Dieses Tarotdeck zeichnet sich nicht nur durch die beeindruckenden und farbenfrohen, typisch keltischen Zeichnungen aus, sondern vor allem dadurch, dass es im Gegensatz zu vielen anderen Decks vollkommen auf christliche, jüdische, hebräische, kabbalistische oder sonstige nicht dem vorchristlichen Europa entstammende Symboliken verzichtet. Das macht es zu einem ganz eigenen Erlebnis und zu einer Einführung in die Ursprünge unserer mitteleuropäischen Kultur. Auf intuitive Weise vermittelt dieses Tarotdeck eine Einführung in die (insel-)keltische Legende und Symbolik, die sich auch dann wirksam vor dem eigenen Auge entfaltet, wenn man damit noch nicht vertraut ist. Kenner der keltischen Mythologie wiederum werden viele wunderbare Anspielungen und von einer Karte zur nächsten fortgeführte Entwicklungen entdecken, die das Deck zu einem ganz eigenen Abenteuer machen. Die zeichnerische Qualität ist durchweg gut, bei einigen Figuren jedoch etwas schwierig (so scheint mir die Hohepriesterin zum Beispiel deutlich magersüchtig zu sein). Das sind jedoch einzelne Ausrutscher, die durch die typisch keltische Farbenpracht und Intensität des Decks auf jeden Fall wieder wett gemacht werden. Dieses Deck ist für jeden Menschen einen Versuch wert, der schon lange nach "etwas Anderem" in diesem Bereich sucht und eine Affinität zur keltischen Mythologie verspürt!