Trotz des angestaubt wirkenden Titels eines der lesenswertesten Bücher von Berte Bratt: Nicht lange nach Ende des zweiten Weltkriegs kommt die verwaiste Ingrid als Hausmädchen aus dem (armen) Deutschland ins (wohlhabende) Kopenhagen, wo sie ziemlich übel behandelt wird (Die Parallele zum Schicksal mancher osteuropäischer Au-Pair-Girls in unserer Zeit sorgt für eine bedrückende Aktualität). Zufällig wird sie von der Malerin Inge aufgesammelt; und weil es ein Buch für Jugendliche ist, und weil es ein Berte-Bratt-Buch ist, geht nach einigen Irrungen und Wirrungen am Ende alles gut aus (was kein Fehler ist). Insgesamt, wie gesagt, eines der lesenswertesten Berte-Bratt-Bücher, schon weil es in einer nicht ganz zu heilen und perfekten und gerade daher nicht unrealistischen Welt spielt.