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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen
Super Buch!,
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch gelesen und es ist super ! Ich konnte gar nicht mehr aufhören Jedem davon zu erzählen. Habe es auch mehrmals bestellt und verschenkt! Das Buch nimmt einem viele Ängste und schenkt einem Hoffnung.
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31 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Von unsauberer Argumentation und guter Herausforderung,
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat (Gebundene Ausgabe)
(Vorbemerkung: Zum Zweck dieser Rezension hat mir der Brunnen Verlag ein Rezensionsexemplar zukommen lassen! Dafür danke ich ihnen sehr herzlich. Ich habe daher alle Zitate aus der deutschsprachigen Version übernommen und auch die Seitenangaben der deutschen Ausgabe angepasst.)Wenige Bücher haben in den letzten Jahren ein Beben in der Blogosphere ausgelöst, als das Buch eines Pastors aus Grand Rapids in Michigan. Ein Buch mit einem guten Titel. Ein Buch mit einem interessanten Thema. Ein Buch mit einigen steilen Thesen. Nur kurze Zeit, nachdem Rob Bell einen Trailer zu seinem neuen Buch auf einer Videoplattform postete, gab es auch schon die ersten Antworten. Justin Taylor war froh, dass ein Irrlehrer endlich zu seiner Irrlehre steht. Kevin DeYoung verteidigte die Vorverurteilung von Bell gleich dadrauf und John Piper twitterte ein Farewell für Rob Bell. John MacArthur nannte ihn gleich einen Wolf, den wir meiden sollten. Rob Bells Verlag für seine ersten drei Bücher 'Zondervan' hat sich auf Grund dieses Buches von dem Autor getrennt. Erschienen ist das Buch dann bei HarperOne. Das ist insofern nicht verwunderlich, weil Zonvervan 'nur' ein anderer Imprint von der HarperCollins Publishing Group ist. Auf Deutsch hat es vor wenigen Tagen nun das Brunnen Verlag Gießen herausgebracht. Der Titel auf Deutsch: Das letzte Wort hat die Liebe. Die Hölle auf Erden Wie irdisch ist die Hölle? Rob Bell hat immer wieder dadrauf verwiesen, dass ein ganzes Kapitel des Buches - tatsächlich sind es genau 29 Seiten - in dem Buch sich speziell mit der Frage nach der Hölle befasst. Es fällt sehr schnell auf, dass Bell die Hölle vorallem auf dieser Erde ansiedelt. Er sagt ausdrücklich, dass er an eine 'buchstäbliche Hölle' glaube (S. 81). Vor und nach diesem Satz beschreibt er aber ganz reales Leiden auf dieser Welt. Die Frage, die man sich aber stellen sollte, ist, ob die Hölle biblisch betrachtet derart irdisch ist. Bell selbst geht auf das Beispiel mit dem reichen Mann und dem armen Larzarus ein. Wir finden diese Geschichte in Lukas 16. Auf rührende Weise erzählt Bell die Geschichte nach um zu dem Schluss zu kommen, dass sie eine drastische Botschaft an die Zuhörer war. Sie sollten die armen Larzarusse vor ihren Türen nicht übersehen, sonst - so schreibt Bell - 'würden ernste Konsequenzen folgen' (S. 86). Doch dabei geht er absolut nicht auf die Jenseitigkeit dieses Gleichnisses ein! Er zieht das Gleichnis herunter auf etwas Diesseitiges, spricht über erstaunliche Geschichten von Menschen, die sich für andere Menschen einsetzen. Und zeigt nicht wirklich auf, dass dieses Gleichnis aber eine viel tiefere Dimension als soziale Gerechtigkeit hat. Er geht gar nicht darauf ein, dass dieses Gleichnis zeigt, dass die Konsequenzen in einem Ort zusammengefasst sind, der Leiden bedeutet. Bell schreibt zwar, dass '[e]s [...] die Hölle jetzt und [...] die Hölle später [gibt]' (S.89) aber er verzichtet darauf, die jenseitige Hölle später auch nur mit einem Wort zu beschreiben. Lieber suggeriert er, dass der reiche Mann eigentlich eine Chance hätte, sein Herz zu ändern. Die Bibel spricht davon aber nicht! Den Abgrund, von dem in der Bibel (Lukas 16,26) gesagt ist: 'Außerdem liegt zwischen uns und euch ein tiefer Abgrund, sodass niemand von uns zu euch hinüberkommen kann, selbst wenn er es wollte; und auch von euch kann niemand zu uns herüberkommen.', setzte Bell mit dem Herzen des Reichen gleich. Aber der Text gibt uns dafür keine Anhaltspunkte. Was der Text uns sagt, ist die Endgültigkeit des kommenden Lebens. Wer gerettet ist, der kann nicht hinübergeworfen werden! Wer nicht gerettet ist, hat auch keine Chance mehr, gerettet zu werden. Bell suggeriert in diesem Text eine freudige Botschaft der Auferstehung am Ende. Es ist wahr, dass der letzte Satz, den Abraham in diesem Gleichnis sagt, von Auferstehung erzählt. Doch ich sehe dort wenig Hoffnungsvolles. In Vers 31 sagt Abraham: 'Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.' Das Jesus in dieser Geschichte auf seine eigene Auferstehung in wenigen Monaten hinweisen will, das will ich dem Text gerne zugestehen. Doch die Botschaft ist nicht eine hoffnungsvolle. Es ist eine traurige. Jesus macht deutlich, dass auch einem Auferstandenen kein Glauben geschenkt werden wird. Und wie Recht er damit behalten sollte. Die Sache mit den Böcken Bell betrachtet auch die Geschichte Jesu', in der er von den Schafen und Böcken berichtet. Nachzulesen ist das in Matthäus 25. Auffällig ist, dass Bell dabei sehr viel Wert legt auf den griechischen Urtext. Und hier kommen wir zu einer argumentatorischen Fahrlässigkeit. Bell schreibt: 'Aion hat, so wissen wir bereits, zwei Bedeutungen. Die eine ist Zeitalter oder Zeitraum, die andere verweist auf eine Intensität der Erfahrung.' (S. 101) Im Folgenden argumentiert Rob Bell dann, dass 'für immer' im Sinne von einer niemals endenden Zeitspanne gar nicht im Sinne der biblischen Autoren lag. Sie kannten, so Bell, diese Kategorie gar nicht. Nun beschreibt aber Jesus im gleichen Vers (Matthäus 25,46) auch die Belohnung der Gerechten als ein Leben, dass aion ist. Das würde aber - wenn wir der Argumentationslinie des Autors folgen - bedeuten, dass Jesus gar nicht an ein ewiges Leben gedacht hat, im Sinne von einem niemals endenden Leben! Im nächsten Kapitel bricht Bell eine Lanze für diejenige Strömung innerhalb der 'christlichen' Tradition, die davon ausgeht, dass Gott nur genügen Zeit braucht, um alle Menschen zu überzeugen. Bis die Liebe das letzte Wort hat. Bell schreibt im folgenden Kapitel folgendes: 'Hinter dieser Sicht steht der Glaube, dass sich - ausreichend Zeit vorausgesetzt - jeder Gott zuwenden und sich in der Freude und dem Frieden Gottes wiederfinden kann. Die Liebe Gottes bringt jedes noch so harte Herz zum Schmelzen und selbst die 'verdorbensten Sünder' werden letztlich ihren Widerstand aufgeben und zu Gott umkehren.' (S. 114) Bell ist hier durchaus geschickt. Er beschreibt diese Strömung mit viel Liebe und Mitgefühl für diese Denkweise, aber er selber schreibt nicht ausdrücklich, dass er sich dazu zählt. Wenn wir aber dabei der Argumentation des Autors folgen, dann kennt die Bibel keine Begriffe von 'ausreichend Zeit'. Im ewigen Leben geht es doch gar nicht um einen ewigen Zeitabstand. Es geht nur um eine 'Intensität der Erfahrung'? Die Gerechten werden also für einen mehr oder weniger langen Zeitraum eine sehr intensive Erfahrung von Leben machen und dann ist Ende. Oder wie sollte man begründen, dass ein uns das selbe Wort in ein und dem selben Satz zwei unterschiedliche Bedeutungsaspekte meint? Ich sehe hier eine Inkonsequenz in der Argumentation. Wenn die Strafe nur ein Zeitraum ist, dann ist auch das Leben nur ein Zeitraum. Denn Jesus benutzt die selben Worte dafür! Wenn die Strafe nur eine besonders intensive Erfahrung ist, die einmal endet, dann ist auch die Belohnung der Gerechten eine besonders intensive Erfahrung des Lebens. Der Heilige, der Gerechte Eines wird sehr deutlich im ganzen Buch. In Bells Gottesbild gibt es keinen Platz für Heiligkeit. Mit Heiligkeit meine ich, dass sie Sünde verachtet, hasst, dass sie keine Gemeinschaft mit Sünde hat. Wir sehen in Bells Buch einen Ausschnitt des biblischen Gottes. Es ist der Missio Deus, wie ihn Frost & Hirsch nennen. Der Gott der Mission. Der Gott, der sich selbst in die Welt senden, um der ganzen Welt das ganze Evangelium zu bringen. Ich würde Bell unrecht tun, wenn ich behaupten würde, dieser Gott finde sich nicht in der Bibel. Doch es ist ein unvollkommenes Bild. Es ist nur ein Teil des Gottes, der sich uns selbst offenbart. Und hier sehe ich auch die Wurzel der Argumentation Bells. Denn die Hölle als ein ewiger Ort der Gottesferne, ein Ort des Leides, des Zähneknirschens, lässt sich nur auf Grundlage der Heiligkeit, der Gerechtigkeit Gottes argumentieren. Ein Gott, der nur und ausschließlich Abba, Vater, ist, schließt den heimkommenden Sohn in die Arme, ohne ein Opfer zu fordern. Doch dieser Gott findet sich so nicht in der Bibel. Am Kreuz offenbart sich der sendende und gleichzeitig gesendete Gott, der eine brennende Liebe für Sünder hat, gekommen ist um Sünder zu retten. Es zeigt aber auch den richtenden und gleichzeitig gerichteten Gott. Der Gott, der zornig ist über die Sünde der Welt. Der Gott, der Sünde hasst. Es ist dieser Zorn Gottes, der das Kreuz notwendig gemacht hat. Am Kreuz richtet Gott die Sünde der Welt und richtet sich dabei quasi selber. Mark Driscoll schreibt in Death by Love, dass am Kreuz der Vater und der Heilige Geist Gericht gehalten haben über den Sohn. Luther sagte, dass am Kreuz Jesus zum personifizierten Bösen wurde, der abscheulichsten Gestalt der ganzen Schöpfung. Dort hält Gott Gericht. Dort richtet Gott. Und dort wird Gott gleichzeitig gerichtet. Das ist das Mysterium des Kreuzes. Wo Gott selber für uns 'in die Bresche springt', wo Gott seinen heiligen, Gerechten Zorn lieber auf sich selber ausgießt und nicht über den Menschen. Wenn wir verstehen, dass der Mensch in seinem natürlichen Zustand nicht 'menschlich' ist, dann wird der Zorn Gottes verständlich. Wenn wir verstehen, dass der Mensch in seinem natürlichen Zustand ein Feind Gottes ist, dann wird die Liebe Gottes umso größer. Aber wenn Gott heilig ist, dann muss er Sünde bestrafen. Bell spricht immer... 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20 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Selber lesen macht schlau,
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat (Gebundene Ausgabe)
Nachdem dieses Buch einen Boykottaufruf erfahren durfte, heftige Diskussionen im Internet ausgelöst hat, kann es nur heißen: Selber lesen macht schlau. Von anderen sollte man sich nicht seine Meinung diktieren lassen, sondern die Argumente selbst hören und überdenken. Genau das macht Rob Bell eigentlich in seinem Buch: Er stellt viele überkommene Wahrheiten und althergebrachte Aussagen über Himmel und Hölle einfach einmal in Frage. Nicht auf alle seine Fragen hat er schon selbst gleich eine Antwort - wie symphatisch. Aber er regt zum Nachdenken und zur Diskussion an - man will reden, reden, reden. Was will man eigentlich mehr von einem guten Buch?
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