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Das heilige Fest
 
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Das heilige Fest (Taschenbuch)

von Fritz Steinbock (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Verlag Daniel Junker; Auflage: 1 (12. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938432004
  • ISBN-13: 978-3938432006
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 17 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 454.181 in Bücher (Die Bestseller Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Traditionelles germanisches Heidentum ist auch in heutiger Zeit – wie in den Tagen der alten Germanen und Wikinger – kein theoretischer Glaube, sondern eine Religion ritueller Praxis. In unseren Ritualen feiern wir den Kreislauf der Natur und des Lebens, danken den Göttern für ihre Gaben, begegnen ihnen und feiern mit ihnen ein heiliges Fest. Fritz Steinbock (Asfrid, ORD) ist Journalist und Schriftsteller, Gründungsmitglied und zweiter Vorsitzender der traditionellen Heidengemeinschaft Odinic Rite Deutschland e.V. (ORD) und als ihr „Ewart“ der Hauptverantwortliche für ihr Ritualwesen. Er beschreibt nicht nur die jahreszeitlichen Feste des ORD, die Feiern zu Geburt, Mündigkeit, Hochzeit und Bestattung, Rituale zu Ehren einzelner Götter und für verschiedene Lebenssituationen, Gebete, Weihungen und vieles mehr in praktischen Beispielen mit alten und neuen Texten, sondern erklärt auch die Geisteshaltungen und Motive, die hinter den Ritualen stehen, und gibt so einen Einblick in Wesen und Geist des germanischen Heidentums insgesamt. Denn der Geist heidnischer Religion ist der Geist des Rituals.


Auszug aus Das heilige Fest : Rituale des traditionellen germanischen Heidentums in heutiger Zeit von Fritz Steinbock. Copyright © 0. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Einführung

Rituale sind das traditionelle Herzstück des Heidentums. Es ist keine dogmatische Religion, die den Glauben an ihre Lehren in den Mittelpunkt stellt, sondern eine lebendige Beziehung zu den Göttern, der Natur und allem Heiligen, die sich tätig verwirklicht. Es ist nicht Theorie, sondern Praxis. Heide sein heißt das Heidentum auszuüben.
Im germanischen Heidentum, das heute auch Ásatrú oder Asatru (Göttertreue) und Forn Siðr oder dänisch Forn Sed (Alte Sitte) genannt wird, ist das nicht ganz einfach. Eine einheitliche Ritualpraxis gab es schon in alter Zeit ebenso wenig wie Dogmen und Lehrsätze. Jedes Volk, jeder Stamm, ja bisweilen jedes Dorf und jede Sippe hatte besondere Bräuche, um mit den Göttern in Beziehung zu treten, sie zu verehren und sich ihren Segen zu sichern. Überliefert sind sie, wenn überhaupt, nur in Bruchstücken. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Wer es nicht wahrhaben will und behauptet, er könnte sie vollständig rekonstruieren, ist ein Träumer oder Scharlatan. Wie in alter Zeit muss auch heute jede Heidengemeinschaft ihre eigene, auf eigener Einsicht beruhende Ritualpraxis entwickeln.
Jede Darstellung germanischer Rituale von heute kann sich daher nur auf die Praxis einer bestimmten Gemeinschaft berufen und muss dies auch klar deklarieren. Die vorliegende zeigt die Praxis des Odinic Rite Deutschland e.V. (ORD), einer Gemeinschaft mit der programmatischen Selbstbezeichnung „traditionelles germanisches Heidentum in heutiger Zeit“, die den Autor zu ihrem Ewart, dem Hauptverantwortlichen für das Ritualwesen, gewählt hat. Eine der Aufgaben, die ich mit diesem Amt übernommen habe, war die Erstellung eines Ritualbuchs, das die in vielen Jahren gemeinsam entwickelten, bisher nie schriftlich fixierten und nur in der Praxis selbst weitergegebenen rituellen Traditionen des ORD sammelt und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich macht – einerseits als Anleitung für unsere Mitglieder, andererseits aber auch für Außenstehende, die germanische Rituale kennen lernen, das eine oder andere für sich entdecken oder sich schlicht informieren wollen, welche es gibt, was wir dabei tun und natürlich auch, was dahinter steckt.
Ich habe dieses Buch daher in drei Teile gegliedert und dem praktischen, der den Großteil des Umfangs ausmacht, einen kurzen Teil über Wesen und Sinn von Ritualen voran gestellt. Er ist so konzipiert, dass er Außenstehenden auch als allgemeine Information über den Geist des germanischen Heidentums dienen kann. Für praktizierende Heiden ist er zum Verständnis des Hauptteils nicht unbedingt nötig, kann ihnen aber helfen, ihr theoretisches Wissen darüber zu vertiefen, was das germanische Ritual überhaupt ist, welche Hintergründe die einzelnen Riten haben und welche Formen es gibt und in alter Zeit gab. Auch auf historische Ritualformen, die wir heute ablehnen, muss eingegangen werden, um den Sinn zu erläutern, den sie im Leben unserer Vorfahren hatten, und dadurch Irrtümern vorzubeugen, die das Verständnis für unsere Religion trüben könnten.
In den praktischen Teilen stelle ich, ausgewählt aufgrund einer Umfrage unter Mitgliedern und Freunden des ORD, die vier Feste im Jahreslauf, die Lebenskreisfeste und einige Rituale für bestimmte Zwecke vor. Ich habe dafür kurz gehaltene Texte verfasst, die für sich allein genommen vollständig sind, aber mit zusätzlichen Elementen ergänzt werden können. Wo es welche gab, habe ich dabei historische Texte verwendet, die im Anhang auch in der Original-sprache wiedergegeben sind. Ein Glossar der verwendeten altsprachlichen Begriffe und „Fachausdrücke“ ist ebenfalls im Anhang zu finden.
Teil drei des Buches ist dem Odinic Rite Deutschland selbst gewidmet und erläutert seine Position in der modernen Heidenbewegung und die wichtigsten Inhalte, die er vertritt. Das dient nicht nur dazu, ihn Interessierten bekannt zu machen, sondern ist auch eine Art Offenlegung, die das eingangs Gesagte verdeutlicht: Was dieses Buch beschreibt, ist das Ritualwesen einer bestimmten Gemeinschaft, die es in heutiger Zeit aus historischen Quellen und eigener Erfahrung entwickelt hat. Wir berufen uns auf seriöse religionswissenschaftliche Forschungen und überprüfen, ob unsere Rituale mit ihren Erkenntnissen überein stimmen. Insofern können sie als traditionell germanisch gelten: Sie setzen auf heutige Art die rituelle Tradition unserer Ahnen fort. Wir behaupten daher weder, dass unsere Rituale die gleichen wie damals wären, noch dass moderne Rituale, die der germanischen Tradition gerecht werden sollen, nur in dieser und keiner anderen Form abgehalten werden können.
Die Breite und Vielfalt, die schon das religiöse Leben unserer Vorfahren zeigte, gibt uns auch heute eine Fülle von Möglichkeiten. Heidentum ist eine lebendige Religion, die aus uralten Wurzeln kommt, aber stets weiter wächst. Es lässt sich weder auf eine einzige starre Form festlegen, noch darf es museal erstarren. Gerade als traditionelle Heiden bekennen wir uns auch zu sinnvollen Neuerungen, denn Tradition heißt nicht Festhalten am Vergangenen, sondern am zeitlos Gültigen, das neue Gegenwart werden muss. Lasst uns nicht die Asche anbeten, sondern das Feuer am Brennen halten!


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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Standardwerk für germanische Heiden, 26. November 2004
Von Ein Kunde
Fritz Steinbock hat mit seinem Erstling einen großen Wurf gelandet. Erstmalig gibt es für den deutschsprachigen ein Praxisbuch für Heiden, dass sich ausschließlich der germanischen Tradition widmet. Positiv fällt dabei auf, das der Autor sich ausschließlich auf die Erkenntnisse der Archäologie und der wissenschaftlichen Forschung bezieht, wenn er Rituale zu den verschiedensten Bereichen vorstellt. Es findet also kein Bedienung im esoterischen Supermarkt statt und auch der Raum der Spekulation wird links liegen gelassen. Es bleibt eine gute geschriebene Anleitung für die praktische Arbeit. Die vorgestellten Rituale verstehen sich dabei als Anregungen und nicht als Dogma. Der Leser wird aber auch animiert, eigene Rituale zu entwickeln. Wer sich für die germanische Tradition im positiven Sinne interessiert kommt an diesem Buch nicht vorbei. Daher auch die 5 Sterne.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Rituale des ORD, 8. Januar 2005
Manchmal frage ich mich, was gewisse Leute haben, wenn sie eine Rezession schreiben. Nun liegt das Buch von Fritz Steinbock auch mir endlich vor! Nirgends in dem Buch wird geschrieben, dass es sich um rekonstruierte Rituale des germanischen Altertums oder der nordischen Völker handelt. Ich finde es ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, nicht nur die Rituale des ORD kennenzulernen, die eh nur Vorschläge sind, weil der Autor, der mir persönlich bekannt ist, dies auch bei jeden Ritual in fetter Schrift schreibt "Vorschlag für ein ... Ritual", sondern es stellt sich der ORD auch in seiner Gesamtheit vor. Die Geschichte des ORD wird erläutert, sowie die Mitgliedschaft, die inhaltlichen Grundlagen und die Prinzipien des ORD. Es gibt Texte in den Originalsprachen im Anhang, nicht nur in altnordisch, sondern auch in althochdeutsch, altsächsisch und angelsächsisch. Ein Clossar mit den wichtigsten Begriffen deralten Wörter und der germanisch heidnischen Szene und sogar Aussprachregeln für die Texte in den alten Sprachen.
Fazit:
Mit diesem Buch ist es möglich, sich nicht nur Anregungen für die eigene Ritualpraxis zu holen, sondern auch den ORD, dem auch ich angehöre, näher kennenzulernen. Somit wird der Odinic Rite Deutschland e.V. transparent für alle und Sektenforschern den Wind aus den Segeln genommen, dass das Heidentum eine in sich gekehrte verschworene Gemeinschaft wäre und überwiegend rechtsradikal, was der ORD auf keinem Fall ist.
Aus diesem Grund 5 Sterne (obgleich ich ein unangenehmer Kritiker bin ;-) )

Ár ok fridhr

Ragnarr Odinsson ORD
(Peter Michael Hilterhaus)

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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ideenreich und gutes Baukastensystem, 10. Januar 2005
Von Ein Kunde
Für mich als Anfänger sind vorallem die Ritualgrundlagen sehr wichtig, die hier gut erklärt werden. Mit dem Baukastensystem und vielen Anregungen zum entwerfen persönlicher bzw eigener Rituale wird hier einiges an Scheu genommen und Hilfestellung gegeben ohne Dogmatisch zu sein. Sehr gut fand ich den Bezug zum ursprünglichen germanischen Glauben, wo einer zu finden ist und die heutigen Weiterentwicklungen bzw Neuentwicklungen die durchaus im Sinne unserer Vorfahren sind.
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Fritz Steinbock hat mit seinem Buch endlich ein Standardwerk für alle traditionell germanischen Heiden herausgebracht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Januar 2005 von lutah

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Ich habe dieses vorzügliche Buch bereits erhalten und bin sehr zufrieden damit. Es ist kein Buch, das einfach in den Bücherschrank gelegt wird. Lesen Sie weiter...
Am 9. Januar 2005 veröffentlicht

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