Manche Bücher können einem die Augen öffnen. "Das heilende Feld" gehört auf alle Fälle dazu. Dr. Klaus-Dieter Platsch, Arzt für Innere Medizin, Chinesische Medizin und Psychotherapie hat hier ein Buch verfasst, dass sicherlich vielen Menschen helfen kann. Kranken und Gesunden.
Der Autor lässt zahlreiche Erfahrungen aus seiner Praxis einfließen und erklärt sehr anschaulich, wie Heilung vor sich gehen kann. Dabei ist entscheidend, dass man Heilung nicht "machen" kann, sie sich also nicht erzwingen lässt. Trotzdem ist sie immer möglich. Platschs Ansatz ist ein ganzheitlicher, der den Menschen und nicht die Krankheit in den Vordergrund stellt. Krankheit wird auch nicht als etwas negatives gesehen, das man so schnell wie möglich los werden muss. Viel mehr wird der Wandel betont, der sich durch eine Erkrankung oft Bahn bricht. Besonders betont wird die Rolle der Angst und wie man damit umgehen kann. Auch auf das Sterben geht der Autor ein.
Zahlreiche Fallbeschreibungen verdeutlichen Platschs Gedanken.
Sehr hilfreich sind die Übungen, die meist meditativen Charakter haben.
Das Buch kann auch für "Gesunde" eine enorme Bereicherung darstellen, weil es Einstellungen aufgreift, die sich langfristig auf die Gesundheit auswirken können. Davon konnte auch ich als "Gesunde" auf alle Fälle profitieren.
Platschs Stil ist stets gut lesbar und er lässt viele Ansätze einfließen, z.B. TCM, Zen u.v.m. Einige Zen-Geschichten fand ich mitunter sehr lustig. Z.B. wenn es um Dogmen geht - "Wenn du isst und liest, dann iss und lies!" Sehr schön!
Ein wirklich hilfreiches Buch, das eine Pflichtlektüre für Ärzte sein sollte.
Sehr zu empfehlen!