oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,70 eintauschen?
Das kunstseidene Mädchen: Editionen mit Materialien
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Das kunstseidene Mädchen: Editionen mit Materialien [Taschenbuch]

Irmgard Keun , Thomas Kopfermann , Jens Kapitzky
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Freitag, 17. Februar: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch EUR 5,90  
Taschenbuch, Februar 2004 EUR 6,95  
Audio CD, Audiobook --  
Hörbuch-Download, Gekürzte Ausgabe EUR 6,95 oder GRATIS im Probeabo von Audible.de
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Das kunstseidene Mädchen: Editionen mit Materialien gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,70 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Hinweise und Aktionen

  • Schulbücher & Lernhilfen
    Schnell finden und einfach bestellen. Ob Schulbücher, Lektüren, Lernhilfen oder Sprachlernmaterialien: Alle Bücher rund um die Schule finden Sie im großen Schulbuch & Lernhilfen-Special. Natürlich versandkostenfrei.

Wird oft zusammen gekauft

Das kunstseidene Mädchen: Editionen mit Materialien + Gilgi - eine von uns + Kleiner Mann - was nun?
Preis für alle drei: EUR 25,93

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Gilgi - eine von uns EUR 9,99

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Kleiner Mann - was nun? EUR 8,99

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Klett (Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3123511413
  • ISBN-13: 978-3123511417
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,4 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.921 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über die Autoren

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das kunstseidene Mädchen
OA 1932 Form Roman Epoche Moderne
Das kunstseidene Mädchen, ein typisches Werk der Neuen Sachlichkeit, ist ein Zeit- und Großstadtroman über die letzten Tage der Weimarer Republik. Aus der Sicht einer scheinbar naiv-durchtriebenen Ich-Erzählerin, des kunstseidenen Mädchens Doris, vermittelt Irmgard Keun ein hautnahes Bild der Alltagsmisere einer kleinen Büroangestellten, die ihrem engen Lebenskreis entfliehen will.
Inhalt: Doris arbeitet lustlos im Büro eines Rechtsanwalts. Ihren freudlosen Alltag kompensiert sie mit Tagträumen – sie will ein Filmstar werden – und mit Abendvergnügungen, bei denen sie die Prüde spielt und ihre diversen Bekanntschaften zu Geschenken animiert. Von ihrer großen Liebe Hubert wurde sie enttäuscht; er verließ sie wegen eines reichen Mädchens, versuchte aber sein Verhalten mit moralischen Bedenken ihr gegenüber zu rechtfertigen. Trotz ihrer Jugend macht sich Doris keinerlei Illusionen über die Liebe, die Männer und den Kaufwert der Liebe. Als sie die Zudringlichkeiten ihres Chefs heftig zurückweist, weil er ihr zu alt ist, wird ihr gekündigt.
Eine kleine Stelle als Statistin am Theater scheint die Erfüllung ihrer Kleinmädchenträume zu ermöglichen. Durch Intrigen erhält sie sogar einen Platz an der Schauspielschule und hat großen Erfolg, als sie bei einer Aufführung einen Satz sprechen darf. Doch nach dem Diebstahl eines Pelzmantels, der sie unwiderstehlich anzieht, flieht sie nach Berlin, ohne zu wissen, wie sie dort überleben kann.
Doris wird konfrontiert mit dem Elend der Arbeiterfamilien, mit Prostitution und Brutalität, ist aber fasziniert von der glitzernden Großstadt und zeigt einen nahezu unerschütterlichen Optimismus. Ob als Kindermädchen, ausgehaltene Geliebte eines Fabrikanten oder Gelegenheitsprostituierte, Doris bleibt sich gleich, macht sich nichts vor und wirkt deshalb auf den Leser sympathisch. Ihre Zuneigung zu einem Kriegsblinden, den sie durch das nächtliche Berlin führt und es ihm mit ihren Augen schildert, offenbart ihre große Hilfsbereitschaft und Güte. Als sie Ernst, einen von seiner Frau verlassenen »anständigen« Mann, kennen lernt, freundet sich Doris aus Liebe sogar mit der Hausfrauenrolle an, die ihr sinnvoller erscheint als nichts sagende Büroarbeit. Dass Ernst seine Frau nicht vergessen kann, schmerzt sie. Doris verlässt ihn und benachrichtigt die Ehefrau, um ihm zu helfen. Am Ende sitzt sie im Wartesaal des Bahnhofs und weiß nicht, wohin sie gehen soll.
Aufbau: Konsequent lässt die Autorin die Ich-Erzählerin als fiktive Tagebuchschreiberin in naivem, schnoddrigem, aber klarsichtigem Ton sprechen; die Figur wirkt hierdurch lebendig und plausibel. Mit einer stilistischen Mischung aus Neuer Sachlichkeit und Sentimentalität gelingt es Keun, ihre Leser direkt anzusprechen. Die Handlung ist nicht chronologisch erzählt, doch die Zeitsprünge – Vor- und Rückgriffe – sind leicht nachvollziehbar.
Wirkung: Nach dem Sensationserfolg des ersten Romans Gilgi, eine von uns (1931) hätte Das kunstseidene Mädchen Keun den literarischen Durchbruch bringen können – trotz der vehementen Proteste rechter und konservativ bürgerlicher Kreise. Die nationalsozialistische Kulturpolitik verhinderte jedoch die Etablierung der Autorin auf dem Buchmarkt und zwang sie ins Exil. Heute gilt Keun als Vorreiterin der Frauenliteratur. D. Ma. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Der Mythos der großen Metropole Berlin aus der Weimarer Republik wird hier so lebendig wie fast nirgendwo sonst.« Deutschlandfunk Kultur, Radiofeuilleton »Doris, das kunstseidene Mädchen, hat man schon nach der ersten Seite ins Herz geschlossen. Restlos.« Frankfurter Rundschau »Nie war falsches Deutsch richtiger als bei Irmgard Keun.« Berliner Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


In diesem Buch (Mehr dazu)
Nach einer anderen Ausgabe dieses Buches suchen.
Ausgewählte Seiten ansehen
Buchdeckel | Copyright | Inhaltsverzeichnis | Auszug
Hier reinlesen und suchen:

Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 
(3)

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

 

Kundenrezensionen

32 Rezensionen
5 Sterne:
 (19)
4 Sterne:
 (7)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
4.2 von 5 Sternen (32 Kundenrezensionen)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fritzi Haberlandt ist Doris, das kunstseidene Mädchen, 27. April 2005
Mit Fritzi Haberlandt haben sich wirklich Werk und Sprecher gefunden. Seit einiger Zeit bin ich Hörbuch-Fan und muss sagen, dass sich hier die Vertonung besonders gelohnt hat! Ich habe beim Hören nicht Fritzi Haberlandt vor mir gesehen, sondern die dunkelhaarige, pelzmantelbewehrte junge Doris. Die Art dieses Buch vorzulesen haucht der Ich-Erzählerin Doris wirklich Leben ein. Freude, Trauer, Langeweile, alles wird durch das Vorlesen Fritzi Haberlandts sehr natürlich und fast intim ausgedrückt. Genauso müsste das Mädchen Doris gedacht und gesprochen haben.
Dieses Buch ist auch deshalb sehr interessant, weil es einen guten Eindruck vermittelt, wie das Leben der (einfachen) Bevölkerung kurz vor dem Dritten Reich aussah. Doris trifft auf ihrer Odyssee auf viele verschiedene Menschentypen und damit schafft Irmgard Keun ein Bild der Gesellschaft um 1930. Man erfährt Wünsche und Sorgen und die Überlebensstrategien von (Großstadt-) Menschen in einer von Arbeitslosigkeit und Orientierungslosigkeit gekennzeichneten Zeit.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Glanz!, 15. September 2006
Diese Doris habe ich ins Herz geschlossen, kaum dass ich die erste Seite von Irmgard Keuns "Kunstseidenem Mädchen" umgeblättert habe. Sie erzählt ihr Leben, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, ihre Sicht auf die Welt, und ganz nebenbei, man bemerkt es kaum, blitzt ihr widersprüchlicher Charakter durch: Sie ist gewitzt und naiv zugleich, gewitzt und rührend hilflos, ihre Menschenkenntnis ist stupend, und sie kann eiskalt kalkulieren und ist doch immer wieder warmherzig, und in ihrer schnoddrigen Sprache blitzt mehr als einmal ein wunderbarer Sinn für Poesie durch.
Worum geht's? -- Doris, eine kleine "Tippse" im Anwaltsbüro, träumt davon, "ein Glanz" zu werden. Und dieses Ziel verfolgt sie mit allen Winkelzügen, die sie auf Lager hat. Nur ein Beispiel unter vielen, aber eines der hinreißendsten: Als kleine Statistin noch am heimischen Theater macht sie den hochnäsigen Kolleginnen weis, sie genieße die besondere Protektion des Direktors, mit einem scheinbar achtlos hingeworfenen "Ich kann Leo ja heute abend mal fragen, ob er 'na' gesagt hat" -- denn darum dreht sich grad eine hitzige Diskussion. Diese schwierige Rolle -- der Direktor darf ja schließlich nichts von alledem erfahren -- spielt sie mit Bravour, was u.a. das Gerücht in die Welt setzt, der Direktor besitze drei Pyjamas aus Crepe de Chine mit Rosenmuster...
Aber dann sieht Doris in der Theatergarderobe diesen wunderschönen Feh-Mantel, zu dem sie eine regelrechte Liebesbeziehung entwickeln wird. Sie maust ihn -- und nun wird ihr klar, sie ist eine Kriminelle (sogar in dieser Selbsteinschätzung ist sie rührend), muss vor der Polizei fliehen, und kommt im Berlin der frühen 30er Jahre an, mit all seinem Glanz und all seinem Elend: "Berlin senkte sich auf mich wie eine Steppdecke mit feurigen Blumen". Doris nimmt die Stadt, ihre Poesie und ihre Brutalität, ihre vielen verschiedenen Bewohner aller Gesellschaftsschichten mit allen Sinnen auf: "Es gibt eine Untergrundbahn, die ist wie ein beleuchteter Sarg auf Schienen [...]. Es ist sehr interessant und geht schnell." So geht es los, das abenteuerliche Leben in der Hauptstadt. Mit wenigen Worten charakterisiert sie ihre mehr oder weniger flüchtigen Gegenüber: Es gibt da z.B. eine reiche "Onyxfamilie", das "Pickelgesicht", den "Zwickermann", den "Schmiß"... und dann "das grüne Moos", denn der Mann hat "eine Stimme wie dunkelgrünes Moos".
Doris lernt die Stadt und ihre Bewohner in all ihrer Verschiedenheit kennen schlägt sich wacker durch: als Kindermädchen bei der "Onyxfamilie mit ihren widerwärtigen Kindern", als halbverhungerte Gelegenheitsprostituierte ebenso wie als Geliebte eines spendablen Fabrikanten.
Sie sieht hinter die Fassaden, findet sogar die große Liebe -- aber die beruht nicht auf Gegenseitigkeit, wie sie feststellen muss. Und Kompromisse geht sie nicht ein. Verbittert ist sie nicht, im Gegenteil: Sie versucht sogar hier noch, die Welt ihres vergeblich Geliebten wieder in Ordnung zu bringen. Andererseits: Sie hat ihre Schlüsse gezogen aus ihren Erlebnissen, durchschaut die Situation -- einerseits: "Auf den Glanz kommt es nämlich vielleicht gar nicht so furchtbar an.", lautet ihr Fazit im Wartesaal vom Bahnhof Zoo. Wie es weitergehen wird mit ihr, bleibt offen, doch mehr oder weniger abenteuerliche Pläne hat sie immer noch jede Menge. Doris platzt vor Zuversicht, den Leser plagen mitleidige Zweifel.
Das Faszinierende dieses Romans ist die Sprache, in der er geschrieben ist: Man liest Doris' Tagebuch, und dem vertraut sie ihre Erlebnisse und Überlegungen genau an, wie eine richtige Chronistin. Das tut sie in ihrer ureigenen Sprache -- fernab vom hochdeutschen Standard, aber mit viel Poesie; anschaulicher geht's nimmer. Eine der rührendsten Passagen des Buches ist denn auch die, in der sie dem kriegsblinden Herrn Brenner ihre Sicht schenkt: "Ich packe meine Augen aus -- was sah ich denn noch?" Und dann legt sie los, liefert atemlose Stakkato-Berichte über das ebenso atemlose Großstadtleben. Berlin 1931/32, wie man es noch nie wahrgenommen hat, denn Doris packt nicht nur für den armen Brenner die Augen aus, sondern für jeden Leser.
Ein Kronjuwel der Neuen Sachlichkeit, ein Berlin-Roman der ganz besonderen Art. Ein Glanz!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zeitkritik, Witz, Charme - die 20er leben in diesem Buch!, 30. August 2006
Von 
A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Irmagard Keun stand auf der schwarzen Liste der NS-Zensur, ihr Schaffen galt als "Asphaltliteratur mit antideutscher Tendenz". Um damals in Deutschland weiterhin publizieren zu dürfen, musste man Mitglied in der Reichsschrifttumkammer sein. Doch Keun entschied sich dazu, in ihrem Roman "Nach Mitternacht" schließlich eine düstere Sittengeschichte des dritten Reiches zu zeichnen. Keun verbrachte ihr Exil zunächst in Holland, als der Krieg begann, kehrte sie unerlaubt - aber auch unerkannt - nach Deutschland zurück.
Das klingt nach der Lebensgeschichte einer mutigen, selbstbewussten Frau, nicht wahr?

Solchermaßen chaotisch, aber auch so mutig erscheint auch die freche Heldin Doris aus dem Roman "Das kunstseidene Mädchen". Doris hat ihr Leben als Sekretärin satt; da sie die Avancen des aufdringlichen Chefs nicht erwidert, wird sie entlassen. Sich am Theater verdingend stiehlt sie einen Pelzmantel und flieht nach Berlin. Berlin, in den 20ern ja der Nabel der Welt, glänzt - und Doris möchte eben auch "ein Glanz" sein.
Sie hat sich verabschiedet von romantischer Liebe - sie lebt die Augenblicke, lässt sich von Männern aushalten, benutzt sie auch.

"Hast du micht nicht auch ein bisschen lieb, meine Taube, und nicht nur mein Geld?" fragt er voll Angst - und das rührt mich so, dass ich ihn wirklich ein bisschen lieb habe."

Die Heldin bleibt aufgrund dieser sehr natürlichen Art, ihres Charmes und Esprits aber immer sympathisch.

"Herr Brenner - sehen Sie, man sollte nie Kunstseide tragen mit einem Mann, die zerknautscht dann so schnell, und wie sieht man aus dann nach sieben reellen Küssen und Gegenküssen?"

"Tilli sagt: Männer sind nichts als sinnlich und wollen nur das. Aber ich sage: Tilli, Frauen sind auch manchmal sinnlich und wollen auch manchmal nur das. Und das kommt dann auf eins raus. Denn ich will manchmal einen, dass ich am Morgen ganz zerkracht und zerküsst und tot aufwache und keine Kraft mehr habe zu Gedanken und nur auf wunderbare Art müde bin und ausgeruht."

Insbesondere die unverbrauchte, sehr frische Sprache besticht in Keuns Buch. Dieser unglaubliche Sprachwitz, mit dem die "Berliner Schnauze" soziale und politische Missstände der Zeit entlarvt, lässt einen immer und immer wieder schmunzeln. Der naive Blick der Heldin ist ein rührendes aber manchmal auch schonungsloses Zeitportrait der Weimarer Republik.
Der der Roman ist auch das Portrait einer selbstbwussten jungen Frau - verpackt in eine unglaublich echte, direkte Sprache. Dieses Buch ist sicher noch in 100 Jahren alles andere als angestaubt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
Die neuesten Kundenrezensionen











Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de