Yoko Tawada weiß den Leser zu (ver)führen. Aufregende (Traum)-Reise von Vietnam nach Paris. Unplanmäßig aus dem realsozialistischen Ostdeutschland in den Westen entführt, will die Protagonistin zurück. Sie steigt in den falschen Zug und bleibt in Paris hängen. Dort erlebt sie über Jahre den Wandel der Systeme. Hauptsächlich verbringt sie ihre Zeit im Kino und immer mehr gleitet ihr Leben in die Filmhandlungen hinein.
Ein spannendes Buch, welches den Leser zwischen die Schichten von Traum und Realität mitnimmt. Immer wieder versucht man sich zu entwinden und wird von der Sprache Yoko Tawadas wieder in die Handlung gezogen.