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Das kurze Leben. SZ-Bibliothek Band 11
 
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Das kurze Leben. SZ-Bibliothek Band 11 [Gebundene Ausgabe]

Juan C. Onetti , Curt Meyer-Clason
2.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 349 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (29. Mai 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793127
  • ISBN-13: 978-3937793122
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 105.179 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Juan Maria Brausen steckt in einer tiefen Krise. Mit vierzig Jahren scheint das Leben für ihn keine Überraschungen mehr parat zu haben: „Mittlerweile bin ich dieser kleine, schüchterne, unveränderliche Mann, verheiratet mit der einzigen Frau, die mich verführt hat, außerstande, (...) die Willenskraft zu haben, ein anderer zu sein.“ Brausen hat sein frustrierendes Leben satt. Er möchte ausbrechen. Nur wie?

Beim Schreiben eines Drehbuchs erfindet er eine neue Existenz, einen Doppelgänger. Er beginnt, dessen Leben zu führen. Es ist das Gegenteil seiner bislang so bürgerlichen Existenz, ein Leben voller Prostituierten, Kriminalität und Drogen, aber auch voller Liebe und Begehren.

Das kurze Leben (1950) ist Onettis wichtigster Roman. Die fiktive Stadt Santa MarÌa, die er darin erstehen lässt, wird zum Hintergrund mehrerer späterer Romane. Der Text gilt als Wegbereiter und Vorläufer des modernen lateinamerikanischen Romans, wie man ihn später etwa bei Gabriel Garcia Marquez oder Mario Vargas Llosa findet. Er erzählt mit viel Raffinesse die Geschichte eines Mannes, der aus seinem Leben ausbricht und sich neu erfindet.

Über den Autor

Juan Carlos Onetti wurde 1909 in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, geboren. Er zog später nach Argentinien, wo er als Journalist arbeitete und erste Kurzgeschichten veröffentlichte. Während des Zweiten Weltkriegs machte er sich als Herausgeber der angesehenen Zeitschrift Marcha einen Namen. Darin forderte er eine Abwendung von kitschig-romantischen Cowboygeschichten in der Literatur Südamerikas und eine Hinwendung zu Geschichten aus der modernen Stadt.

Sein erstes Werk Der Brunnen (1939) wurde von vielen Kritikern als der erste moderne Roman Lateinamerikas gefeiert. 1950 erschien mit Das kurze Leben der erste einer Reihe von Romanen, die in der imaginären Stadt Santa Maria spielen. 1957 wurde Onetti Leiter der städtischen Bibliotheken in Montevideo. In den Sechzigerjahren kam er zu internationalem Ruhm, doch auch der konnte nicht verhindern, dass er 1974 während der Diktatur in Uruguay zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, weil er einer Jury angehörte, die eine Kurzgeschichte Nelson Mandelas ausgezeichnet hatte, welche die Machthaber für pornografisch hielten.

1975 ließ sich Onetti in Spanien nieder, wo er als Kellner, Verkäufer und Türsteher arbeitete. Eine späte literarische Ehrung wurde ihm 1980 zuteil, als ihm die renommierteste Auszeichnung für spanischsprachige Literatur, der Cervantes-Preis, verliehen wurde. Onetti starb am 30. Mai 1994 in Madrid.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gegendarstellung 11. Juni 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Man mag mir meinen möglicherweise abschätzig und elitär wirkenden Ton verzeihen, doch verlangt die Wichtigkeit von Onettis "Das kurze Leben" nach einer klaren Gegendarstellung zu dem bisher Gesagten.

Zunächst einmal muss vorausgeschickt werden, dass es sich hier um einen komplexen Roman aus dem Kontext der literarischen Moderne handelt. Wir befinden uns längst im Zeitalter der abstrakten Malerei, der atonalen Musik und diverser experimenteller Literaturen. Wer bei "Das kurze Leben" eine "verständliche Handlung" vermisst, sich danach fragt "was der Autor meint oder mir sagen will" oder sich gerne in die Figuren "hineinversetzen" will, könnte möglicherweise an diesem Text scheitern.

Was jedoch häufig darauf zurückzuführen ist, dass das enorme Maß an Kontemplation, an Beschäftigung, ja Versenkung, die dieser Text erfordert wohl nicht jeder aufzubringen bereit ist. Wer es tatsächlich auf sich nimmt das Geflecht der Handlungsstränge genauer zu untersuchen, wer dem hohen Maß an Dichte und Farbigkeit der lyrisch aufgeladenen Sprache Onettis mit Aufmerksamkeit und Konzentration begegnet - diesem "aktiven" Leser wird leicht aufgehen, dass es sich bei "La vida breve" durchaus um einen der mächtigsten Texte der lateinamerikanischen Literatur handelt, und Onetti eines der größten literarischen Vorbilder für eine ganzen Schriftstellergeneration wurde.

Darüber hinaus sei Onetti jedem empfohlen, der schon von William Faulkner beeindruckt war, da hier zweifelsohne die größten Ähnlichkeiten bestehen. Wer ferner von Phänomenen in der Literatur wie Metalepse beziehunsgweise mise-en-abyme fasziniert ist, der wird wohl nach Cervantes und Borges, was die spanischsprachige Literatur betrifft, schwerlich an Onetti und seinem "metaphysischen Meisterwerk" vorbeikommen.

Fazit: Vermutlich täuscht der Eindruck des niedrigen Preises und des Klappentextes tatsächlich zu sehr darüber hinweg, dass es sich hier nicht etwa um Unterhaltung auf leicht gehobenem Niveau handelt, sondern um anspruchsvolle, harte Literatur. Wer sich generell der moderneren Kunst verschließt, den wird Onetti schwerlich zu einem neuen Anhänger konvertieren können - wer sich dem faszinierenden Abenteuer des Lebens jedoch stellt, den erwartet ein Text, der ihn überreichlich belohnen wird.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Extrem schwierig 10. Januar 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Manche Bücher verschlingt man einfach (auch die sogenannte hohe Literatur), manche Bücher brauchen etwas mehr Zeit und viel Konzentration, um sie erfassen zu können und da gibt es noch die Extremfälle. Onettis "Das kurze Leben" gehört für mich in die letztere Kategorie. Der Autor macht es dem Leser von Beginn an nicht leicht. Schon die Geschichte an sich ist verwirrend genug.
Juan Maria Brausen steckt in einer Lebenskrise, er ist 40, das Leben scheint für ihn keine Überraschungen mehr zu beinhalten, er sieht im langweiligen Lebens - und Ehealltag keinen Sinn mehr und sucht mit zunehmender Verzweiflung einen Fluchtweg. Schließlich beginnt er, ein Drehbuch zu schreiben, erfindet einen Doppelgänger, der alles tut, was Brausen selbst nicht wagt und ein Leben voller Prostituierten, Kriminalität und Drogen führt. Brausen selbst wird immer mehr von seiner Figur angezogen, beginnt selbst dessen Leben zu führen und verliert sich langsam zwischen der frustrierenden Realität und seiner faszinierenden Fiktion, bis weder Figur noch Leser mehr zwischen wahr (was in einem Roman auch immer "wahr" sein mag) und falsch unterscheiden können.
Auf den ersten Blick eine spannende Geschichte über das Verschwimmem verschiedener Realitätsebenen, wenn man das Buch zu lesen beginnt, wird man auch sofort in die Welt der fitkiven Stadt Santa Maria hineingezogen und nimmt fasziniert teil am Verwirrspiel des Juan Maria Brausen. Doch Onetti macht es mit zunehmender Dauer seinen Lesern immer schwerer, bombardiert ihm mit Abschweifungen und Metaphern, bis man selbst keinen Anhaltspunkt mehr hat, welche Figur gerade spricht, denkt oder handelt, unweigerlich schweift man als Leser selbst immer wieder ab, um über das gerade Gelesene nachzudenken, um plötzlich wieder mit einer völlig anderen Situation konfrontiert zu werden.
Die zum Teil vernichtenden Kritiken hier kann ich gut verstehen, jedoch nicht ganz nachvollziehen. "Das kurze Leben" ist ein wirklich extrem schwierig zu lesendes Buch, dessen Zauber und Faszination sich nicht beim ersten Mal offenbart und den Leser nach dem Ende in eine ziemliche Ratlosigkeit entläßt.
Das mag frustrierend sein, spornt zumindest mich jedoch an, es ein weiteres Mal mit "Das kurze Leben" zu versuchen und vielleicht nach mehrmaligem Lesen den Geheimnissen dieses Romans auf die Spur zu kommen.
Wie sagt Gustav Seibt auf dem Schutzumschlag: "Ein zu wenig gelesener Autor."
Ich werde ihn wieder lesen.
Irgendwann.
Versprochen.
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25 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wie man im Vergleich mit dem Nachwort Durs Grünbeins sehen kann, hat sich an der relativen Unbekanntheit Onettis bis heute nichts geändert. Trotz der grandiosen Leistung, die der uruguayische Meisterschriftsteller mit dem Roman "Das kurze Leben" vollbracht hat, ist sein Bekanntheitsgrad im Vergleich mit "Kollegen" wie García Márquez oder Vargas Llosa gleich Null. Der Roman ist aber stellenweise von einer Eindringlichkeit, die den größten Werken der Literaturgeschichte in nichts nachsteht. Deshalb empfehle ich jedem, der an Literatur interessiert ist, die wenigen Schillinge/Mark auszugeben und dafür einige Stunden grandioser und spannender Lesebeschäftigung zu erhalten.
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Abgefahren
Auf dem Cover lockt eine schöne Frau und den Buchrücken ziert ein Ausspruch des großen Kritikers Gustav Seibt: Ein zu wenig gelesener Autor". Onetti, bzw. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Frank Hertel veröffentlicht
Ein brillanter Roman von großer literarischer Kraft
Ich bin mit relativ geringen Erwartungen "in das Buch gegangen", gerade auch, weil ich bereits "Der Leichensammler" aus dem Santa-Maria-Zyklus gelesen habe und sich meine... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von R. K. veröffentlicht
Kicks Ass
Lebensverändernd, umstürzlerisch, ich war nach einem Buch selten so deprimiert und so euphorisch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Mai 2010 von Stefan Frank
Sich selber gnadenlos treu
Onetti, Juan Carlos, Das kurze Leben, 1950 (SZ-Bibliothek 2004)

Man meint in diesem Buch des 1909 in Uruguay geborenen Autors, der auch jahrelang in Buenos Aires gelebt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Juni 2008 von Diethelm Thom
langweilige Selbstgespräche
Aus der Ehe von Juan Maria Brausen ist die Luft draußen. Als die Trennung unaufhörlich näher rückt, beginnt er die Monotonie und Trostlosigkeit seiner Existenz... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2007 von dr_rgne
"Das kurze Leben".....nie wieder!
Umschlag gelesen...müßte ein tolles Buch sein, da andere Bücher der SZ-Bibliothek sehr gut sind...aber was ist denn das??? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. November 2007 von Leseratte
Peinlich
Ach, hätte ich diese Rezensionen vorher gelesen und nicht dem Klappentext vertraut...
Spätestens dieser Satz brachte mich zum Aufgeben: "... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Oktober 2007 von Susi
Welch Qual
Um ehrlich zu sein, das Buch gleicht einem Martyrium. In der Tat wird das Motiv für den Mord an der Hure nicht deutlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2007 von Philipp Boos
wer null oder einen Stern gibt hat von Literatur keine Ahnung
Dieses Buch gehört zu den wichtigsten Büchern, die ich jemals gelesen habe. Die Farbe der Sprache, die Kompexität der Zusammenhänge und der Satzbau ansich haben... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Juni 2007 von Ulrich Derwart
Schade um die vertane Zeit
Wenn man null Sterne vergeben könnte, dann wäre ich hier zum ersten Mal bereit dies zu tun. Dieses Buch ist eine Ansammlung von belanglosem Geschwafel ohne jeden Sinn. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Mai 2007 von Lakewood
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