Bulwer-Lytton lässt zwei Männer durch einen tiefen Schacht in ein von unserer Zivilisation bisher unerforschtes Erdreich fallen. Der eine Mann stirbt, der andere erählt in der Ich-Form seine Begegnung mit dem Volk der Vril, die tief unter der Erde ein harmonisches Dasein fristen, ohne Neid, Geldgier und anderen Lastern. Ein Leben in perfekt erschaffener, aber auch langweiliger Einigkeit. Nach und nach entdeckt der Ich-Erzähler, dass jene Welt der unseren weit voraus ist, und auch, dass die Welt des Vril durchaus ihre Schattenseiten hat. 1870 geschrieben, markiert dieser nur 200 Seiten umfassende Roman Bulwer-Lyttons den Startschuss zur Kategorie Sience Fiction in der Literatur. Die Vril-Leute leben länger, zufriedener und gesünder als wir. Die Vril-Leute sind intelligenter. Amüsant ist die Schilderung, dass bei den Vril die Frauen den Männern überlegen sind und ihre Emanzipation längst hinter sich haben - ein erstaunlicher Gedankengang, wenn man bedenkt, dass dieses Buch bereits 1870 geschrieben wurde, als Frauenrechtler erst noch erfunden werden mussten.