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Das literarische Duett - Anette und Mr Briggs sprechen über Bücher


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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.03.2008 19:25:21 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.03.2008 22:05:09 GMT+01:00
Mister Briggs meint:
Verehrteste,

ich habe mir Ihren Tip zu Herzen genommen, wie sich das für einen guten Briggs gehört, bin zur Buchhandlung gefahren - ich glaube, sie zählt auch zu den größten meiner Stadt - nur um 5 nach 6 festzustellen, daß die Damen und Herren bereits geschlossen hatten. Aber tapfer sínd mein Roß und ich hinfortgezogen, in ein Kaufhaus - DIE hatten noch geöffnet, klar - jedoch ein Bücherangebot, daß es sogar die Sau grausen muß. Ich glaube, es war nur ein einziges Diogenes-Buch darunter, und das stammte von Paul Cohelo oder Coelho oder wasweißichwiesichdertypschreibt.
Das mit den Büchern mußte ich also vergessen, stattdessen bin ich mit zwei Beuteln Lakritz und einem Beutel Trüffeleier wieder heimwärts geritten und habe unterwegs beschlossen, "Der Menschen Hörigkeit" synchron mit Ihnen zu lesen, Birgt. Was halten Sie davon?
Mir bleibt ja nichts anderes übrig und dieser Maugham ist auch zum fünften Mal ein Genuß

in diesem Sinne
einen schönen Samstagabend
Ergebenst
Ihr
L. A. Briggs

P.S. Klar, fühle ich mich überfordert hier. Und nicht nur ein bißchen... ;-) Oder, was dachten Sie , wieviele Frauen ein einziger Mann bewältigen kann? Selbst eine Musketier hat seine Grenzen, Madame.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.03.2008 20:11:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.03.2008 20:15:31 GMT+01:00
Birgit meint:
Mein edler Ritter,

abgesehen davon, dass ich Ihren Verdruss nachvollziehen kann, würde ich gerne "Der Menschen Hörigkeit" synchron mit Ihnen lesen, aber davor wollte sich Madame eigentlich den Magier zu Gemüte führen. Wollen Monsieur so lange warten? Oder schon einmal vorpreschen...?

Außerdem muss ich jetzt, nach dem x-ten Male, einfach mal anmerken: Wissen Sie eigentlich, dass Sie meinen Namen schon in den verschiedensten Variationen geschrieben haben?

Meistens tauschen Sie ja die Buchstaben ein bisschen, so fand ich mich schon als "Birigt" oder "Brigit", glaube ich, von Ihnen angesprochen. Aber heute haben Sie einfach einen Buchstaben weggelassen, und da steht jetzt "Birgt". Was soll ich davon halten? Birgt das eine Botschaft in sich, die ich nicht entschlüsseln kann?

Genießen Sie den Abend und Ihre kulinarische Ersatz-Beute...

Es grüßt Sie wohlwollend
aus der Ferne

Ihre

Lady B i r g i t

P.S. Madame traut Ihnen schon einiges zu... oje, das gibt bestimmt wieder Diskussionsstoff...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.03.2008 21:37:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.03.2008 21:38:51 GMT+01:00
Mister Briggs meint:
Liebe BIRGIT,

keine Ahnung, weshalb mir das mit Ihrem Namen so oft passiert - ich war mir dessen bisher auch gar nicht bewußt und bitte jetzt untertänigst um Vergebung - aber vielleicht liegt es daran, daß ich Sie mir täglich neu zusammensetze. Vielleicht ist das die Botschaft, die das BIRGT birgt.

Ihr
Briggs

P.S. Okay, dann nehmen wir den Magier.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.03.2008 22:36:03 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.03.2008 22:50:47 GMT+01:00
Birgit meint:
Lieber Briggs,

eine schöne und wieder mal wunderbar Briggs-mäßige Antwort, in der man den erfahrenen (und begeisterten) Maugham-Leser erkennt - Sie verstehen es, mit wenigen Worten eine treffende Aussage zu machen... etwas, das mir, zugegebenermaßen, eher schwerfällt ;-)

Haben Sie denn schon angefangen mit Magier, Lakritz und Trüffeleiern?

Bei mir läuft im Hintergrund gerade die Filmmusik zu "Vertigo"... können Sie bei Musik lesen, Mr Briggs? Ich finde es manchmal ganz schön, wenn im Hintergrund leise Musik läuft, aber meistens merke ich dann irgendwann, dass sie mich daran hindert, mich voll auf das Buch zu konzentrieren. Das heißt, ich brauche beim Lesen eher die Stille...

Saturday Night Grüße
schickt Ihnen

Ihre Birgit

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.03.2008 23:37:00 GMT+01:00
Birgit meint:
Lieber Mr Briggs,

bevor ich eine Gute Nacht wünsche, wollte ich Ihnen noch sagen, dass ich jetzt bei S. 32 bin, kurz vor dem Essen im "Chien Noir"... eben sagte Susie zu Margaret, dass sie bei Arthur eine Anlage zur Verzweiflung sehe, wie noch nie bei einem Menschen - ich finde, das ist schon ein foreshadowing, das unheilvoll-düster anmutet...

Kann es kaum erwarten, morgen weiterzulesen... aber wir sind mittags eingeladen und es wird wohl später Nachmittag, bis ich mich ins "Chien Noir" begeben kann.

Synchron-magische Gute-Nacht-Grüße
von
Ihrer Birgit

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2008 10:40:56 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2008 11:02:42 GMT+01:00
Mister Briggs meint:
Guten Morgen,

ja, auch ich war bereits im "Schwarzen Hund" und bin wieder - obwohl ich das Buch schon drei/viermal gelesen habe - gefangen von der Geschichte.
Die Stelle mit Arthurs Anlage zu tiefer Verzweiflung habe ich nie vergessen - Sie gab mir häufig zu denken auf - und auch jene Metapher, ich glaube, Sie finden Sie auf Seite zwölf, wo Maugham den Vergleich zwischen einem welkenden Garten und einer welkenden Frau zieht, hat sich mir unergründlicherweise ins Hirn gebrannt.
Sicherlich stimmt es, wie er selbst im Vorwort sagte, daß dieser Roman "überladener" geschrieben ist als seine anderen - ich fand immer, das Wort "merkwürdig" kam merkwürdig oft vor - aber diese Opulenz schadet dem Thema nicht, sondern ist ihm sogar dienlich.

Lesen wir also in österlicher Freude weiter.

Ihr

Lionel Briggs

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2008 12:25:04 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2008 16:33:48 GMT+01:00
Liebe Birgit,

herzlichen Dank für Ihre lieben Osterwünsche! Ich wünsche Ihnen das gleiche - und dass mindestens ein neues, gutes Buch im Nest lag!

Von Mlle Nothomb habe ich vor Jahren "Der Professor" gelesen, hat mir gut gefallen. Von ihr gibt es doch auch einen Roman über jemanden, der ganz unheimlich häßlich ist, oder? Ist das "Attentat"? Da fand ich die Beschreibung im Diogenes-Katalog sehr spannend. Kennen Sie den Roman auch?
Ehrlich gesagt hege ich derartige Vorurteile gegen Japan, die wahrscheinlich in "Mit Staunen und Zittern" reichen Nährboden fänden...

Da der traditionelle Osterspaziergang - "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden, belebenden Blick..." - heute nicht stattfinden kann, wird uns allen wohl ein bißchen Zeit zum Lesen bleiben.

Schneeige Ostergrüße,
Anette

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2008 13:45:56 GMT+01:00
Liebe Mr. Briggs,
nun muß ich mich doch mal melden....obwohl ich eigentlich lieber lese als schreibe .)
Sie verschönern mir schon seit geraumer Zeit meine Tage mit Ihren interessanten kleinen Artikelchen und Ihren Buchtipps...
um so mehr habe ich mich gefreut Ihre Seite hier zu finden !!!!
Besonders bedanken möchte ich mich für "ANNA KALMAN" habe die 4 Bücher in 4 Tagen durchgelesen....etwas Schlaf wäre jetzt schön....grins...
Ich bin ja wirklich Vielleser aber die kannte ich auch noch nicht.

Schöne Ostern

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2008 13:59:19 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2008 15:20:28 GMT+01:00
Mister Briggs meint:
Liebe Ingrid Eichweber,

vielen Dank für Ihre netten Zeilen. Sie verschönern mir wirklich das Osterfest.
Vielleicht sogar mehr als Sie glauben, denn Tipps zu geben, ist ja die eine spaßige Sache, aber wenn sie dann obendrein, wie jetzt bei Ihnen, auf den richtigen Acker fallen, und plötzlich sprießen und gedeihen , dann erst wird die Sache rund und schön.

Schön, daß ausgerechnet Anna Kalman Sie begeistert hat. Ich schätze die Autorin auch sehr, besonders die letzten beiden Bücher und hoffe, Sie findet unter den Lesern hier und auch bei denen "dort draußen" noch mehr Aufmerksamkeit. Sie hätte es verdient.
Welcher Band hat Ihnen denn am besten gefallen?

Sollten Sie demnächst wieder einmal literarischen Rat brauchen, scheuen Sie sich nicht, sich hier zu melden. Wir lesen Sie gern.

Einen fröhlichen Ostergruß
von
L. Briggs

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2008 16:28:02 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2008 20:59:42 GMT+01:00
Hi Mareike,

mit ihrem Tipp "Jane Fairfax" hat Tedesca bei Ihnen bestimmt ins Schwarze getroffen.
Ich möchte mich ein bißchen aufspielen und ergänzen, dass Joan Aiken weitere "Jane-Austen-Fortsetzungen" geschrieben hat. Zum einen "Elizas Tochter", darin knüpft sie an "Verstand und Gefühl" an. Soweit ich mich recht erinnere, war kein geringerer als Willoughby der Vater des besagten Kindes, dessen Tochter sich schließlich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit begibt.
Und des weiteren "Die jüngste Miss Ward" mit Bezug auf "Mansfield Park", doch das Buch kenne ich nicht.

Ihnen natürlich auch fröhliche Ostern und ein paar viereckige Eier
wünscht
Anette

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2008 16:40:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2008 20:32:46 GMT+01:00
Birgit meint:
Lieber Mr Briggs,

Seite 130... Haddo war gerade bei Margaret und hat sie Dinge sehen lassen... Sie wissen ja. Ich habe wohl selbst den Atem angehalten und jetzt tatsächlich Herzklopfen - welch diabolisch verführerischer Charakter, unheimlich und faszinierend und ich habe Angst um Margaret...und auch um Arthur.

Ich brauche jetzt eine kleine Pause und schaue hinaus in die Nachmittagssonne, deren Kontrast zu dem, was ich die letzte Stunde gelesen habe, jetzt gerade recht kommt.

Atemberaubend, Mr Briggs. Sie sind wahrscheinlich schon viel weiter...

Übrigens - nachdem Sie es erwähnt haben, ist mir das Wort "merkwürdig" auch schon mehrere Male aufgefallen ;-) Ich fand Maughams Vorwort auch sehr interessant, er sagt ja, dass er hier mehr Adjektive und Adverbien verwendet hat als sonst, aber zu diesem Buch passt die bildhafte, berauschende Sprache sehr, finde ich.

Das Stelle, die Sie angesprochen haben, mit der welkenden Frau... ja, das hat mich auch berührt, auf eine ganz besondere Weise - es ist wohl so, dass fast jede Frau das Alter, den Verlust von Jugend und/oder Schönheit fürchtet und viele sich nicht damit abfinden können und mit mitleiderregendem Eifer versuchen, den Schein des ehemals natürlich Gegebenen mit aller Kraft aufrechtzuerhalten...

Ich sehe manchmal solche Frauen, in den Läden, Cafés, wenn ich mit der Straßenbahn fahre... und es gibt mir einen Stich, wenn ich die sorgfältig geschminkten Lippen, Lider und Wangen sehe, deren Farben durchsetzt sind von den Spuren des Alters, die sich nicht verbergen oder aufhalten lassen.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich meine damit nicht, dass man als Frau ab einem bestimmten Alter sich nicht mehr schminken oder "herrichten" sollte, im Gegenteil, ich denke, es tut gut - egal in welchem Alter - auf sich zu achten, sich zu pflegen und vielleicht ein bisschen "herauszuputzen"... es ist nur dieses Verzweifelte, das bei manchen Frauen zu erkennen ist, das mich erschreckt.

Sie sehen, ein Thema, das Maugham nur streift, das aber bewegt.

Ich hoffe, Sie haben einen schönen Ostersonntag, lieber Briggs und grüße Sie aus der Stadt, die sich heute in strahlendem Sonnenschein, aber eisiger Kälte präsentiert...

Liebe Grüße,
Ihre Birgit

P.S. Werde trotz Herzklopfen gleich weiterlesen...

P.P.S. Ach ja, Verehrtester, habe eben mal Ihren Wortwechsel mit "Vega" gelesen... wirklich, Sie wissen Ihre Worte zu setzen, das "Bissige" gefiel mir in dem Zusammenhang ;-) ... und macht "Ein letzter Sommer" natürlich interessant für das durch und durch leidenschaftliche Glockenblümchen, das sich so gut wie nie in die Unkomplizierten verliebt hat...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2008 17:00:34 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2008 17:08:50 GMT+01:00
Birgit meint:
Liebe Anette,

danke für Ihre Osterwünsche... und nein, es lag zwar heute kein Buch im Nest, aber ich habe ja die letzten Wochen sozusagen schon im voraus "zugeschlagen"... ;-)

Wie Sie wohl mitbekommen haben, lese ich - mehr oder weniger synchron mit Mr Briggs - den Magier... faszinierend, beängstigend und fesselnd bisher, mache gerade eine kleine Pause.

Und Sie kennen und mögen Amélie Nothomb also auch? Das freut mich jetzt aber. Sie haben übrigens Recht, in "Attentat" geht es um den vordergründig "häßlichen" Epiphane, dessen Liebe zu der schönen Schauspielerin Ethel eine tragische Entwicklung nimmt... lesen Sie es, bitte.

Und dann - Sie MÜSSEN einfach "Mit Staunen und Zittern" lesen, liebe Anette... all Ihre Vorurteile werden Sie aufs Köstlichste und Skurrilste bestätigt sehen, die liebe Mlle. Nothomb schreibt mit recht spitzer Feder - aber das, was sie erzählt, hat sie ja tatsächlich erlebt. Ich mag ihren flüssigen Stil und ihren oft boshaften Humor sehr.

"Böses Mädchen" ist ein anderes Buch von ihr, das ich ebenfalls sehr empfehlen kann, es geht um Perfidität unter dem Mantel der Freundschaft, um den Wunsch nach Anerkennung und dem ungläubigen Entsetzen nach dem Erkennen der Wahrheit...

Alle drei sind absolut lesenswert, es würde mich freuen, Anette, wenn Sie einem Buchtipp von mir folgen würden und noch mehr, wenn er Ihnen auch gefallen würde ;-)

"Der Professor" kenne ich übrigens noch nicht... werde mal reinschauen hier oder am Dienstag, da wollte ich zu der großen M-Buchhandlung.

Selbst beim Schreiben werden meine Hände nicht warm,
die Kälte dringt selbst durch die dicksten Mauern,
die Sonne täuscht den Frühling nur vor,
trügerisch in ihrem Schein...

Liebe Grüße,
Ihre Birgit

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2008 20:56:17 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2008 21:22:27 GMT+01:00
Lieber Hase oder (mit besorgtem Kopfschütteln) Mr Briggs, Mr Briggs,

Ihre lange und ausführliche mail hat mich sehr erfreut, mein Guter! Aber Sie selbst gefallen mir nicht so recht. In Ihren mails an Birgit, in die ich reingelinst habe, und an mich kommen Sie diesmal so vergrämt daher. Und was sind das denn für Töne?!
Natürlich gibt es sie noch, die guten Bücher! Bei Ihnen tippe ich auf Überlesung mit schwer verdaulicher oder gar ungenießbarer Kost (wobei die Diagnose mir rätselhaft vorkommt, da "Großmama packt aus" für mich ein bekömmlicher Leckerbissen ganz nach meinem Gusto war, noch besser als Lakritz - und das will was heißen!). Als Therapie muss ein Buch ohne Fehl und Tadel her und zwar dalli! Um sich schleunigst zu kurieren, sollten Sie Dienstagmorgen trotz der jüngsten Pleiten flugs zur Buchhandlung fahren. Da unsere Geschmäcker zwar oft, aber durchaus nicht immer übereinstimmen, wage ich lediglich zwei Empfehlungen:

1. sollte Ihnen zu denken geben, dass sowohl Maugham als auch Anette dem "Vater Goriot" so wacker zusprechen. Ich kann verstehen, dass die "Kurtisanen" Sie zum Aufgeben brachten, denn ich kam auch nicht mit allen Balzac-Romanen zurecht und fand seine endlosen Landschaftsbeschreibungen oft sterbenslangweilig. Doch der gute, alte, ausgebeutete "Vater Goriot" i s t lesenswert.

2. und diesem Buch würde ich den Vorrang geben: "Sokolows Universum" von Leon de Winter. Diesen Roman möchte ich ALLEN ans Herz legen, denn Leon de Winter kann schreiben, hat etwas zu sagen und verbindet Unterhaltung in schönster Weise mit Tiefgang. Ich halte "Sokolows Universum" für seinen großen Wurf: eine ungewöhnliche Geschichte mit ausgefeilten Charakteren und ganz überraschenden Wendungen.

Das Aquarium kommt schon noch an die Reihe, aber vorher wartet "Kalt ist das Glück". Und die Romane, die Birgit mir empfohlen hat, reizen mich ebenfalls sehr ...

Bei den satten Arroganten hatte ich einige Unternehmer vor Augen, möglicherweise sind aber auch Banken Brutstätten dieses Typus (meist Männer!).
Nee, so sind wir nicht, aber gegen ein kleines Cabrio hätte ich gar nichts einzuwenden.

Ja, ich freue mich schon darauf, wenn Tedesca von den Bretterln wieder runter ist ;o)

Noch einen schönen Ostersonntagabend mit Ihren Leckereien und einen ebensolchen Ostermontag (übrigens hat der Hase mir kein Buch beschert),
Ihre
Anette

PS: Maughams "Mrs Craddock" wurde hier übrigens noch gar nicht erwähnt, diesen Roman schätze ich sehr.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2008 22:30:16 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2008 22:33:17 GMT+01:00
Birgit meint:
Mr Briggs -

ich habe "Der Magier" soeben ausgelesen und ich gestehe, dass mir zum Schluss ein wenig anders wurde, als Arthur, Dr. P. und Susie das bestätigt sahen, was Arthur (und ich auch) vermutet hatte...

Den Begriff "homunculi" hatte ich vorher noch nie gehört - im Gegensatz zu meinem Angetrauten, dem ich zwischendurch immer wieder mal über das, was ich gerade las, berichtet habe, da er sich sehr für das Buch interessiert, Aleister Crowley ist ihm bekannt und über Alchimisten hat er viel gelesen... dies nur am Rande.

Ich bin gleichermaßen entsetzt über das, was Margaret widerfahren ist - obwohl man es ja irgendwann ahnt - und regelrecht erschlagen von diesem Buch. Ich habe tatsächlich jetzt noch heftiges Herzklopfen, es war so unheimlich - besonders das nächtliche Heraufbeschwören von Margaret, wie sie auf der Bank schluchzt - und die ganze Geschichte um Margarets Verfall - dieser heftige Kontrast zu ihrer einstigen Unbeschwertheit. Diese diabolische Macht, der sie sich nicht entziehen kann... es ist mir schon sehr unter die Haut gegangen.

Diese Perfidität - wie Haddo Margaret zu seinem Geschöpf macht...

Auch Arthurs Qual berührt zutiefst - dass er später sich erinnert, der Junge gewesen zu sein, der sehen konnte, hat mich genauso getroffen wie die Tatsache, dass er Haddo zum Schluss ... ohne dass er wirklich da war, und felsenfest überzeugt war, dass dieser ... und auch Recht behielt. Sie wissen, was ich meine und denjenigen, die das Buch noch nicht kennen, möchte ich dies nicht verraten.

Man gerät ein wenig aus dem Gleichgewicht als Leser - ich muss mich jetzt erst einmal wieder "sammeln"... ich verstehe jetzt, lieber Mr Briggs, warum Sie mir zu einem "Harmonisierungsprogramm" nach der Lektüre vom Magier geraten haben.

Maugham hat unglaubliche Recherchearbeit geleistet, er selbst sagt ja in seinem Vorwort, dass ihm, nachdem er das Buch noch einmal gelesen hat, wieder bewusst wurde, dass er ja "Tage über Tage" in der Bibliothek verbracht haben musste.

Bitte verzeihen Sie, liebe Anette, lieber Mr Briggs, wenn meine Worte ein wenig verstört daherkommen, ich hatte einfach das Bedürfnis, sofort zu schreiben, auch, um mich wieder etwas zu beruhigen... ging es Ihnen beim ersten Lesen auch so, Mr Briggs? Und Ihnen, Anette?

Was für ein Autor! Danke an Sie beide, noch einmal.

Noch etwas durcheinander und
aufgewühlt
grüßt Sie dennoch wie immer ganz herzlich

Ihre Birgit

P.S. Paris, immer wieder Paris! (Ja, auch London, dear Anette...) Hat Ihre Liebe zu Paris etwas mit Ihrer Liebe zu Maugham zu tun, mon cher Briggs?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2008 09:04:40 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2008 10:15:21 GMT+01:00
Mister Briggs meint:
Meine liebe Florence Anette Nightingale,

nein, bitte nehmen Sie das weiße Häubchen wieder ab und machen Sie sich keine Sorgen um mich. Ich bin schon auf dem Weg der Besserung. Vielleicht, weil ich "Der Magier" wieder mit großem Vergnügen lese, allerdings nicht so schnell wie Birigt - großer Gott, das Mädchen schlingt die Bücher ja in sich hinein.
Ich lese tagsüber eigentlich recht selten. Meine Lieblingszeiten für Bücher sind abends vor dem Einschlafen und morgens nach dem Aufwachen - so gegen sieben also - ein Tag kann für mich nicht besser beginnen, als wenn die Sonne in Streifen ins Schlafzimmer fällt, und ich mit einer Tasse Kaffee (mit míttelviel Milchschaum) und einem Buch in der Hand gemütlich in meinem Bett sitze.. .
Sie schütteln amüsiert-nachsichtig den Kopf, meine Liebe? Nun lassen Sie mich dazu sagen, daß sich alle - nachdem es ein Weilchen gedauert hat - mit dieser Marotte abgefunden haben und sie inzwischen als "ganz liebenswert" erachten. Mein achtjähriger Sohn eifert mir inzwischen sogar nach. Nur, daß ER immer sehr viel Milchschaum mit einem LÖFFELCHEN Kaffee obendrauf bekommt. Er liest übrigens gerade den Pumuckel. Darum beneide ich ihn auch, denn diese Bücher habe ICH als Kind gefressen.

Nach dem "Magier" werde ich "Der Menschen Hörigkeit" lesen und danach werde ich Birgits Rat folgen und mir "Mit Zittern und Staunen" einverleiben, außerdem habe ich "Middlesex" bestellt und "Was ich liebte" von Siri Huvstedt. Den Leon de Winter, den ich übrigens sehr schätze - kennen Sie "Der Himmel über Hollywood"? Sehr tolles Buch - gucke ich mir gleich an. Ich bin mir sehr sicher, daß irgendein Mittelchen darunter ist, das mich wieder ganz genesen lassen wird.

Wo Sie in Ihrem P.S. Mrs Craddock erwähnen, und ein bißerl weiter oben die selbstzufriedenen Unternehmer - haben Sie sich Berthas Mann Edward auch nicht immer mit demselben satten, selbstzufriedenen und humorlosen Gesichtsausdruck, wie dem von Ihnen beschriebenen und verhaßten, vorgestellt? Ich hatte diesen Menschen beim Lesen immer fast leibhaftig vor mir, vor allem als er immer dicker und kahler wurde - ist es Ihnen schon einmal aufgefallen, daß diese beiden Attribute oft Begleiter von Sattheit und Selbstzufriedenheit sind? Und klingt es jetzt sehr eitel, wenn ich sage: Mein Haar ist noch voll und ich bin leidlich schlank.. :-)

Klar, brauchen Sie ein Cabrio. Aber nicht den Ford. Wir nehmen einen Peugeot oder so - auf jeden Fall eins für Freigeister, was meinen Sie? Mein Cabriotraum wäre ja der kleine Fiat 500, "mit ohne Deckel" wie es mein Kleiner so schön auszudrücken vermag.

Sie mögen Lakritz? Habe ich das richtig verstanden. Ich LIEBE Salinos und "Salzige Heringe" - wie ist das mit Ihnen?

Es grüßt wie immer mit einem :-)
Ihr
Rabbit Briggs

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2008 09:45:02 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2008 12:19:01 GMT+01:00
Mister Briggs meint:
Liebe Birgit,

ja, Sie haben recht, wenn Sie sagen, dieses Buch, "Der Magier" sei von erschlagender Wirkung. Man legt es, wenn man zu Ende gekommen ist, keinesfalls einfach aus der Hand und geht seiner Wege. Man denkt noch tagelang darüber nach und es gibt Bilder darin, die brennen sich einem für immer ins Hirn. Diese grauenvollen Homunculi mit ihrem Geschnatter und ihren Fratzen und der Gedanke, welches Opfer gebracht werden mußte, um diese Monster zu erschaffen - sie bleiben ewig im Kopf. Weil Sie die Szene mit Margret auf der Steinbank beschrieben haben, möchte ich anmerken, daß diese Szene für mich die einschneidenste und tragischste zugleich ist. Ich sehe sie dort sitzen mit gebeugtem Kopf und höre sie schluchzen - ihr ganzes Leid und ihre Reue über die eigne Schwäche liegt in diesem Weinen - als sei ich dabei gewesen.
"Der Magier" ist wirklich ein großer Roman, den man immer wieder lesen kann und Neues dabei entdeckt. Meine Lieblingsfigur darin ist übrigens Dr. Porhoet, weil er einen durchaus zugetanen, aber gleichzeitig wachsamen Blick auf das Geschehen wirft. Für mich hat er damit eine ausbalancierende Wirkung.
Die Geschichte mit Arthur, der der sehende Junge war, finde ich gar nicht ungewöhnlich. Ich habe einen Freund, der mit der selben eisigen Verachtung allem Okkulten gegenüber (sogar dem Horoskop gegenüber, was ich immer ein wenig lächerlich finde) durchs Leben geht. Der Grund ist einfach: Er fürchtet seine eigene "seherische" Gabe, die er zweifellos hat und lehnt sie aus diesem Grund vollkommen ab. Anette wird mich für das hier steinigen wollen, aber im Gegensatz zu ihr - und ohne mich großartig damit zu beschäftigen, auch mir fehlt es nicht an einer gewissen Rationalität (ich bin Wassermann, das erklärt manches) - glaube ich, daß es durchaus Unerklärliches zwischen Himmel und Erde gibt.

Auf jeden Fall, liebe Birgit, haben Sie jetzt "leichte, aber nicht seichte" Kost verdient und widmen sich jetzt Thommie Bayers schönem "Herz". Bei Ihrer Lesegeschwindigkeit dürften Sie damit durch sein, bis ich den Magier zu Ende gelesen habe und dann greifen wir synchron zu "Der Menschen Hörigkeit". D'accord?
Meine Liebe zu Paris hat nichts mit Maugham zu tun, aber ich freue mich immer, wenn ich dort in Cafés sitzen kann, die auch er sehr mochte, wie zum Beispiel das Dôme in der Nähe des Boulevards Raspails.
By the way: Sie sollten übrigens unbedingt noch "Silbermond und Kupfermünze" von Maugham lesen. Ein weiteres Meisterwerk, das zu großen Teilen in Paris spielt.
Genauso übrigens auch Anna Kalmans "Nichts als dein Schatten", das mir in diesem Zuge jetzt ebenfalls einfällt.

Es grüßt sonnig und mit Milchschaumbärtchen
Ihr
Literatur-Guru
Briggs

P.S. Über die eMail von Frau Eichweber gestern habe ich mich sehr gefreut, weil offensichtlich auch andere, von denen wir gar nichts wissen, ernst nehmen, was wir hier erzählen. Ein Gedanke, der mir sehr gefällt.
Zu Vega: Sie ist genau eine dieser Leserinnen, die mich auf die Palme bringen. Nicht sehr reflektiert, aber borniert, und infolgedessen mit einem überheblichen Mundwerk gesegnet. Grrr... Mir geht es da, wie Anette es einmal beschrieben hat: Wenn ich ein Buch liebe, dann MUSS ich es beschützen. Mit Zähnen und mit spitzer Feder.
"Ein letzter Sommer" ist ein großartiger Roman von einem großartigen Autor, der viel zu früh starb und leider nur zwei Bücher hinterlassen hat. Sein letztes heißt "Abspann" - das kriegen Sie auch noch aufs Auge gedrückt. Meisterlich, läßt sich darüber nur sagen, Thommie Bayer übrigens schrieb kürzlich im "Spiegel" eine wahre Hymne darüber.
P.P.S. Ihr Mann interessiert sich für Aleister Crowley? Das ist ja spannend und obendrein haben Sie damit auch gleich den Richtigen zu Hause. Glück muß der Mensch haben, ich sag's ja!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2008 14:27:48 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2008 14:38:12 GMT+01:00
Birgit meint:
Lieber Glockenblümchen-Guru Briggs,

ja, der Magier ließ mich gestern Abend nicht los, noch im Bett dachte ich daran und "sah" einzelne Szenen praktisch vor mir... und auch heute noch - ich weiß gar nicht, ob ich schon mit Thommie heute beginnen kann. Da Sie es auch erwähnen - gerade die Vorstellung von dem "Geschnatter" hat mir beim Lesen einen eisigen Schauer den Rücken herunterlaufen lassen, und auch jetzt noch, wenn ich daran denke.

Ich glaube auch, dass ich das Buch noch einmal lesen werde - später - und bin gespannt, wie es dann wirkt, wenn man - ein bisschen - "gewappnet" ist.

Sehr interessant finde ich, was Sie, lieber Mr Briggs, über Ihren Freund erzählen, der eine Gabe zu besitzen scheint, die wohl den meisten Menschen - und ihm anscheinend auch - Angst einjagt. Mir geht es da ähnlich, ich glaube auch, dass es Menschen gibt, die Fähigkeiten haben, die sich rational nicht erklären lassen, aber ich weiß nicht, ob ich mich darauf einlassen würde, wenn es um mich selbst oder meine Liebsten geht... da wäre wohl die Furcht zu groß, Dinge zu erfahren... Sie sehen, ich stehe dem "Unerklärlichen" nicht verschlossen, aber eher vorsichtig gegenüber.

Übrigens... Sie haben einmal in einer mail an Anette geschrieben, dass Sie "die Hand dafür ins Feuer legen würden", dass mein Sternzeichen Krebs ist - Sie haben natürlich Recht.

Und was das "Bücherverschlingen" angeht: Es war schon immer so, dass ich sehr schnell lesen konnte, was aber nicht bedeutet, dass ich nicht gründlich lese. Im Gegenteil, ich lege manchmal das Buch zur Seite, lasse das Gelesene wirken und lese dann die letzten paar Seiten noch einmal, um wieder richtig hineinzukommen.

Ich habe manchmal ein richtig schlechtes Gewissen, wenn ich z.B. ein Hardcover (das ja seinen Preis hat) innerhalb eines Tages (z.B. an einem Samstag oder Sonntag) auslese, ist schon öfters vorgekommen. Mein Mann kann es immer kaum glauben, wie schnell ich lese und ich denke manchmal, man könnte den Eindruck haben, als schlinge ich ein exquisites 5-Gänge-Menü in mich hinein, ohne dessen edle Zutaten zu würdigen, aber dem ist absolut nicht so.

Ich bin eher ein Bücher-Gourmet und genieße eine schöne Sprache, einen eleganten Stil, fein gezeichnete, lebendig wirkende Charaktere, eine gelungene bildhafte Beschreibung der Umgebung, atemberaubende Entwicklungen, tragische, emotional berührende Ereignisse - nur einfach ein bisschen schneller als andere.

Das bedeutet aktuell: ich denke, wir können "Der Menschen Hörigkeit" zusammen lesen, mon cher Briggs ;-))

"Silbermond und Kupfermünze" haben Sie und Anette ja schon des öfteren erwähnt und es steht natürlich auf meiner Liste. Merci auch für den Kalman-Tipp, verstehe ich richtig, dass es in Paris spielt - und ist es so gut wie "Kalt ist das Glück"?

Und die Bücher von Tesisch interessieren mich beide - die "Hymne" von Thommie Bayer werde ich gleich mal im Internet suchen.

Ja, ich habe das Glück, das sich mein Mann auch für Literatur interessiert, leider aber nicht soviel Zeit zum Lesen hat. Aber er lässt sich immer gern von mir erzählen, was ich gerade lese bzw. wenn mich etwas besonders bewegt - beim "Aquarium" war er allerdings über meine heftigen Reaktionen leicht erschüttert... das ist übrigens ein Buch, das ich auch "beschützen" werde, das wird Sie kaum verwundern, denke ich.

Finde es interessant, dass man doch mit der Zeit etwas mehr über die anderen hier erfährt... ;-))

Den Milchkaffee hatte ich heute übrigens auch schon... und werde mir gleich noch einen gönnen.

Heute morgen war hier übrigens alles weiß - Schnee auf den Osterglocken, auf dem Rasen - ist allerdings inzwischen fast schon wieder komplett geschmolzen.

Irgendwie könnte ich heute immer weiterschreiben - schade, dass man sich nicht in einem schönen Café mit französichem Flair bei einem Milchkaffee gegenübersitzen und einfach erzählen kann...

Ganz liebe Ostermontags-Grüße
von Ihrer treuen Anhängerin

Birgit

P.S. Ich weiß ja nicht, wie Sie mich heute in Gedanken zusammengesetzt haben... ich kann ja auch nichts dafür, dass es mir direkt ins Auge gefallen ist - schauen Sie doch mal in Ihre mail an Anette, dritte Zeile, vor dem Gedankenstrich. Aber ich werde in Zukunft darüber hinwegschauen, versprochen. Ist schon witzig, irgendwie.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2008 18:44:54 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2008 18:49:55 GMT+01:00
Birgit meint:
Hallo Mr Briggs,

oh Gott, meine vorige mail ist ja wohl etwas lang geraten... jetzt wollte ich Ihnen allerdings nur kurz etwas mitteilen, was ich sehr erwähnenswert finde: Als ich eben auf "Ein letzter Sommer" gegangen bin, waren unter den gleichzeitig weiter unten erscheinenden Buchtipps u.a. folgende Bücher:

- Kalt ist das Glück
- Gut gegen Nordwind
- Reise in die Nacht
- Dieses Buch wird ihr Leben retten
- Was ich liebte
- Abbitte
- Der Schatten des Windes

sowie "Doppelmord", welches ich ja klasse fand. Finde ich schon sehr interessant, das sind ja tatsächlich alles Bücher, die wir hier schon gelesen oder erwähnt haben, oder auch - wie es bei mir mit "Abbitte", "Der Schatten des Windes" sowie "Reise in die Nacht" der Fall ist - noch auf jeden Fall lesen wollen. Auch "Was ich liebte" interessiert mich, das hat Tedesca ja besonders hervorgehoben, Sie haben es sich ja auch schon bestellt... mal sehen, mit welcher Beute ich morgen nach Hause komme...

Einen schönen Abend
- lesen Sie denn heute den Magier weiter? -

wünscht Ihnen
Ihre Birgit

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2008 18:59:17 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2008 19:38:23 GMT+01:00
Mister Briggs meint:
Liebe Birgit,

ja, diese Zusammenhänge fallen mir bereits seit längerem auf. Und auch ich bin davon überzeugt, daß wir eine ganz hübsche Menge an Büchern "verkauft" haben. Gleichzeitig finde ich immer mehr, daß sich die Damen und Herrn von amazon allmählich mit einem kleinen, monatlichen Bonus in Höhe von, na sagen wir mal 50 Euro, erkenntlich zeigen könnten. Wir sollten das mal anleiern, finde ich.

Um Ihre laaange eMail zu beantworten, fehlt mir im Augenblick leider die Zeit -
ich vergnüge mich noch immer hier an meinem Schreibtisch, warte jetzt allerdings darauf, daß es bald etwas zu essen gibt.
Klar, lese ich später weiter.

Machen Sie es sich gemütlich, heute abend vielleicht mit einem Film.
Wir haben gestern den Piaf-Film, der ja ein Tip von Yvonnö war, angesehen und ich kann Ihnen sagen, die Tränen floßen reichlich im Wohnzimmer.
Ich habe es natürlich bei einem gelegentlichen und männlichen Räuspern belassen.
Aber insgesamt: Ein großartiger Film und Marion Cotillard hat ihren Oscar zu Recht bekommen.

Bonne soirèe
Votre
Briggs

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2008 19:50:40 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 07.01.2010 01:46:34 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2008 22:50:54 GMT+01:00
Birgit meint:
Liebe Anette,

habe auf Ihr P.S. (in Ihrer mail an Mr Briggs) hin mir "Mrs Craddock" gerade mal angeschaut und auch Ihre Rezension gelesen. Und somit wäre ein weiterer Maugham auf meiner Liste... ;-)

"Silbermond und Kupfermünze" haben Sie sich doch auch noch "aufgehoben", nicht wahr? Ich glaube, Sie haben so etwas mal erwähnt. Oder haben Sie inzwischen damit angefangen?

Wissen Sie was, Anette, ich kann es ja kaum erwarten, Ihre Meinung zum Aquarium zu hören, ich würde Ihnen das Buch am liebsten persönlich in die Hand drücken ;-))

Liebe Grüße
und bis bald,

Ihre Birgit

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2008 23:05:00 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2008 23:09:03 GMT+01:00
Birgit meint:
Bonsoir M. Briggs,

Ihren Vorschlag hinsichtlich des Bonus finde ich - in aller Bescheidenheit gesagt - mehr als gerechtfertigt. Ich nehme an, Sie meinen 50 Euro pro Person (oder pro Buch, das durch unsere Besprechungen verkauft wird)?

Man könnte es ja auch mit einem generellen Rabatt von, ach seien wir nicht unverschämt, 50 Prozent regeln, was halten Sie davon?

Zum Film... natürlich habe ich den Piaf-Film-Tipp von Madame Yvonne (liebe Grüße an Sie, ma chère) längst unter "must-see" gespeichert und werde ihn mir auch auf jeden Fall noch anschauen. Oh, mir fällt gerade auf, dass aus Ihrem "Schniefen" ein "Räuspern" geworden ist. Nun ja, ganz wie Monsieur meinen.

Hoffe, Sie haben ein köstliches Mahl genossen
und wünsche Ihnen eine bonne nuit...

Toujours la vôtre
Birgit

P.S. Und ich würde mich freuen, wenn Sie die laaange mail noch lesen würden, Sie können ja den Milchkaffee- und Schneeabsatz überspringen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2008 10:33:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.03.2008 10:42:51 GMT+01:00
Mister Briggs meint:
Liebe Birgit,

natürlich habe ich Ihre laaange eMail gelesen, mir fehlte gestern nur die Zeit zu antworten.
Sie sind also ein schlingender Feinschmecker, wenn ich das richtig verstanden habe.
Ich habe übrigens eine Bekannte, bei der muß das ähnlich wie bei Ihnen funktionieren - sie liest nicht, sondern sie scannt die Seiten eines Buches in Sekundenschnelle ein. Ein Test ergab: Sie wußte tatsächlich alles, was auf eine dieser Seiten stand. Sehr merkwürdig.

Ja, Sie haben es richtig verstanden: "Nichts als dein Schatten" von Anna Kalman spielt in Paris. Nein, nicht die ganze Geschichte, aber ein guter Teil davon.
Ob es so gut ist, wie "Kalt ist das Glück" müssen Sie selbst entscheiden. In meinen Augen ist es weit thrillerhafter, also sehr spannend und vertrackt, dafür aber ohne den literarischen Touch von "Kalt ist das Glück". Abgründig, ja, traurig und zum Teil auch verstörend. Was mir besonders gut gefällt, ist, daß Frau Kalmans spitze Feder in diesem Roman des öfteren zum Einsatz kommt, was wohl auch der Anwesenheit zweier skuriller Nebenfiguren zu verdanken ist. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt, wenn man einmal angefangen hat, darin zu lesen. Und der Paris-Part dürfte Ihnen auf jeden Fall gefallen.

Was den Amazon-Bonus angeht: Ich meine natürlich 50 Euro pro Person pro Monat. Darunter wäre lächerlich, oder.

So, ich hoffe, heute habe ich alles richtig geschrieben - zumindest habe ich mich bemüht - jetzt geht es wieder an die Arbeit.

Es grüßt
Ihr
Mr Briggs

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2008 11:00:51 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.03.2008 11:02:09 GMT+01:00
Mister Briggs meint:
Hallo Yvonne,

danke für den "guten Appetit" - ich hatte ihn wirklich, der Magen hing mir am Boden. Hatte ich es vergessen zu erwähnen? Auch "Verlockung" ist bereits bestellt. Ich habe kürzlich hineingelesen und was ich da gefunden habe, hat mir gut gefallen. Leider habe ich mich dann für "Großmama packt aus" von I. Dische entschieden, weil ich der ersten Seite in diesem Fall wohl zu sehr vertraut habe.
Wie mir das Buch dann letztendlich gefallen hat, habe ich ja bereits erwähnt.
Tja, so kann es einem manchmal gehen...

Wünsche Ihnen einen schönen Tag
Ihr
Lionel Briggs

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2008 11:44:32 GMT+01:00
Birgit meint:
Lieber Mr Briggs,

"schlingender Feinschmecker" hört sich ja schrecklich an... nein, wie gesagt, ich gehöre doch mehr zu den Genießern. Und "Nichts als dein Schatten" hört sich für mich nach einem Buch an, das ich gerne lesen möchte.

Aber jetzt mal kurz zu einer Sache, die mich etwas betrübt - dies möchte ich gerne an alle hier richten:

Ich habe gesehen, dass meine mails anscheinend des öfteren als "nicht nützlich" angeklickt werden - von wem, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass, wenn dies öfter bei einer mail geschieht, diese dann irgendwann nicht mehr sichtbar ist, was ich schade fände und mir eigentlich auch nicht vorstellen kann, dass dies jemand aus unserem Forum beabsichtigt.

Vielleicht ist es jemand von "außerhalb"... keine Ahnung. Wenn nicht, kann mir jemand von Ihnen vielleicht mehr dazu sagen?

Liebe Grüße,
Ihre Birgit
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