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Das kreative Universum - Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog
 
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Das kreative Universum - Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog

 Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Stereo)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: absolut Medien GmbH (Alive)
  • Erscheinungstermin: 4. März 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 83 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • ASIN: 3898485315
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 6.160 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Dokumentation über ungeahnte Schnittstellen von moderner Wissenschaft und Spiritualität.

Kurzbeschreibung

Die Naturwissenschaft gilt heute als die große Wissensautorität, deren Erkenntnisse allgemein, anerkannt und weltweit gefeiert werden. In ihrem Bereich regieren keine göttlichen oder übernatürlichen Kräfte, sondern messbare Phänomene wie Naturgesetze und Moleküle, die - so die Nachfolger Darwins - im Prozess der Selbstorganisation alles Leben geschaffen haben. Andererseits fühlen sich immer mehr Menschen zu spirituellen Weltbildern hingezogen, die ihnen scheinbar umfassendere Sinnhorizonte bieten. Das Interesse für Esoterik, Buddhismus, Anthroposophie, Naturreligionen, Meditation und die Mystik der Weltreligionen wächst von Jahr zu Jahr. Wie sind diese verschiedenen Welten zu vereinbaren? Leben wir in einer Art kultureller Schizophrenie, wo man sich öffentlich zur Evolutionstheorie bekennt, aber privat doch lieber an Engel, Schamanen, Götter und Geister glaubt? Sind die Bilder und Werte der spirituellen Traditionen mit den erstaunlichen Ergebnissen moderner Forschung vermittelbar oder bleiben sie reine Glaubensangelegenheiten? Wir befragen einige der interessantesten Querdenker im Bereich der Naturwissenschaft, ob und wie ein Brückenbau zwischen ihren Disziplinen und spirituellen Fragen möglich ist. Gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, die Raum für die Annahme eines »Göttlichen«, »Heiligen« oder »Transzendenten« lassen? Was bedeuten sie für unsere Zukunft? Eine Reise in die spannende »terra incognita« moderner Naturforschung mit Rupert Sheldrake, Hans-Peter Dürr, Thomas Görnitz, Arthur Zajonc, Stuart Kauffman, John Polkinghorne, Simon Conway, Morris, George Coyne, Wolfram Schwenk, Bernd Rosslenbroich, Wolfgang Schad, Johannes Wirz,Stephan Harding und Joachim Bauer.

Bonusmaterial:
- Informationen zum Regisseur
- Trailer
- Booklet


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zur Zeit (Januar 2011) läuft dieser Film noch in guten Kinos, ist aber direkt beim Vertrieb auch schon als DVD erhältlich. Ich habe mir die DVD angesehen und finde den Film sehr sehenswert. Er schafft es, die Balance zwischen dem s.g. gesicherten Wissen und Spekulation zu waren, ohne in wirre Phantastereien wie in "Bleep" abzugleiten, verkündet aber auch keine dogmatischen Glaubens- und Wissensanschauungen. Die gestellte Frage bleibt letztlich (noch) offen und muss von Jedem für sich selbst beantwortet werden.

Für jemanden wie mich, der sich nun schon seit längerem mit dem Thema einer ganzheitlichen Weltsicht befasst und die Bücher z.B. von Hans-Peter Dürr und Rupert Sheldrake gelesen hat, enthält der Film nicht wirklich Neues. Es sind vielmehr die Denkanstöße, die den Film für mich interessant machen, auch von mir inzwischen lieb gewonnene Gewissheiten noch einmal zu hinterfragen. Und natürlich sind die Gedanken, wie man von der dualistischen Auffassung, der Trennung von Geist und Materie wieder weg kommt nicht zu Ende gedacht, wird dieses Denken doch durch die in unserer Gesellschaft tief eingegrabenen Glaubensdogmen der Religionen und Wissenschaften und ihren Vertretern ständig bekämpft.

Ein wesentlicher Aspekt wird nach meiner Auffassung auch in diesem Film ausgespart und nicht weiter thematisiert: Welche Erkenntnisfähigkeit besitzt unser Bewusstsein? Das, was wir wahrnehmen, ist nicht zwangsläufig das, was Ist. Sowohl unsere äußere wie innere Wahrnehmung sind offensichtlich begrenzt, im wesentlichen durch unsere Körperlichkeit. Aber auch unsere geistigen Fähigkeiten und unsere Intuition sind durch unsere Individualität subjektiv bestimmt. Dieses wird in einigen Äußerungen der Wissenschaftler auch sehr deutlich, wenn es z.B. um die Vorstellbarkeit eines nicht fein abgestimmten Universums geht - hier stoßen einige an ihre eigenen Grenzen. So bleibt die Frage, ob wir eben nur genau diese "Feinabstimmung" innerhalb eines chaotischen Rauschens selektiv wahrnehmen unerörtert und auch das in dem Film eröffnete erweiterte Gesichtsfeld anthropomorph, und zwar nicht nur als menschliche Sicht, sondern zuweilen sogar anthropozentrisch, auf den Menschen als vorgeblich Höchstes in der Entwicklung des Lebens fixiert. Da waren schon einige der griechischen Philosophen weiter.

Auch die mit im Zentrum des Films stehende Ästhetik sollte die Frage aufwerfen, in wie weit diese Schönheit nur im Auge des Betrachters entsteht. Und spätestens seit Kant kommen wir auch an der Frage der apriorischen Anschauungen unser Sinneswahrnehmungen - Raum und Zeit - nicht mehr vorbei. Ist es unser Bewusstsein welche die Vorstellung von Raum und Zeit generiert um überhaupt etwas wahrnehmen zu können? Sehr interessant ist Hüsser in diesem Zusammenhang: Es ist der Mensch, der Anfang und Ende setzt. Nur wenige können sich entsprechend von der Vorstellung eines (von Was oder Wem auch immer ausgelösten) Urknalls lösen - freilich nur unter Umgehung der Frage nach dem, was vor dem Urknall war und was außerhalb des expandierenden Universums ist. Eben wegen dieser Unvorstellbarkeit ziehen wir Grenzen in Form von Raum und Zeit um überhaupt eine Vorstellung haben zu können. Aber Raum und Zeit sind deshalb keineswegs reale Größen, sie sind nur unser Vergleichsmaßstab, damit wir in dieser Welt zurechtkommen. Könnte es also nicht sein, dass Alles prinzipiell völlig offen, unbestimmt und unbegrenzt ist? Dieses ist auch eine Position in dem Film - nur denke ich, es ist noch viel radikaler als wir es uns vorstellen. Wir erkennen vermutlich nur den für uns erkennbaren Teil einer Realisation von unendlich vielen Möglichkeiten. Und so kann ich es nur mit Karl Popper halten - Alles ist nur Vermutung!

Dennoch kann ich der in dem Film nicht nur implizit geäußert These folgen, unsere Fixierung und Reduzierung auf eine materialistische Weltanschauung, auf Wirtschaftswachstum und globalen Handel aufzugeben. Mit dieser Anschauung sind wir dabei, die Probleme der Menschheit zu verschärfen anstatt sie zu lösen. Gleichzeitig müssen wir uns aber auch von dem überholten Gottesbild eines Herrn und Herrschers über uns befreien, egal wie gnädig und tröstend wir ihn uns vorstellen - es ist eben auch genau dieses Gottesbild, welches zu den Grausamkeiten der Kriege und Terror verleitet, indem Menschen ihrem Gott die Eigenschaften eines Richtenden und Bestrafenden zumessen, dessen auserwähltes Volk sich in dem Recht glaubt einen heiligen Krieg gegen "Un- und Falschgläubige" zu führen - ein Phänomen aller, sogar nicht nur der monotheistischen Religionen. Wir müssen die willkürliche gedankliche Trennung von Geist und Körper, von Gott und Welt tatsächlich überwinden. In sofern sollten wir "Gott" aus seiner Verbannung jenseits von uns und des Universums befreien und in Frieden bei all den alten Göttern ruhen lassen. Denn anstatt uns Götter und Götzen zu erschaffen müssen wir wieder eine neue Demut gegenüber diesem Wunder der Welt in der wir Leben entwickeln. Nur eine solche Haltung kann uns wirklich eine lebenswerte Welt gestalten lassen - und wie ich meine sogar unabhängig davon, ab wir in dem Universum eine Allem innewohnende Kraft wähnen, und ob wir diese nun göttlich, geistig oder kreativ nennen.
Diese Überzeugung hat der Film in mir bestärkt.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
SCHÖNHEIT und WIRKLICHKEIT 7. Februar 2011
In dem großartig gemachten Kinofilm lässt Rüdiger Sünner kreative Querdenker unserer Zeit zu Wort kommen, die alle auf verschiedene Weise ihre Demut vor der Schöpfung zum Ausdruck bringen: der Neurobiologe und Psychiater Joachim Bauer, der Astronom, Theologe und Jesuit George Coyne, der Quantenphysiker und Friedensnobelpreisträger Hans-Peter Dürr, der Quantenphysiker Thomas Görnitz, der Biologe und Ökologe Stephan Harding, der Biowissenschaftler Stuart Kauffman, der Paläontologe Simon Conway Morris, der Teilchenphysiker und Theologe John Polkinghorne, der Evolutionsbiologe Bernd Rosslenbroich, der Evolutionsbiologe Wolfgang Schad, der Gewässerbiologe Wolfram Schwenk, der Biologe und Naturphilosoph Rupert Sheldrake, der Molekularbiologe Johannes Wirz, der Quantenphysiker Arthur Zajonc.
In unserem Alltag geben wir uns meist mit dem ersten Blick zufrieden. Unser Geist macht sich daraufhin seine Bilder der Welt, ordnet sie in seine Verzeichnisse und unterscheidet sie nach den wenigen Kriterien, die er wahrnehmen konnte. Er hat nicht die Fähigkeit, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. Hans-Peter Dürr unterscheidet sehr präzise zwischen 'Realität' und 'Wirklichkeit'.
Was wir als 'die Welt' ansehen, basiert auf den Informationen, die wir über unsere Sinnesorgane aufnehmen, in unseren Geist abspeichern und dann für wahr halten. Wahrheit und Wirklichkeit hängen eng miteinander zusammen (im Lateinischen gibt es für diese 2 Begriffe ein einziges Wort: veritas).
Dieses Erkennen der Wahrheit oder Wirklichkeit ist frei von jeglichen Bildern. Sonst lebe ich in der Welt von Imagination, wo ich mir ein persönliches Bild mache, das ich im schlimmsten Fall auch noch verehre; z.B. die Anbetung und Verherrlichung von Gottesbildern in Kirchen oder Tempeln. Das ist purer Götzendienst. Das hinter jedem Bild liegende und verborgene Geheimnis ist die Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt. Dann vollzieht sich der Schritt von der Ein-Bildung zur Wahr-Nehmung. Alle unsere Wahrnehmungen sind normalerweise von unterschiedlicher Natur. Wir sehen etwas an, und dies ist dann ein Objekt der Wahrnehmung durch unsere Augen. Und wir selbst sind dessen Betrachter. Bei diesem Vorgang entsteht in unserem Geist eine Wahrnehmung, das Bild des Objekts, des Gegen-Standes. Subjekt und Objekt hängen gegenseitig voneinander ab. Das eine ist sowohl Ursache als auch Bedingung für das jeweils andere. Unser Geist schaut in der Regel auf eine einzelne Erscheinung. Er kann sie aber nicht in ihrer ganzen Wirklichkeit erkennen. Mit unseren Sinnes-organen bereiten wir uns selbst Informationen von unserer Wahrnehmung. Wenn ein Glas halb voll bzw. halb leer ist, bin ich selbst der Informant über meine Wahrnehmung. Die angeschaute Wirklichkeit informiert mich nicht. Die offenbarte Wahrheit lässt sich nicht in halb voll oder halb leer aufspalten, je nach Geschmack des Betrachters. Dies ist der Bereich von Dualität, den es zu überwinden, zu transzendieren gilt.
In dem Film ist oft die Rede von 'Gott' und 'Geist', jeder Wissenschaftler hat seine sehr überzeugende Interpretation. Das Mysterium von Schönheit und Wirklichkeit durchdringt diesen einzigartigen Film.

Roland R. Ropers
Religionsphilosoph & Publizist
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas Schmelzer TOP 500 REZENSENT
Der unabhängige Filmemacher Rüdiger Sünner, der diesen Film quasi im Alleingang gemacht hat (Buch, Regie, Kamera, Schnitt), schuf eine wundervolle ruhige, philosophische Reise durch verschiedene Welten und Theorien innovativer Wissenschaftler, die sich für ein erweitertes und wieder mehr der Natur angepasstes Weltbild einsetzen.

Er beginnt mit Fakten aus der Presse, dem "Gotteswahn", dem "Kampf gegen den Terror", der Suche nach dem Gottesteilchen in Cern. Nach und nach kommen wichtige Vordenker und Experten zu Wort, die sich einem vertiefteren Weltbild verpflichtet fühlen. Erfreulicherweise sprechen sie alle im Original mit Untertiteln, unterlegt jeweils mit wundervollen Bildern aus Natur und Forschung, die das Gesagte unterlegen.

Wir alle sind aus Sternenstaub, sind eigentlich alle fließende Energie und mit allem verbunden. Ohne Kooperation gäbe es unsere Natur gar nicht - und irgendwie scheint die Schöpfung nicht nur aus dem Zufall entstanden zu sein. Wer oder was aber schuf diese Strukturen? Ist es die noch nicht entdeckte physikalische Kraft der Information, die alles "In Form" bringt? Allein die Schönheit von Schneeflocken oder das Wunder eines sich selbst organisierenden Vogelschwarms zeigt, dass nicht nur der Stärkere zu gewinnen scheint. "Die schiere Vielfalt des Lebendigen geht über die blasse Überlebensnotwendigkeit weit hinaus", so ein Zitat aus dem Film. Gibt es also ein kreatives Prinzip in der Natur, wie Joachim Bauer meint?

Gerade durch die ruhige Erzählart lässt der Film Raum zum Nachdenken und erreicht so eine erstaunliche Tiefe. Sehr zu empfehlen!!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Mich hat er sehr fasziniert.
Ein toller Film, der sich mit der Evolution und der Entstehung des Weltalls wissenschaftlich, ABER auch christlich-theologisch auseinander setzt. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von T. Heuser veröffentlicht
ein Kosmos, der uns viel näher ist als wir meinen
Rüdiger Sünners ist es gelungen grossen Fragen in der Form eines ansprechenden, inteligenten und berührenden Dokumentarfilms zu begegnen. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Tom Steininger veröffentlicht
Das kreative Universum
Der Autor und Filmemacher Rüdiger Sünner, der schon in seinen bisherigen Arbeiten das weite Feld der Mythenforschung in überzeugender Manier zu beackern wußte,... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Arvid Dittmann veröffentlicht
Aussergewoehnliche Reise ins Mysterium des Lebens
Dieser Film von Ruediger Suenner loeste in mir etwas aus, was ich als spirituelle Erfahrung bezeichnen kann - die Erkenntnis, wieviel wir (noch) nicht wissen, und welche Mysterien,... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von uli veröffentlicht
Grenzenüberschreitende Naturwissenschaft aus erster Hand
Der Berliner Filmemacher Rüdiger Sünner bereichert seit Jahren die Landschaft des deutschen Dokumentarfilms. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Martin Weyers veröffentlicht
Enttäuschend
Das Thema ist sicher spannend aber man hätte in der Aufbereitung mehr daraus machen könne. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von A. Christine veröffentlicht
Guter Ansatz, schlechte Umsetzung
Der Ansatz ist interessant. Aber inhaltlich bleibt der Film an der Oberfläche. Wer eine detaillierte Auseinandersetzung mit der kosmischen Evolutionstheorie erwartet, wird... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Haeppi777 veröffentlicht
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