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Das lange Lied eines Lebens: Roman
 
 
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Das lange Lied eines Lebens: Roman [Gebundene Ausgabe]

Andrea Levy , Hans-Christian Oeser
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

ber die Autorin und ihren Roman Jetzt reinlesen! [71kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (8. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342104483X
  • ISBN-13: 978-3421044839
  • Originaltitel: The Long Song
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 247.676 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Eine erstaunlich leichte Lektüre - und doch ein Roman mit literarischem Anspruch, weil er die Möglichkeiten seines eigenen Erzählens reflektiert. (…) Indem ihr ‚Langes Lied eines Lebens‘ etablierte Erzähltraditionen aufgreift und zugleich unterhöhlt, imitiert es literarisch den Widerstand der Sklaven gegen das System, dem sie unterworfen waren. Gerade so, wie das Kreolische der Karibik englische und muttersprachliche Elemente besitzt, ist dieser eigenwillige Erzählstil das Ergebnis der disharmonischen Symbiose zwischen der Literatur der Kolonialherren und dem Lied der alten Sklavin July. Erst vor wenigen Tagen ist Andrea Levy dafür mit dem Walter Scott Prize for historical fiction ausgezeichnet worden.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1.7.2011 )

„Andrea Levy ist eine ernstzunehmende Vertreterin jener neuen Weltliteratur, die Europa aus den Lebenswelten der ehemaligen Kolonien und der Migration zugewachsen sind.“ (Deutschland Radio )

»Ohne Idylle oder Kitsch zu bemühen, gelingt der Engländerin ein sinnlicher, kraftvoller Roman, der das Zeug zum Klassiker besitzt.« (Kölnische Rundschau, 23.03.2011 )

Kurzbeschreibung

Vom Kampf einer Frau um Freiheit – mit Leichtigkeit und Leidenschaft erzählt

Jamaika, Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie war einst Haussklavin auf der Zuckerplantage Amity und hat bewegte Zeiten hinter sich. Nun, viele Jahre nachdem sich ihre Brüder und Schwestern die Freiheit mit Blut erkauften, drängt es die inzwischen betagte Miss July ihrem Sohn, einem angesehenen Verleger, die Geschichte ihres Lebens zu offenbaren – und ihm zu erklären, warum sie gezwungen war, ihn als Säugling auf den Stufen einer Pfarrei auszusetzen. So beginnt sie mit großer Lust am Fabulieren von jener Zeit zu erzählen, als sie die rechte Hand der Missus auf der Plantage war. Bis der junge Goodwin seine Arbeit als Aufseher aufnahm und für July ein Leben unter anderen Vorzeichen anfing. Die unvergessliche Geschichte einer Emanzipation und zugleich ein erschütternder Bericht über die letzten Tage der Sklaverei, dargeboten von einer Ich-Erzählerin, die uns aufschreien lässt gegen die Unmenschlichkeit, die uns aber immer auch mit ihrem Lachen versöhnt. Denn sie führt uns vor Augen, welche Kräfte der Glaube an Veränderung wecken kann, welche Kraft die Freiheit birgt.


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Annora
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt Bücher, die einen in eine andere Welt entführen, in die man während des Lebens fast vollständig eintaucht und die einen auch noch lange, nachdem man das buch zugeklappt hat, nicht loslässt. "Das lange Lied eines Lebens" ist so ein Buch.

Von einer alten Dame werden wir mitgenommen in das Jamaika zu Beginn des 19. Jahrhunderts, in die Zeit der Sklaverei. Sie erzählt uns die Geschichte von July, der Tochter einer Sklavin und eines Aufsehers - IHRE Geschichte. Sie wächst in einem Sklavendorf auf und wird eines Tages von der Schwester des Plantagenbesitzers mit in das Herrenhaus genommen, wo sie fortaa als Haussklavin arbeiten sollte.

July, die von ihrer Missus nur "Marguerite" genannt wird, erlebt den Alltag in Sklaverei, aber auch die Sklavenbefreiung und die daraus resultierenden Probleme für die Plantagenbesitzer aber auch für die Sklaven selbst. (Zum Inhalt selbst möchte in an dieser Stelle gar nicht viel mehr sagen, um der Geschichte selbst nicht all zu viel vorwegzunehmen.)

July ist ein liebenswertes Mädchen, wenn auch zuweilen etwas naiv. Ganz im Gegensatz zu der älteren July, der Erzählerin - obwohl es die gleiche Person ist - denn sie reflektiert die Geschehnisse sehr weitsichtig, einfühlsam und klug. Genau das macht auch den Lebenswandel der Person deutlich. Der Kontrast, der dadurch entsteht, wie sich die Art zu Leben auf Sprache, Intelligenz und Selbstvertrauen auswirkt, zeichnet dieser Roman sehr gut ab.

Unterbrochen werden die Erzählungen immer wieder von der alten July, die in dem Roman als Erzählerin auftritt, und ihrem Sohn, einem Verleger, der die Geschichte publizieren möchte. Sie greifen in die Geschichte erklärend ein, stellen Dinge "richtig", die der jeweils andere "falsch" dargestellt hat - beide, so scheint es, verbünden sich mit dem Leser. Diese direkte Ansprache vermittelt dem Leser den Eindruck, als säße man bei der alten Dame und ihrem Sohn am Küchentisch und lausche ihren Ausführungen.

Das Buch bekommt dadurch eine sehr persönliche und intime Note, zudem wirkt die Geschichte dadurch unheimlich lebendig und authentisch.

"Das lange Lied eines Lebens" ist kein Frauenroman, auch keine Liebesgeschichte, es ist ein gesellschaftskritischer Roman, der anhand einer Lebensgeschichte die Umstände aufzeigt, zu denen die Sklaven in der Zeit vor und nach der Sklavenbefreiung auf Jamaika gelebt haben. Der Roman gibt aber auch Einblick in das Leben der Plantagenbesitzer, der europäischen Einwanderer und ihrer Lebensart. Er zeichnet ein sehr umfassendes und realistisches Gesellschaftsbild jener Zeit. Die Autorin selbst sagt, dieser Roman sei ein Tribute an all die Menschen, die in Sklaverei gelebt haben. Und ich finde, mit diesem Roman hat Frau Levy diesen Menschen wirklich ein sehr schönes und einfühlsames Andenken hinterlassen.

Die Geschichte hat mir sehr berührt und auch nicht losgelassen, nachdem ich das Buch schon beendet hatte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein erstaunliches Leben 8. März 2011
Von Charlene liest VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
- Geneigter Leser, ich muss dir eine Wahrheit zuflüstern. Komm, leg dein Ohr ganz dicht auf diese Seite. Beug dich noch ein bisschen näher herab. Denn es drängt mich, aufrichtig über das letzte Kapitel zu sprechen, das du gerade gelesen hast. Geneigter Leser, hörst du mich auch? -

Mehrere Jahrhunderte wurde die Geschichte Jamaikas durch die Britische Regierung beeinflusst. Seit dem 17. Jahrhundert gehörte die Karibikinsel als Kolonie zur Britischen Krone. Sie wurde mit ihren Nebeninseln erst 1962 als unabhängiger Staat anerkannt.
Nicht nur der Anbau von Zuckerrohr und der Sklavenhandel prägten im 19. Jahrhundert die Geschichte der Insel, sondern auch eine Vielzahl von Konflikten. Besonders nach der Abschaffung des Sklavenhandels, der nicht das System der Sklaverei in Frage stellen sollte, kam es auf Jamaika zu konfliktreichen Auseinandersetzungen und größeren Unruhen. Die wirkliche Befreiung der Arbeiter aus dem unwürdigen System der Sklaverei erfolgte allerdings erst gegen Ende der 1830er Jahre.
"Das lange Lied eines Lebens" ist ein Roman über eine Sklavin, die mehr als die Hälfte ihres Lebens auf einer Zuckerrohrplantage verbracht hat. Gezeugt wurde sie von einem weißen Aufseher, der seine Position auch dazu nutzte seine sexuellen Begierden zu stillen. Da ihre Mutter von dem Wohlwollen des Mannes abhängig war und auf den Feldern der Plantage arbeitete, gab sie sich ihrem Schicksal hin. Trotz dieser Umstände liebte sie ihre Tochter über alles.

Mehr möchte ich allerdings über die Geschichte nicht preisgeben. Nur so viel:
Im Zusammenspiel mit der Lebensgeschichte des kleinen Mädchens werden die Vorgänge auf der Insel bis zur Beendigung der Sklaverei beschrieben. Zudem geht die Autorin auch auf die Beziehungen zwischen den verschiedenen dort lebenden Personengruppen ein und schildert in einigen Fällen ihre Beweggründe.

Andrea Levy lässt die Hauptperson als Erzählerin auftreten, die von ihrem Sohn gebeten wurde all ihre jamaikanischen Geschichten aufzuschreiben, um der Welt mitteilen zu können, was in den ersten vier Jahrzehnten auf der Insel passierte. Dabei geht es nicht um große politische Zusammenhänge. Es wird eher eine Familiengeschichte erzählt, die durch die äußerlichen Umstände verschiedene Wendungen erfährt. Die Protagonistin versucht zunächst einfach die Geschichte von July erzählen. Doch relativ schnell wird klar, dass es sich um ihre eigene Geschichte handelt.
Die Autorin lässt sie schonungslos und in teilweise sehr grober Sprache berichten. Gleichzeitig wirkt die Erzählung aber auch sehr poetisch und in gewisser Weise blumig. Die Härte der Sklaverei wird schönen und alltäglichen Momenten gegenübergestellt. Dadurch entsteht ein Gegensatz, der das Leben der schwarzen Bevölkerung noch schrecklicher wirken lässt. Man fragt sich als Leser teilweise, ob man jetzt wirklich schmunzeln darf. Die Vermischung dieser zwei Sprachvarianten führt aber leider auch an manchen Stellen zu trägen Abschnitten. Man fühlt sich wie auf einer holprigen Straße, deren Ende schon in Sicht ist und sich doch scheinbar immer wieder entfernt.
Es lohnt sich jedoch den Text nicht zu schnell aufzugeben. Denn im Endeffekt handelt es sich um einen tiefgründigen und interessanten Roman, der nicht durch eine schnelle Handlungsfolge, sondern durch die nachvollziehbaren biographischen Wendungen besticht.
Zudem schafft es Andrea Levy wunderbar Bilder infrage zu stellen, die durch die ältere Geschichtsschreibung, aber auch durch künstlerische Werke entstanden sind.

Fazit: Ein empfehlenswerter Roman, für den der Leser jedoch ausreichend Zeit und Ruhe mitbringen sollte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autorin schlüpft in die Rolle von July um in der Ich - Form das lange Lied ihres Lebens zu singen. Wie sie dies tut ist meisterlich.

July war eine der letzten Sklavinnen Mitte des 19. Jahrhunderts auf Jamaika. Als alte Frau ist sie bei ihrem Sohn Thomas. Vielleicht geht sie ihm auf die Nerven mit all ihren Geschichten die ihr im Kopf herumschwirren und die sie ihm bei jeder Gelegenheit erzählen will, eines Tages entgegnet Thomas seiner Mutter: schreib deine Geschichten auf!

Und July beginnt. Sie erzählt, dass sie Tage lang geweint hat, als sie mit neun Jahren ihrer Mama weggenommen wurde. Von ihrer Missus erzählt sie und auch davon, dass sie das Produkt einer Vergewaltigung ist.

Grausame menschenverachtende Tatsachen aus der Zeit der Sklaverei erzählt July, aber sie nimmt ihren Geschichten das Grausame, indem sie humorvoll und im Rückblick auf die Ereignisse erzählt.

Thomas, der sich über die mit Tinte verschmierten Finger seiner Mutter aufregt, spornt sie an weiterzuschreiben. Die allerdings ist mit dem "geneigten Leser" im Gespräch und teilt mit, sie lässt sich nicht zwingen und schon gar nicht von ihm in die Enge treiben.

Und doch schreibt sie weiter. Und so erfährt der Leser aus authentischem Munde was genau geschah als die Sklaven auf Jamaika ihre Besitzer verjagten und wie diese reagierten. Thomas erfährt aber auch, wie es dazu kam, dass seine Mutter ihn ausnutzte und er erfährt von seiner Halbschwester. So sind die Zeilen der Mutter ein Geflecht aus politischer Geschichte und Familiengeschichte.

Ich habe diesen brillianten Roman verschlungen, er lies mich nicht wieder los. Die Mutter - Sohn - Beziehung, die lebendige Zeit des Endes der Sklaverei und der intelligente Humor der July zogen mich in ihren Bann und lassen auch nach Tagen so schnell nicht wieder los. Mit gutem Gewissen kann ich jdem Leser die Gesellschaft von July und Thomas sehr empfehlen. Leider hatte July keine Tinte mehr und konnte deshalb nicht weiterschreiben.
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Miss July, die dicke Missus und das Ende der Sklaverei...
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Eindrucksvoll und lesenswert
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Vor 11 Monaten von Gerd-H. W. veröffentlicht
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Der erste Satz:

"Es war vorbei, kaum dass es begonnen hatte."

Klappentext:
Jamaika, Mitte des 19. Jahrhunderts. Lesen Sie weiter...
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Andrea Levys Roman erzählt die Lebensgeschichte einer Sklavin im Jamaika des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Manu_ela veröffentlicht
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Rezension "Das lange Lied eines Lebens" 0 25.01.2011
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