses Buch nicht nur für "Aussteiger" interessant, sondern auch für alle, die sich mit eigenem Gemüse, Eiern oder Fleisch versorgen möchten. Für den Anfang bekommt man hier alle Informationen, die nötig sind und den Rest kann nur die Zeit lehren.
Ein wunderbar informatives und keineswegs idealisierendes Buch, das eine solide Starthilfe gibt.
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42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ist sowas wie meine Bibel, 12. September 2006
Mit den biblischen Worten:" Macht euch die Erde untertan!", neigt sich die Geschichte über die Erschaffung des Menschen in der Bibel dem Ende.
Das wir das nun wirklich gründlich gemacht haben dürfte selbst dem größten Ignoranten nicht entgehen.
Sicher ist dieses Buch kein minutiöses How-to-do Werk, aber es gibt Anhaltspunkte und Ideen die man gründlicher hinterleuchten sollte.
Ausgehend von diesem Buch habe ich 1997 begonnen eine Wildnis zu roden und sie mit Muskelkraft urbar zu machen.
Erst nach weiterer, themenbezogener Literatur gelang es mir meine Hühner vor dem Fuchs/Marder zu schützen, 1999 eine erste Ernte einzubringen gelang mir nach weiteren Recherchen bei umliegenden Landwirten.
Die Brut der Gänse war das heikelste Thema.
Das Buch ist kein rechter Leitfaden, aber eine Bibel für Träumer wie ich einer bin. Deswgwn vergebe ich trotzdem die volle Punktzahl.
Es ist wunderbar geschrieben und die Illustrationen regen zum Nachmachen an.
Es ist ein Buch das in jedem Regal stehen sollte weil unsere Zeiten nicht besser werden.
In Verbindung mit anderer, einschlägiger Literatur wird dieses Buch zum echten Allmanach für Hobby-Landwirte.
Die Beschreibung der Tiefkultur habe ich allerdings noch in keinem Buch, ausser dem von Seymoure gefunden.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Für Anfänger und Reinschnupperer, 8. Januar 2007
Dieses Buch gibt einen groben Überblick über das Leben als Selbstversorger. Wobei man am Ende des Buches versucht ist, wenn dann genau wie er, mit Traktor, Bierbrauen,...
Ideal für Leute aus der Stadt, die gern mal Urlaub auf dem Lande machen möchten oder sich einen Schrebergarten zulegen wollen, doch mir, der vom Land kommt konnte das Buch nicht viel bieten. Es fehlt einfach die akribisch detaillierte und spezielle Beschreibung der einzelnen Themen. Wer also ernsthaft mit dem Gedanken spielt, selbst einmal als Selbstversorger leben zu wollen, der sollte sich nicht nur auf dieses Buch verlassen=)
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