Die Ärztin Ingeborg Hesse-Nowak hat ein sehr gutes und sehr hilfreiches Buch über Ihre spirituelle Reise nach innen geschrieben. Der Bericht führt den Leser vom Schwarzwald nach Mexiko zu den Mayas, wo sie erstmals eine körperliche spirituelle Erfahrung macht. Bei ihrer dann folgenden Suche nach Gott begegnet sie Sai Baba, einem indischen Avatar. Dieser macht ihr deutlich, dass die großen Weltreligionen alle dieselbe Wahrheit erklären. Er fordert sie auf das überstarke "Ego" zu erkennen und sich selber zu erforschen. Der Mensch müsse dabei zwei Wissensgebiete erforschen: Das Wissen von der Welt, vom manifestierten Universum, das uns erlaubt, unser Leben in Familie, Beruf und Alltag mit seinen Pflichten und Bedürfnissen zu führen. Das zweite Wissen betrifft die "andere Welt", die unsichtbare Präsenz Gottes, die die so wichtige Frage, wer bin ich? einschließt und auch auflöst.
Die Autorin kehrt von Indien nach Deutschland zurück und versucht aus dem "Gefängnis" der Gewohnheiten und Vorstellungen auszubrechen. Was zu erheblichen Problemen führt, bis sie sich auf den Zen Weg begibt. Sie erkennt, das Ego bleibt immer das Ego, Gedanken bleiben Gedanken, Vorstellungen sind Vorstellungen, Gefühle sind Gefühle. Alles kommt und geht auch wieder, so wie an der Oberfläche des Ozeans Wellen entstehen und wieder vergehen.
"Zen" lehrte sie dem gewöhnlichen Alltag mit großer Achtsamkeit zu begegnen, in jedem Augenblick völlig präsent zu sein. Alle Vorstellungen und Bewertungen einfach wegfallen zu lassen.
Willigis Jäger, eine Benediktinerpater und Zen Meister, zeigte ihr, dass ihre äußere Suche beendet war, als alle ihre "Ichvorstellungen" zerbrachen. Es gab nichts zu suchen sondern nur die Feststellung: "Alles geschieht im JETZT." Wie Frau Hesse-Nowak ihre äußere Suche beendete und was sie dann erkannte, erfahren Sie in dem Buch.
Zitat aus dem Buch:
Die zur Wahrheit wandern
wandern allein.
Keiner kann dem anderen
Weglernender sein.
Selbst der Liebste ringt
irgendwo fern...
Christian Morgenstern