Harte Zeiten für die Apachen: niemand will sie bei sich leben lassen. Von den Amerikanern fühlen sie sich erniedrigt, weil ihnen nur ein kleines Stückchen Land zugestanden wird, das niemals reicht, um ein Auskommen zu haben. Doch nicht genug damit, dass die einst so stolzen Krieger nun zur Feldarbeit verknurrt werden, hintergeht man sie noch mehr. Der von der Regierung beauftragte Aufpasser des Reservats gibt sich als frommer Mann aus, erniedrigt die Ureinwohner aber, wo er nur kann. Schliesslich willigt er auch noch in einen luschen Handel ein, der die Indianer um ihre Ernte bringt. Kein Wunder, dass die Indianer enttäuscht abrücken, sich auf mexikanischem Gebiet sammeln und von dort aus gegen die Amerikaner kämpfen wollen. Treibende Kraft hinter der Auseinandersetzung ist Häuptling Geronimo, der gewillt ist, seinen Kampf bis aufs letzte durchzustehen.
Regisseur und Koproduzent Arnold Laven hat mit dem Western "Geronimo" (United Artists, 1962) ein bildgewaltiges und unterhaltsames Werk geschaffen, das teils die Standpunkte der Weissen, teils diejenigen der Indianer einnimmt. Vor allem aber gibt es eine schöne Portion Action. Deshalb sollte man es mit der Authentizität lieber nicht allzu genau nehmen. Kurzum: Western-Popcorn-Kino im Stil der 1960er, das immer noch sehenswert ist, auch wenn der deutsche Titel ihn etwas beliebig erscheinen lässt.
Die MGM-DVD zu diesem Film (Laufzeit: 98 Minuten) ist ein typisches Schema-F-Produkt: durchschnittliche Technik, ansehnliche Sprachenauswahl, kein Bonusmaterial. Lobend kann man das bunte Bild in 2,35:1 (16:9) erwähnen. Die Tonspuren können sich durchaus hören lassen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Dieselben gibt es auch bei den Untertiteln, dazu dort noch Niederländisch, Dänisch, Schwedisch und Griechisch. Zum Anfang des Films hätte auch noch das Logo von United Artists gehört, aber das fehlt leider auch. Insgesamt reicht das gerade noch für drei von fünf Pfeilen.