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5.0 von 5 Sternen
Nazi Tango, 30. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Experiment (Gebundene Ausgabe)
Argentinien 1950. Auf verschlungnen Pfaden alter SS-Seilschaften hat es Bernie Gunther nach Buenos Aires verschlagen. Doch die Schatten der Vergangenheit lassen ihn auch dort nicht ruhen. Das Schicksal eines verschwundenen 15-jährigen Mädchens wecken Erinnerungen an einen ähnlichen Fall, an dem Gunther in den frühen dreissiger Jahren in Berlin ermittelte. Hängen die beiden Fälle zusammen? Gunther begibt sich auf eine gefährliche Suche, die nicht nur manchem "alten Kameraden" missfällt. Wiederum konstruiert Kerr eine intelligente Geschichte, die ihre Spannung aus dem historischen Hintergrund bezieht. Kerr entwickelt dabei die Figur seines Protagonisten Bernie Gunther weiter. Mittlerweile in die Jahre gekommen und nicht ganz gesund, lakonisch und ein bisschen zynisch. Ohne Illussionen erkennt er, daß die Täter von gestern ihre alten Identitäten abgelegt haben, aber nicht ihre menschenverachtenden Überzeugungen. Gelungen und absolut lesenswert.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Historischer Thriller auf höchstem Niveau, 3. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Experiment (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt: Bernie Gunther ist Deutscher und hat allen Grund nach Argentinien zu fliehen. 1950 trifft er - weit entfernt von einem Gerichtsprozess in der Heimat - gemeinsam mit einem gewissen Adolf Eichmann in Buenos Aires ein. Dort begegnet der ehemalige Polizist der Berliner Kripo dem argentinischen Präsidenten Juan Peron und wird für dessen Geheimpolizei rekrutiert. Im Auftrag des Präsidenten soll er ein vermisstes deutschstämmiges Mädchen auffinden. Vieles deutet daraufhin, dass der Fall in Verbindung zu einer Reihe von Mädchenmorden steht, die Gunther bereits in seiner Zeit bei der Berliner Kripo untersucht hatte. Zusätzlichen Zündstoff bekommt die Geschichte als Gunther auf die Jüdin Anna Yagubsky trifft, die nach Überlebenden ihrer Familie sucht. Gunther gerät zwischen die Fronten und beginnt gegen alle Vernunft der geheimen Direktive elf auf den Grund zu gehen. Kerr gelingt es meisterhaft die Nachkriegspolitik Argentiniens unter Juan Peron - besonders im Hinblick auf das Verhalten gegenüber deutschen Kriegsverbrechern - sowie die Verhältnisse im Berlin am Vorabend der Machtergreifung" durch die Nationalsozialisten in eine spannende Romanhandlung münden zu lassen. Lange Zeit wechselt die Geschichte zwischen der polizeilichen Ermittlung Gunthers im Jahre 1932 und seiner Tätigkeit für die argentinische Geheimpolizei im Jahre 1950. Dabei ist sie immer spannend, zuweilen überraschend und gut recherchiert. Ein absolut gelungener historischer Thriller für den 5 Sterne fast zu wenig sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Für mich gleichzeitig das erste und das letzte Buch des Autors, 22. Juli 2011
Ich fand es sehr langweilig und ermüdend und hab mich durch die Seiten gequält. Ich lege Bücher nicht gerne weg, ohne sie zu Ende zu lesen. Aber vielleicht sollte ich mir das mal angewöhnen, denn bei manchen ärgert man sich im Nachhinein über die investierte Zeit. Ich hab wohl immer die Hoffnung, dass es doch noch besser wird. Wurde es in diesem Fall hier aber leider nicht. Es kam überhaupt keine Spannung auf und mit einem Krimi hatte das für mich gar nichts zu tun. Auch der Schreibstil gefiel mir überhaupt nicht. Ständig irgendwelche Vergleiche, das wurde schon richtig nervig: er sah aus wie ein, sie roch wie ein, er sprach wie ein, er kam sich vor wie ein, seine Nase sah aus wie... Klar, das kennt man aus fast jedem Buch, aber nicht in dieser Menge. Oder kam es mir einfach nur so viel vor, weil der Inhalt des Buches mich so gar nicht fesseln konnte? Ich weiß es nicht. Die Charaktere waren mir auch alle nicht sympathisch. Aus meiner Sicht jedenfalls gar nicht lesenswert. Schade, das Thema hätte Potential gehabt. Ich wusste nicht, dass dieses Buch zu einer Serie gehört. Aber wenn alle Bücher der Reihe so gewesen sind, dann hätte ich sowieso nach dem ersten Band aufgehört. Trotzdem ich die anderen Bücher nicht gelesen habe, kann ich aber nicht sagen, dass ich irgendwas nicht verstanden hätte. Das ist dann wohl zumindest ein Pluspunkt für den Autor: in dem Buch war alles rund und stimmig und ausreichend erklärt, so dass man noch nicht einmal das Gefühl hatte, es würden einem aufgrund nicht gelesener Vorgängerbücher Informationen fehlen. Das allein rechtfertigt aber noch keinen zweiten Stern, denn davon wird der Roman leider auch nicht besser.
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