Wie im ersten Band, Tartan und Schwert, versteht es Jules Watson, eine Geschichte zu erzählen, die einen tief in den Sog der Abhängigkeit zu ziehen versteht.
Nachdem ich den ersten Band förmlich verschlungen hatte, musste ich den zweiten sofort haben und als ich ihn schließlich mein Eigen nennen konnte, zögerte ich keine Sekunde, mit dem Lesen zu beginnen.
Wieder wurde ich nicht enttäuscht.
Das Buch spiegelt den verzweifelten Kampf gegen die römische Unterdrückung wieder. Friedliebende Menschen, die nichts anderes kennen, als ihren alltäglichen Arbeiten nachzugehen, sind aufeinmal gezwungen, Heim und Herd zu verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Römer rücken immer näher und lassen eine Spur der Verwüstung hinter sich.
Inmitten dieses Chaos' erblüht die Liebe zwischen Rhiann und Eremon endlich gänzlich und sie beginnen sich mit Vertrauen und Treue beizustehen. Seite an Seite warten sie auf den entscheidenden Kampf, voller Hoffnung, Vorfreude, aber auch fürchterlicher Angst, den Rhiann trägt Eremons Kind unter dem Herzen und mit einem Mal ist ihr der Kampf um den Preis von Tod und Zerstörung nichts mehr wert...
Wer einmal damit angefangen hat, kann das Buch nicht mehr schließen. Jules Watson zog mich mit dieser Geschichte mitten ins Geschehen. Die Gefühle der einzelnen Personen werden super dargestellt und man kann sich in jeden einzelnen Charakter hineinversetzen.
Der Kampf und die einzelnen Handlungen sind detailreich beschrieben, sodass man alles vor seinem inneren Auge sieht.
Wieder muss ich an dieser Stelle aber auch die Übersetzerin, Nina Bader, loben, die mit ihren Worten ein Meisterwerk erschaffen hat.