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Das mohnrote Meer
 
 
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Das mohnrote Meer [Gebundene Ausgabe]

Amitav Ghosh , Barbara Heller , Rudolf Hermstein
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
  • Verlag: Blessing (August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896673599
  • ISBN-13: 978-3896673596
  • Originaltitel: Sea of Poppies
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 276.322 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Amitav Ghosh
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein umwerfender Erzähler" (Die Weltwoche )

"Amitav Ghosh hat eine erstaunliche Entdeckung gemacht, die zum Angelpunkt seines Romans wird: Die Finanzkraft des britischen Kolonialreichs hing wesentlich vom Opiumhandel mit China ab. ... Die Menschenverachtung, mit der die Kolonialherren ihre Untergebenen behandelten, mit der sie auch rücksichtslos Millionen von Menschen in China und Indien in die Opiumsucht trieben, wird hier so deutlich, dass einem das Blut in den Adern gefriert. ... "Das mohnrote Meer" gestaltet, realistisch und spannend erzählt, ein erstaunliches Panorama bewegender Schicksale. Der Roman deckt die Quellen jener sozialen Zustände auf, an denen Indien bis heute leidet: and Klassen- und Kastendiskriminierung, an feudalistischer Mentalität, an der postkolonialen Frustration. Wem dies bewusst wird, der kann dieses Werk nicht nur als geschichtlichen Roman lesen." "Man dankt den Übersetzern, dass sie zahlreiche fremdländische Begriffe eingedeutscht oder ausgelassen haben. Darum ist die Übersetzung flüssiger zu lesen als das Original." (Martin Kämpchen, Frankfurter Allgemeine Zeitung )

"Der neue Roman von Amitav Ghosh führt in die Ära der Opiumkriege, macht Anleihen bei Johnny Depp und Dante Alighieri und ist ein fulminanter Schmöker." "Ghosh ist wie Salman Rushdie und Kiran Nagarkar einer der fulminanten Erzähler Indiens. Die Unerschrockenheit, mit der diese Autoren Hunderte Jahre als Sujet umzirkeln und ein Personal aufstellen, als gelte es, den nächsten Bollywood-Film zu bevölkern, macht sie zu Bestseller-Autoren, gerade in Europa, das nicht reich ist an einer Literatur, die sich ein weites Erzählpanorama zutraut." "Ghosh ist ein politischer Autor. Ein Erbe Gandhis. Man könnte sich in diesen Romanen belehrt fühlen. Aber man fühlt sich vor allem unterhalten. Das politische Unterfutter verschwindet in einem Feuerwerk von filmreifen Turbulenzen, sprachlichen Exaltiertheiten, herzzerreißenden Szenen in dramatischer Beleuchtung. ... Er erlaubt sich Szenen mit der Komik von Slapstick, kombiniert mit der Spannung eines historischen Schmachtfetzens, vorangetrieben im rasanten Tempo eines Zeichentrickfilms. Man muss so was mögen. Rettung einer Frau vom lodernden Scheiterhaufen! Durchnässte Gestalten treiben mit einem Floß über Stromschnellen. Auf Liebesinnigkeit kommen bitterste Demütigungen, mit einem Wimpernschlag verwandelt sich eine Tragödie in ein Blut-und-Degen-Drama, gelegentlich überweht von einem Hauch von Erbrochenem und Fäkalien. Ist dies Historie? Oder Soap? Alle Genres werden bedient, nicht immer fein ziseliert, sie rutschen ineinander. Nicht erst auf dem Schiff hat Ghosh alle Ebenen schräg gestellt, die Menschen schlittern umher, als spiele das Leben schon immer auf hoher See, wo wie bei Johnny Depp und seiner Crew eine Woge gerade mal rechtzeitig kommt und einen Bösewicht von der Reling pflückt." (Susanne Mayer, Die Zeit )

Kurzbeschreibung

Das neue große Epos voller Geschichten und Geschichte vom Autor des Weltbestsellers „Der Glaspalast“

1838: Am Oberlauf des Ganges schuften die Menschen für die britische Opiumindustrie. Verfolgung, Intrigen und Not vereinen eine Gruppe von Flüchtlingen als Schicksalsgemeinschaft auf der »Ibis«, einem ehemaligen Sklavenschiff. Die »Ibis« ist Hoffnung und Strafe, Zukunft und Endstation zugleich. Und hinter der Mündung des Ganges wartet die Ungewissheit. Unterdrückung und Kolonialismus, das Aufeinanderprallen von Kulturen, Liebe und Hass sind die großen Themen bei Ghosh. Spannendes soziales Drama und literarischer Abenteuerroman zugleich.

Die junge Diti lebt und arbeitet mit ihrer 6-jährigen Tochter Kabutri und ihrem Mann Hukam Singh auf einer Mohnfarm. Diti hat Tagträume, Visionen, in denen sie ein Schiff unter Segeln sieht, das den Fluss herauf kommt. Noch nie war sie am Meer, am »Schwarzen Wasser«, und kann sich die Vision nicht erklären. Doch sie ahnt, dass sie vor einer großen Veränderung in ihrem Leben stehen könnte.
Bis zum Tag der arrangierten Hochzeit mit Diti hat Hukam seine Opiumsucht verschwiegen, die ihn längst zeugungsunfähig gemacht hat. Diti erfährt, dass sie in der Hochzeitsnacht unter Drogen gesetzt und von ihrem Schwager vergewaltigt wurde. Als Hukam nach einem Unfall in der Fabrik stirbt, will Diti sich deshalb lieber verbrennen lassen, als mit ihrem Schwager zusammenzuleben. In letzter Sekunde wird sie von dem Unberührbaren Kalua gerettet und die beiden fliehen auf dem Ganges stromabwärts nach Kalkutta. Als sie nach einer abenteuerlichen Reise dort ankommt, erblickt sie das Schiff aus ihren Visionen und versteht endlich, dass sie als Teil einer Schicksalsgemeinschaft das Land und ihr bisheriges Leben hinter sich lassen wird.

Historienepos, Gesellschafts- und Abenteuerroman zugleich.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Galarina TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Amitav Ghoshs neues Epos "Das mohnrote Meer" ist soziales Gesellschaftsdrama und spannender historischer Abenteuerroman in einem und zeigt die großen erzählerischen Fähigkeiten, über die sein Autor verfügt.

Indien, 1838: Die Menschen am Oberlauf des Ganges, ob reich, ob arm, arbeiten und leben für die britische Opiumindustrie, die in die Krise gerät, nachdem China den Opiumhandel unterbinden will. Auf der Ibis, einem ehemaligen Sklavenschiff, trifft eine Gruppe von Flüchtlingen zusammen, die gemeinsam haben, alles verloren oder nichts zu verlieren zu haben. Die Gründe ihrer Flucht sind unterschiedlich. Da ist der als Urkundenfälscher verurteilte Raja von Rashkali, da ist die junge Witwe Diti, die von Kalua vor dem Verbrennen auf dem Scheiterhaufen geretet wurde und ihre Tochter auf der Flucht zurücklassen musste, da ist Paulette Lambert, Waise eines französischen Wissenschaftlers, die Zudringlichkeiten ihres Pflegevaters zur Flucht zwangen, da ist Jodu, ein junger Laskare, der mit ihr aufgewachsen ist, da ist der opiumabhängige strafgefangene Mischling Leong Fatt, und noch einige mehr. Sie alle werden in einer Schicksalsgemeinschaft mit den Seeleuten der Ibis verbunden. Für einige bedeutet die Ibis Hoffnung auf eine Zukunft, einige soll die Ibis in eine Strafkolonie bringen, für andere ist die Ibis eine Endstation, für alle bedeutet sie aber Ungewissheit.

Amitav Ghosh gelingt es authentisch Unterdrückung und Kolonialismus, das Aufeinanderprallen von Kulturen und die damit verbundenen menschlichen Emotionen vor den Augen seiner Leser lebendig werden zu lassen. Obwohl sein Roman "Das mohnrote Meer" im Wesentlichen die individuellen Geschichten der Flüchtlinge erzählt, werden deren Schicksale miteinander verknüpft und mit der Reise auf dem Schiff ein bis zum Ende langsam steigender Spannungsbogen entwickelt.

Auch wenn Amitav Ghoshs Erzählstil manchmal märchenhaft anmutet, wirken die geschilderten sozialen Probleme greifbar und nah. Trotz der ernsten Themen, die der Autor behandelt, erreicht Ghosh mit zahlreichen humorvollen Szenen und Figuren und mit der Menschlichkeit vieler Figuren, daß der Roman "Das mohnrote Meer" zwar tragisch, teilweise auch bedrückend, aber niemals unerträglich erscheint. Amitav Ghoshs Sprache und Erzählstil sind ein Genuss, dennoch ist sein Roman mit einer Vielzahl indischer Begrifflichkeiten und dem gebrochenen Reden einiger Figuren nicht leicht zu lesen.

"Das mohnrote Meer" ist ein lohnender unterhaltender, spannender und literarischer Ausflug ins Indien der Kolonialzeit, Amitav Ghoshs Erzählstil ist nicht beschönigend, nicht romantisierend, fasziniert aber über die Authentizität, die er bewirkt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Zwar ein wenig mit Fremdworten überladen, aber sonst von Anfang bis Ende ein Lesevergnügen. Nebenbei bekommt man noch einen Blick in Kolonialgeschichte, nicht vom hohen Roß der Europäer sondern von denen die darunter leiden und leben mußten. Faszinierend ist bei einigen der handelnden Figuren auch der völlig andere Blickwinkel und das Verständnis vom Leben überhaupt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von trojafan
Format:Gebundene Ausgabe
Verfolgung, Intrigen und Not vereinen die Gruppe von Auswanderern und Flüchtlingen, die sich 1838 am Oberlauf des Ganges sammeln, um die Reise in eine ungewisse Zukunft auf einem Sklavenschiff anzutreten. Ihr bisheriges Leben wurde mehr oder weniger direkt von den Auswirkungen des Opiumhandels bestimmt. Hieran verdienten die englischen "Herren" auf Kosten der einheimischen Bevölkerung, die zu einem bedeutenden Teil in die Abhängigkeit von der Droge geraten sind und auf diese Weise der Ausbeutung und Unterdrückung durch die Engländer nichts entgegensetzen konnten. Hier erhebt Amitav Ghosh deutlich seine Kritik am imperialistischen Vorgehen der englischen Nation- eine Kritik, die unter anderen Vorzeichen zwar, aber dennoch sehr tagesaktuell ist. Heute spricht man nicht mehr von Imperialismus sondern von Globalisierung, die Ausgebeuteten sind dennoch die gleichen: arme Menschen, die zu den Verlierern der gesellschaftlichen Entwicklung zählen. Davon gibt es in Indien mehr als genug und in so fern ist Ghosh's Roman sehr aktuell.
In Indien kommt noch ein weiteres Moment von Ungerechtigkeiten hinzu: Das Kastensystem, welches vor allem Frauen drangsaliert.
Das Leben von Didi, der Hauptperson des Romans wird sehr existenziell von den Gefahren des Kastensystems geprägt und führt dazu, dass sie alles zurücklassen und sich in Gefahr bringen muss. Didi wie auch ihr Retter Kalua und viele andere Charaktere auf dem Flüchtlingsschiff sind einfache Menschen, die aber über Stärken wie Empathie, Großherzigkeit und Willenstärke verfügen. Amitav Ghosh zeichnet seine Figuren immer sehr detailliert und einfühlsam. Das ist eine der großen Stärken des Autors und auf diese Weise kann sich der Leser immer in die Geschichten hineinversetzen.

Dennoch haben mir "Hunger der Gezeiten" und "Der Glaspalast" deutlich besser gefallen.
Das Ende des Buches ist offen; es soll ja eine Fortsetzung geben. In diesem Fall ist das offene Ende schade, weil ich als Leser das Gefühl hatte losgelöst wirkt dieser erste Teil einer Trilogie unvollkommen.
Der zweite Kritikpunkt ist die Sprache des Romans. Die anderen Bücher des Autors wirken besonders schön wegen der großen Ausdrucksstärke mit welcher Amitav Ghosh schreibt.
In "Das mohnrote Meer" ist der Ausdruck stellenweise nicht gut. (an den Stellen,wo der Autor die einheimischen, kleinen Leute sprechen läßt)
Ich bin mir aber nicht sicher, ob diese Schwäche des Buches nur an der Übersetzung liegt.
Insgesamt betrachte ich dieses Buch mit gemischten Gefühlen, werde aber die Fortsetzung lesen, da ich Amitav Ghosh sehr schätze.
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Die neuesten Kundenrezensionen
ok
dachdem ich das buch empfohlen bekomme habe,kaufte ich es mir sofort..war schon sehr gespannt..aber wurde leider entäuscht es ist ziemlich anstrengend zu lesen wenn man sich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2009 von natti
Zu viele offene Spannungsbögen
Ein schöner Schmöker, das stimmt. Aber einer mit einem schalen Nachgeschmack. Zu viele Geschichten sind angerissen, werden nicht gelöst, zu viele Spannungsbögen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. November 2009 von Chrissanne
Das mohnrote Meer
Eine klare fast sanfte Beschreibung des gnadenlos konsequenten Gedankens und seiner Ausführung durch das britische Empire im 19. Jahrhundert.Das mohnrote Meer
Veröffentlicht am 28. März 2009 von Hans-dieter Höhn
Sprachgewaltiger Erzähler
Nach der Lektüre des "Glaspalast" war der Kauf des 'Mohnrote Meer' Pflicht. Vorweg gesagt: das einzig Negative an dem Buch ist, dass es irgendwann zu Ende ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2009 von T. Schäfer
Herausragend
Sea of Poppies ist der erste und bisher noch einzige Band einer Trilogie: Um es vorweg zu nehmen, das Warten auf die Folgebände fällt verdammt schwer. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Januar 2009 von H. Krausse
"Das mohnrote Meer" - ein opulentes Epos von Amitav Ghosh
"Das mohnrote Meer", ein opulentes Epos von Amitav Ghosh.

Amitav Ghoshs neuer Roman handelt in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts in und um Kalkutta. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2008 von Roland Freisitzer
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Historischer Roman "14XX" 0 20.11.2008
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