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Wer Yoga als Ganzes zu verstehen lernt, weiß das mehr dazu gehört als die körperlichen Übungen (Asanas), Meditation und ihre Entspannungs- und Atemtechniken (Pranayama).
Tatsächlich wird immer wieder vergessen, das Yoga eine ganzheitliche Lebensphilosophie ist, die nur zu einem Teil aus den bekannten körperlichen Übungen besteht. Anfangs war es noch verständlich, das man die Yoga-Prinzipien für den Westen vereinfacht werden mussten, um den Westlern überhaupt den Zugang in dieser Lebensführung zugänglich zu machen. Ich denke jedoch, das wir hier mittlerweile genug über östliche Philosophien gelernt haben um diese Wege auch einen gewaltigen Schritt weiter zu gehen und damit auch den ganzen, jahrtausende alten Nutzen ziehen zu können.
Hierzu gehört auch als eines der wichtigsten Elemente: Die Ernährung. Was hierzulande heißt: Du bist was Du ißt, ist im Prinzip eine alte yogische Ernährungsgrundlage.
Ein Yogi ißt nichts, was verwesen kann, was faule, unreif oder überreif oder sonstwie ungesund ist (z.B. Eier, Kaffee, schwarzer Tee, weißer Zucker, Weißmehl, Weißbrot).
Nahrung soll dazu dienen den Körperauf einfachem Wege Energie und geistige Wachheit zuzuführen. In jedem Fall wird die Ehrfurcht vor dem Leben nicht verletzt und keine Tiere getötet.
Dieses großformatige Rezeptbucht mit viele farbigen Abbildungen stellt eine Vielfalt internationaler Rezepte von Yoga-Köche der ganzen Welt vor. Vom Frühstück bis zum Abendessen, über sattvische Naschereien bis hin zu Menüvorschlägen gibt es eine Vielzahl von leckeren, gesunden und durchgehend vegetarischen Rezepten mit konkreten Rezeptangaben zum einfachen zubereiten. Kleine Hinweise ergänzen die einzelnen Bereiche und hier und da findet man auch eine kleine Geschichte zur Entstehung des Gerichtes, zum Koch oder zum jeweiligen Ashram, was diesem Kochbuch eine persönliche Note gibt.
Neben einer Einführung zum Thema Sivananda-Yoga und Ernährung findet man auch Hinweise zum Fasten und ein Glossar, das dem Unkundigen Begriffe wie Agar Agar oder Tamari die Angst vor allzu exotischen Zutaten nimmt. Alle Zutaten sind problemlos in hiesigen Bio- oder Asia-Läden erhältlich, aber auch im Buch werden einige Bezugsquellen genannt.
Ein tolles Rezeptbuch für alle, die sich gesund und vegetarisch ernähren wollen, und ihrem Körper im wahrsten Sinne etwas gutes tun wollen.
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