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Das libertäre Manifest: Über den Widerspruch zwischen Staat und Wohlstand [Broschiert]

Stefan Blankertz
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Broschiert, 6. März 2008 --  

Kurzbeschreibung

6. März 2008
Der Staat ist nicht der wohlmeinende Beschützer von Recht und Ordnung, sondern selbst ein Rechtsbrecher. Dies gilt nicht nur für Diktaturen, sondern auch für unsere scheinbar freiheitlich-demokratische Grundordnung.


Produktinformation

  • Broschiert: 380 Seiten
  • Verlag: Lichtschlag; Auflage: Unveränd. Neuaufl. (6. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3939562084
  • ISBN-13: 978-3939562085
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 917.437 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Über den Autor

Stefan Blankertz ist Theorietrainer am Gestalt-Institut Köln, mit dem er das computergestützte Diagnose-Tool für Coaching, Beratung und Therapie 'Gestalttypen-Indikator' (GTI) entwickelte.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für Staatsgläubige! 30. April 2003
Format:Taschenbuch
Ich habe die Rezension zuvor (vom 7. April) gelesen. Sie wurde geschrieben von einem Klassisch-Liberalen. Kann ein Liberaler, der Anhänger des "Minimalstaates" ist, von diesem Buch, welches den Staat als kriminelle Vereinigung brandmarkt, zufriedengestellt werden? Das erscheint unmöglich, wenn der Autor den Staat als solchen ablehnt. Insofern finden Partei-Liberale keine Antworten auf ihre Fragen für die Politik. Es stimmt allerdings, dass die Darstellung anarchistischer Alternativen für eine freie Gesellschaftsordnung fehlt. Aber ist es notwendig, eine Ordnung zu beschreiben, die auf freien Markt basiert, wenn man davon überzeugt ist, bzw. sogar wissenschaftlich darstellen kann, dass der Markt stets in der Lage ist, die besseren Ergebnisse hervorzubringen als der Staat?
Oder zeugt es nicht von grundsätzlichem Zweifel an der freien Marktwirtschaft, wenn man praktische Beweise für anarchistische Ordnungen verlangt? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Erklärungsbedürfig ist aber die Produktion von Sicherheit mittels privater Rechtsanbieter. Erst durch die prinzipielle Kenntnis der privaten Rechtsordnung, kann man die Funktionsweise anarchistischer Ordnungen verstehen. Das wird in diesem Werk nicht dargestellt, weil es ein weiterführendes Thema ist. Nun gibt es aber in der selben Schriftenreihe ein Buch, das genau diesen Bereich abdeckt - "Das Räderwerk der Freiheit" - eine wunderbare Ergänzung zu diesem Buch.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Reibold TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Dieses Buch kritisiert den Staat auf mehreren Ebenen und bietet dafür Alternativen an:

- libertäre Politologie
- libertäre Soziologie
- libertäre ("österreichische") Ökonomie

Der Autor zeigt zunächst, dass die Biologie des Menschen keinen Staat bedingt. Menschen benötigen Gemeinschaft und möglicher Weise auch Eigentum; das lässt sich aber alles privat regeln.

Staaten entstanden demnach durch Kriege oder zu deren Abwehr. Die Krieger etablierten sich als "Enteignerklasse“ und besteuerten die Menschen (die produktive "Kapitalistenklasse"). Deshalb kann man sagen, dass die Klassen erst durch den Staat entstehen; es gibt auch noch die "Vollstreckerklasse" (Finanzämter), "Staatskapitalistenklasse" (bekommen Subventionen oder sonstige Privilegien, z. B. Banken) und vor allem die "behinderte Klasse" (diejenigen, die der Staat von sich abhängig macht und durch Vorschriften oder Mindestlöhne von der Arbeit abhält).

Zwecks Legitimation muss der Staat den Menschen auch einen Nutzen bieten. Deshalb übernahm der Staat u. a. Justiz, Soziales und Bankwesen. Dadurch hat der Staat die Grundlagen der Gesellschaft zerstört: Vorsorge und Verantwortlichkeit sind nicht mehr notwendig, weil der Staat alles regelt. Das staatliche Recht zerstörte das Rechtsempfinden. Eingriffe in die Marktwirtschaft beeinträchtigen diese und führen zu ständigen Krisen (Konjunkturzyklen werden von der staatlichen Zentralbank erzeugt). Leider werden heute alle Probleme dem Kapitalismus zugeschrieben, obwohl sie vom Staat verursacht werden.

Weitere Kapitel des Buches erörtern die Zusammenhänge zwischen der Staatstätigkeit und den Themen Rassismus, Gewalt, Medien und Ideologien. Auch die historischen Beispiele sind aufschlussreich. Neben einer objektiven Darstellung der Industriellen Revolution erfährt man, dass die Arbeitslosigkeit der Schwarzen in den Südstaaten sowie die Politik der Apartheid in Südafrika durch eine Zusammenarbeit von Staat und Gewerkschaften bewirkt wurden, um Konkurrenz zu verhindern.

Das Buch schließt mit einer Möglichkeit, den Libertarianismus einzuführen: Man muss den staatlichen Zwang abschaffen. Dann können sich neben den staatlichen auch private Währungen, Gerichte, Schulen und Sozialversicherungen etablieren (all das ist aus der Geschichte bereits bekannt und hat funktioniert). Die Prinzipien müssen Freiwilligkeit und Privateigentum lauten.

Mir hat das Buch gut gefallen, weil im Gegensatz zu anderen Büchern nicht nur über rechtliche Grundsätze argumentiert wird. Hier wird besonderen Wert auf die Soziologie gelegt. Die negativen Folgen des Staates und dessen zweifelhafte Ursprünge werden schonungslos aufgedeckt. Mehr zu den rechtlichen Grundsätzen bietet Rothbard: "Die Ethik der Freiheit"; die ökonomischen Grundlagen erörtert Huerta de Soto: "Die österreichische Schule der Nationalökonomie". Ich kann das Buch jedem empfehlen, der die Ursache für die Missstände in unserer Gesellschaft sucht.
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15 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anspruchsvoll, libertär und utopisch 7. April 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
So erfrischend es auch ist, etwas zu lesen, das sich gegen den Mainstream-Etatismus stellt, das nicht den Staat naiv zum Beschützer und Förderer alles Guten hinstellt, sondern den Finger in die Wunden legt, also die Stellen aufzeigt, an denen der Staat versagt, an denen er sein wahres Gesicht als Leviathan zeigt, so wenig überzeugend ist dieser Versuch, wenn es ihm nicht gelingt, eine plausible, nicht-utopische Alternative anzubieten. Es schmerzt den klassisch-liberalen Minimalstaatler dabei umso mehr, wenn er sich dann auch noch durch libertäre Anarcho-Kapitalisten als Halbsozialist brandmarken lassen muß. Insofern verdient dieses Buch drei Sterne: Es hat viel Wichtiges und Richtiges zu sagen, läßt einen aber doch ratlos im Dunste einer für die absehbare Zukunft unerreichbaren Utopie zurück.
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