Zunächst einmal kann man die ganzen magischen Hinweise ausblenden und hält dann ein Buch in Händen, welches mit vielen Tipps für (fast) alle Lebenslagen aufwartet. Die Autorin sieht diese Tipps als nicht abschließend und allgemein gültig an. Sie selbst ermuntert zum Experimentieren und Abwandeln. Der Leser soll nicht stumpfsinnig die Hinweise nachmachen und sich dann wundern, dass sie nicht funktionieren, sondern sich auf seine eigene Art und Weise damit auseinander setzen und aus den vielen Möglichkeiten den ganz individuellen Weg finden, den jeder Mensch zu beschreiten hat.
Betrachtet man aus diesem Blickwinkel die ganzen magischen Ausführungen, dann wirkt vieles nicht ganz so abwegig, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Somit kann auch der skeptische Magiekritiker durchaus einen Blick in das Buch werfen und wird erstaunt feststellen, dass Zauberei alltagstauglich sein kann, wie auch das eingangs erwähnte Beten bestätigt, welches jeder Mensch gleich welcher Glaubensrichtung praktiziert.
Die Autorin macht es dem Leser dabei sehr leicht, ihren Gedanken zu folgen. Sie verwendet eine klare, eindeutige Sprache. Oft erklärt Claire auch mit einem Augenzwinkern, was sich nun eigentlich hinter esoterisch hochstilisierten Aussagen verbirgt und zwar so, dass es auch jemand versteht, der sich im Metier nicht so gut auskennt. Dabei geht sie bei den angesprochenen Themen mit der Zeit und spricht bei der Lieben auch die gleichgeschlechtliche an. Auch Mobbing ist ihr nicht fremd und sie gibt dazu Hinweise.
Zwar befinden sich im Buch bis auf wenige Grafiken keine Bilder, doch passt der Zierrand aus Blätterranken sehr gut zu den Themen und nach einigen Seiten möchte man ihn nicht mehr missen, da er doch den Text erheblich auflockert.
Fazit: Auch wer keine Meinung zum Thema Magie hat, hat doch Alltagsprobleme, die hier angesprochen und auf sehr unkonventionelle Art und Weise behandelt werden. Einen Versuch kann es wert sein.