Vor laufender Kamera fällt die Moderatorin einer TV-Talksendung tot um, nachdem sie einen Schluck Wasser getrunken hat. Beschuldigt wird Asta, die für die Requisite der Sendung verantwortlich ist. Ihre Verteidigung übernimmt Stella Blomkvist, die sich auf die Suche nach dem wahren Täter macht und dabei in höhere Gesellschaftsschichten vorstößt.
Nach den Schweden und den Norwegern sind jetzt also die isländischen Krimiautoren auf dem Vormarsch. Eines zumindest lernt man über Island aus diesem Buch: Auch dort hängt man die Kleinen und lässt die Großen laufen, und Justiz, Wirtschaft und Medien sind miteinander verhakelt, benutzten sich gegenseitig, fügen einander aber auch kein Leid zu.
Stella Blomkvist - Pseudonym des Autors und Name der Protagonistin - ist Rechtsanwältin. Von Typ und Charakterisierung her gleicht sie amerikanischen Privatdetektivinnen - furchtlos, schnodderig, gerechtigkeitsliebend, immer bereit, den geraden Weg in die Höhle des Löwen zu wagen, auch wenn sie sich dort eine Abfuhr holt oder, im schlimmsten Fall, lebensgefährlich bedroht wird.
Die Krimihandlung ist relativ einfach gestrickt, entspricht gängigen Vorurteilen über Privatbeziehungen und Drogenkonsum von Medienstars, Borniertheit von Polizisten und Hintertriebenheit von Ganoven.
Ein flott gelesener Roman ohne viel Tiefgang oder Hintersinn, amüsant ohne lang im Gedächtnis zu bleiben.