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Das letzte Protokoll: Roman
 
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Das letzte Protokoll: Roman (Gebundene Ausgabe)

von Chuck Palahniuk (Autor), Werner Schmitz (Übersetzer)
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Manhattan (1. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442545935
  • ISBN-13: 978-3442545933
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 298.865 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mistys alte Kinderzeichnungen waren Wirklichkeit geworden. Peter Wilmot, von den Studentinnen der Kunstakademie nur „Peter, der Rammler“ genannt, hatte seiner Kommilitonin einen Heiratsantrag gemacht. Zwar war er als merkwürdiger und unbeliebter Künstlerkauz verschrieen, aber die Sehnsucht der einsamen Misty nach einem Nest war zu übermächtig. Bald darauf waren sie ins noble Wilmot-Haus auf Waytansea Island gezogen, wo die Stammbäume der exklusiven Inselfamilien bis zur Mayflower-Verfassung zurückreichten. Den neuen Bewohnern sollte ein kürzeres Leben beschieden sein.

„21. Juni – Dreiviertelmond: Heute ist der längste Tag des Jahres – aber das ist ja heutzutage jeder.“ – Diesen Seufzer und eine halbe Ehehölle später liegt Peter nach missglücktem Selbstmordversuch im Koma. Misty durfte im Inselhotel schuften, tagsüber traktiert von nörgelnden Edelurlaubern, abends von ihrer halsstarrigen 12-jährigen Tochter Tabbi und Peters giftiger Mutter. Die geldgierige Alte drängt Misty, ihre alte Leidenschaft, das Malen, wieder aufzunehmen. Doch in Misty haben längst furchtbarere Bilder und der Alkohol das Sagen. Wütend und verzweifelt beginnt sie, ihr verkümmertes Dasein einem Tagebuch anzuvertrauen. Zum endgültigen Protokoll des Wahnsinns wird es, als in Waytanseas Häusern ganze Wände verschwinden und ungeheure Inschriften zum Vorschein kommen! Peters grauenvolles Vermächtnis!

Als hätten Franz Kafka und Stephen King zusammen über einem Drehbuch gebrütet, so liest sich Mistys in Buchstaben gegossener, nicht endenwollender Albtraum. Der drohende Untergang einer Frau, die schon früh in ihrem ärmlichen Dasein die Zukunft in rätselhafte Zeichnungen gefasst hatte, ist eine mehr als aufreibende Lektüre. Vom Leben und der Liebe versehrt, bildet die Zeichnerin Misty ihre Mitmenschen inzwischen nur noch als anatomisch präzise, muskelspielende und faltige Leerhüllen ab.

Giftigste Gesellschaftskritik, düsterste Menschenbilder. Durchtränkt wird dies von Körpersäften jeglicher Art, sowie Detailaufnahmen einer innersten Pein. Am Ende seines grausamen Psychotrips hält Chuck Palahniuk eine echte Überraschung bereit. Palahniuk ist kein Zauderer. Schon sein Fight Club war stärkster Tobak. Dieses jüngste Werk hingegen ist eine echte Zumutung. Aber eine, wie sie die Literatur seit Kafkas Strafkolonie immer wieder braucht. --Ravi Unger



Pressestimmen

"Palahniuk gelingt ein brillanter Thriller, der wie ein obsessives Tagebuch über das Verhältnis von Schönheit und Leiden philosophiert." (Playboy )

"Amerikas bester Neurotiker!" (Sonntagsblick )

"(...) Dabei ist Palahniuk ein Könner auch der leisen Töne, weiß zuweilen mit einer fast minimalistischen Prosa zu überzeugen." (Süddeutsche Zeitung )

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Abwarten und ..., 30. März 2005
Von Ulf Evers (Wattenbek) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Palahniuk gilt als ein Geheimtipp und ist als Autor bislang lediglich einer stetig wachsenden Fangemeinde bekannt. Sein erster großer Erfolg war das Buch „Fight Club", das in Deutschland aber eher durch die Verfilmung mit Brad Pitt und Edward Norton, denn als Buch bekannt wurde.
Häufig ist über Palahniuk zu lesen, man könne ihn nur lieben oder hassen - wie es sich mit Palahniuk selbst verhält weiß ich nicht, aber seine Bücher sind schlicht und ergreifend gut und intelligent geschrieben. Sollte dies ausreichen, daß der lesende Teil der Bevölkerung in zwei Hälften zerfällt, nun denn...

Der Inhalt dieses Buches ist nur schwer auf den Punkt zu bringen: eine aus ärmlichen Verhältnissen stammende Kunststudentin wird auf eine kleine von Touristen überlaufene Insel gelockt. Sie erhofft sich dort die Erfüllung ihrer Sehnsüchte, aber man hat anderes mit ihr vor.
Die ersten Jahre auf der Insel verlaufen scheinbar normal und plötzlich sind dem Wahnsinn keine Grenzen mehr gesetzt.
Die restlichen Kapriolen der Handlung müssen im Dunklen bleiben, um nicht den Spaß am Lesen zu nehmen.
So ganz nebenbei erfährt man in diesem Buch aber auch noch vielerlei mehr: Warum hat Mona Lisa keine Augenbrauen mehr? Was meint C.G. Jung mit kollektivem Unterbewußtem und Archetypen?
Schnallen Sie sich an und lassen Sie sich auf die Reise mitnehmen, sie werden belohnt werden!
Beim Lesen des Buches sollten Sie das ein oder andere Mal den Namen der Insel laut aussprechen....
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Neue Themen in altem Gewand, 12. Dezember 2007
Diese Rezension stammt von: Das letzte Protokoll: Roman (Taschenbuch)
Wo Palahniuk draufsteht ist für gewöhnlich auch Palahniuk drin. "Diary" oder (mal wieder seltsam ins deutsche übersetzt) "Das letzte Protokoll" reiht sich nahtlos in das Gesamtwerk des Chucksters ein. Gesellschaftskritik, Nullpunkt Philosophie und seltsame Charaktere gibt es auch hier wieder zuhauf, alles zusammengehalten durch den allseits bekannten und beliebten Schreibstil. Im Prinzip also nicht wirklich was Neues.
Warum in aller Welt hat mich dieses Buch dann genau wie alle Anderen des Autores mal wieder für mehrere Stunden ans Cover gefesselt? Es sind dann doch die neuen Themen im alten Thema, die für mich den Unterschied machen. Gesellschaftssatiren sind Palahniuks Werke allesamt, aber während z.B. "Lullaby" unter anderem von der ewigen Lärmbeschallung gewisser Großstädte, "Invisible Monsters" von der Perversion des Modelgewerbes oder "Die Kolonie" von der allgegewärtigen Sensationsgeilheit unserer Gesellschaft erzählen stehen hier wieder andere Themen im Vordergrund. Wie weit würden Menschen einen anderen Menschen zu Grunde richten um ihr eigenes luxeriöses Leben zu sichern? Welche Gehemnisse könnten in den Köpfen unserer engsten Mitmenschen schlummern? Und wie zur Hölle definiert sich wahre Kunst?
Schon als ich die ersten Seiten dieses Romans hinter mir hatte war ich begeistert. Palahniuk beschreibt unser Gesicht. Jedes Detail. Muskeln, Haut, Zähne, jede kleinste Bewegung, nur um uns dann zu sagen: "Das ist ihr Gesicht. Was sie denken am besten zu kennen". Kurz: Wenn wir nicht einmal wissen was in uns selbst genau vorgeht, wie können wir überhaupt etwas wissen? Für mich war das Buch ein Rollercoaster durch die dunklen Seiten der menschlichen Psyche und ich habe es mit Wonne verschlungen.

Dass manchen Leuten der Schreibstil, das ewig gleiche Hauptthema und die immer abstoßender werdenden Beschreibungen inzwischen auf die Nerven gehen kann ich irgendwo sehr gut verstehen, aber wer Palahniuk genauso gerne liest wie ich und bereit ist etwas tiefer zu graben dürfte nicht enttäuscht werden.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Selbstzerstörung als Befreiung, 16. Juni 2005
Von F. Martin "Foerster_M" (Pegnitz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
„Das letzte Protokoll": starker Tobak. Chuck Palahniuk - von der Kritik euphorisch als ein Enfant terrible der amerikanischen Literaturszene gefeiert - gibt erneut den Meister des Bösen. Seit seinem Überraschungserfolg „Fight Club" (Edward Norton und Brad Pitt sei Dank: die gleichnamige Verfilmung im Jahre 1999 ein Blockbuster) genießt er bei zahllosen Lesern Kultstatus. Das kann auch Bürde sein. Ballast sowieso. Denn der Erwartungsdruck an den New-York-Times-Bestsellerautor ist immens. Kann er diesem noch gerecht werden? Sein neuester Roman zeigt: ja, bedingt.

Zur Geschichte: Düster ist's auf der Insel Waytansea. Auf Wänden stehen apokalyptische Prophezeiungen. Anderswo verschwinden ganze Räume. Horror auch für die Malerin Misty Wilmot. Dessen Ehemann Peter liegt nach missglückten Selbstmordversuch im Koma. Ihre Tochter Tabbi ertrinkt bei einem Unfall. Misty selbst liegt mit einer Vergiftung im Bett. Und malt auf Teufel kommt raus. Ein Prozess der Selbstzerstörung, der ihr das Leben kosten kann. Nur kurzzeitig erwacht sie aus ihren alptraumhaften Halluzinationen. Und erkennt den Wahnsinn, der sie bedrängt. Aus Freunden werden Feinde. Die eigene Familie übt Verrat. Der wirtschaftliche Fortschritt der verfluchten Insel liegt unfreiwillig in ihren Händen. Was kümmert dabei ein Menschenopfer? Am Ende züngelt ein Brand.

Vordergründig vermutet der Leser eine Horrorgeschichte. Und tatsächlich: man fühlt sich mitunter an „Shining" von Stephen King erinnert. Das Böse kommt auf leisen Sohlen. Der Wahnsinn auch. Beides nicht aufzuhalten und letztlich unerklärlich. Das traurige Personal scheint vorübergehend aus Franz Kafkas verstörender „Strafkolonie" entliehen. Das alles lässt den Leser frösteln. Und hätte genügt. Aber Palahniuk wollte mehr als Gänsehaut. Denn dieser Roman soll bitte auch als eine parabolische und boshafte Abrechnung mit modernem Konsumterror, raffgieriger Gesellschaft und böswilligen Egoismus gelesen werden. Des Autors Absicht ist löblich. Wirkt in Summe betrachtet aber mit Brechstange aufgesetzt und damit wenig glaubhaft. Ein ermäßigtes Maß an Sozialkritik hätte dem Roman gut getan. Denn gerade zum Ende des Buches hin verschachtelt sich Palahniuk zusehends. Man darf vermuten: er weiß nicht mehr genau wohin. Wie das giftige Weltuntergangsszenario jetzt enden lassen? Bei einer derart im Vorfeld aufgebauschten Gesellschaftskritik kein leichtes Unterfangen. Es glückt ihm nur leidlich. Die Lektüre des Romans lohnt freilich trotzdem. „Das letzte Protokoll" ist eine lesenswerte Schock-Therapie. Chuck Palahniuk ist ein großer Autor. Aber auch er sollte bitte beachten: Weniger ist manchmal mehr.

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5.0 von 5 Sternen Ein super Buch !!!
Nachdem ich sehr viel ueber diesen Schriftsteller gelesen habe, habe ich mir vor kurzem dieses Buch gekauft. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Palle3000 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Das wohl merkwürdigste Buch, was ich bisher gelesen habe
Der Erzählstil dieses Romans ist wirklich anspruchsvoll. Anspruchsvoll in der Hinsicht, dass Sie wirklich die Zähne zusammenbeissen und einfach weiterlesen müssen. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Carsten Krautwald veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Gesellschaftskritik in Holzhammerform
Palahniuk kennt man - oder nicht - und dieses Taschenbuch unterscheidet sich von seinen anderen Werken um keinen Deut, vom Plot einmal abgesehen. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Noel veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen super
Ich finde das Buch total gelungen, es ist überraschend, provozierend und einfach nur genial geschrieben!!!
Veröffentlicht am 10. November 2007 von Ulli

3.0 von 5 Sternen Chuck ist okay,
allerdings finde ich auch, dass er nach "Fight Club" keinen wirklichen Kracher mehr geschrieben hat. Lesen Sie weiter...
Am 13. Dezember 2005 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen beklemmend
nun gut, die stilmittel wirken mittlerweile beinahe abgenutzt, und man muß nun schon einige zeit zwischen den lektüren zweier seiner bücher verstreichen lassen, um... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2005 von Sebastian Lechner

2.0 von 5 Sternen Und ewig geht die Welt zugrunde...
Noch nie dauerte es so lange, bis ich ein Gefühl für die Figuren in einem Roman von Chuck Palahniuk bekommen habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. August 2005 von the_dany2

1.0 von 5 Sternen Fight Club, sechster Aufguß
Palahniuk hätte sich nach „Fight Club" zur Ruhe setzen sollen. Oder zumindest den Qualitätsstandard von „Flug 2039", seinem zweiten guten Roman halten sollen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juni 2005 von junior-soprano

3.0 von 5 Sternen Leider wirklich das Letzte Protokoll
Echt schade. Nach dem beenden des Buches war ich nicht so erfreut, es gibt nicht viel, oder vielleicht zu viel. Zu viel aufeinmal. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. April 2005 von alexfechner

4.0 von 5 Sternen Der echte Palahniuk?
Ich habe lange überlegt und ich bin zu der Meinung gereift, dass dieses Buch ein "echter" Palahniuk ist. Vielleicht mit weniger Einfluß durch einen Lektor. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. März 2005 von olligee_berlin

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