Ich kannte die Autorin nicht und habe mir das Buch aus dem Laden mitgenommen, weil der Klappentext mich neugierig machte. Der Text liest sich dann sehr gut, da die Autorin gekonnt Theorien aus Fachwelt, Bibelauslegungen und eigene christlich-spirituelle Betrachtungen miteinander vermengt, die das Bild eines Christentums aufbauen, das mir sehr sympathisch ist. Sylvia Browne wendet sich auch gegen Fundamentalisten und Verdammungsprediger und inszeniert sich selbst als gütige Christin, die den Menschen nur helfen möchte.
Recherchiert man die gute Dame allerdings via Google, bekommt man einen ganz anderen Eindruck. Ca. 800 Dollar knöpft sie den verzweifelten Menschen ab, die ihren Rat suchen, und Webseiten wie "Stop Sylvia Browne" decken gekonnt auf, dass die gute Sylvia den Menschen mehr oder weniger Blödsinn aufschwatzt.
Wenn sie eine Betrügerin ist, ist sie allerdings eine sehr motivierte, denn um dieses Buch zu schreiben, musste man doch etwas recherchieren und Mühe aufwenden. Alles in allem: das Buch hat mir gefallen, was man sonst so über die Autorin herausfinden kann, allerdings nicht.