...Auch wenn Erkenntnisse, dass in Russland ohne Korruption als Lebensstil fast nichts funktioniert, keinen allzu großen Neuigkeitswert haben, für alle lesenswert, die sich zum ersten Mal mit dem Thema Menschenrechte in Putins Reich beschäftigen wollen. Denn hier legt die Autorin ihren Finger in die Wunde Russlands.
Sonst aber: durch Informationen über den Anteil der Schattenwirtschaft, deren Anteil 2002 auf 50 Prozent des Bruttoinlandsproduktes angewachsen sei, während er in Europa meist "nur" bei fünf bis zehn Prozent liegt, wirkt das Buch durchweg zu trocken und nüchtern. Mehr Plastizität wäre angebracht gewesen. Gerade bei diesen teils lebensbedrohenden Themen.