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Das habe ich im Koma gedichtet: Autoren, die die Welt zum Glück nie lesen musste
 
 
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Das habe ich im Koma gedichtet: Autoren, die die Welt zum Glück nie lesen musste [Gebundene Ausgabe]

Rolf Cyriax , Peter Wichmann
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Bassermann Verlag (8. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3809428264
  • ISBN-13: 978-3809428268
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 327.133 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Das habe ich im Koma gedichtet ..."

Die Briefe, die an einen Verlag geschickt werden, stecken oft voller Komik: da fragt jemand gleich nach dem Vorschuss, ohne überhaupt von seiner Buchidee zu erzählen, da glaubt ein völlig unbekannter Autor, den Stoff für einen Weltbestseller zu haben und da findet sich auch ein Mensch, der die Naturgesetze komplett neu erfindet, denn, so heißt es in seinem Brief: "Gott ist die Schwerkraft". Absurd und urkomisch: die besten Briefe und Zitate aus der Sammlung der verrücktesten Anschreiben an einen Verlag.

Über den Autor

Rolf Cyriax, der sich nach 13 nicht immer konfliktfreien Schuljahren der deutschen Sprache angenommen hat, liebt das Kabarett. In seinen rund 30 Berufsjahren hat er selber mehrfach auf der Bühne gestanden sowie viele Bücher der berühmtesten deutschen Kararettisten betreut.

Peter Wichmann, Jurist mit kabarettistischer Neigung, ist mit den menschlichen Auswüchsen bestens vertraut. Seine Erfahrungen mit dem Schreiben beruhen auf faszinierenden Fachartikeln zum Thema Strom- und Fernwärmeversorgung.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FolkZeQuè TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Anschreiben an einen Verlag will geübt sein. Aber hin und wieder bringt die Welt eben doch Genies hervor, die über Nacht den ultimativen Bestseller schreiben, die Lösung aller Probleme im Handumdrehen auf Papier bannen oder - besser noch - plötzlich feststellen, dass sie die Inkarnation Jesu (»Jesus 2«) sind ... und wenn man schon solche Erlösungen und Wundermittel bereit hält, die man der Welt gnädigerweise auch nicht vorenthalten möchte, müssen sie natürlich sofort in einem Verlag veröffentlicht werden. Was zählt da schon ein ausgefeiltes Anschreiben, wenn doch bereits die Skizzierung des eigenen Werkes für sich selbst spricht?

Manchmal möchte man vielleicht doch im Lektorat sitzen - an Tagen, an denen Schreiben wie die hier im Buch veröffentlichten eintrudeln. Ob beschämend poetisierte Anreden (»Erlauchte Herrschaften des Lektorats«), eigenwillige Rechtschreibung oder Grammatik, Autoren als Sprachrohr eines »bedeutenden« Engels oder die Bitte, Geld für Tabak und Kaffee zu senden ... hier findet man so einiges an unfreiwilligen Heiterkeiten.

Unter jedem abgedruckten Anschreiben lassen sich knappe Kommentare des Autorenduos finden. Diese sind, im Gegensatz zu den behandelten Texten, jedoch nur mäßig spaßig. Weder wirklich bissig noch witzig, vielmehr machen sie einen etwas gezwungenen Eindruck.
Dazu ist die Aufmachung des Büchleins nicht gerade besonders schick. Inhaltlich garantiert es aber die ein oder andere Freudenträne.

Wer sich mal wieder schadenfroh (und vielleicht ein wenig selbstgefällig?) amüsieren will und dazu an Verlag und Lektorat interessiert ist, dürfte mit »Das habe ich im Koma gedichtet« auf seine Kosten kommen :). Eine kurzweilige und knappe Unterhaltung zum fairen Preis.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Minx
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe das Buch gleich mehrfach gekauft und auch verschenkt, weil ich es sehr lustig fand. Es kam aber nicht überall gut an, was schon an dem grauenhaften Cover und dem unangenehmen Material (kein Handschmeichler :)) liegen mag. Ich selbst habe mich über die beim Verlag eingesendeten Buchauszüge schief gelacht, war mehrfach aber auch ein wenig traurig, weil ich dachte, dass die Texte sicher von psychisch Kranken geschrieben worden sind, die jetzt hier bloß gestellt werden. Deshalb war mein Gefühl beim Lesen nicht nur positiv.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Schreiben - ja ist das nicht ein herrlich Ding? Man benötigt dazu keinen Schul- der Universitätsabschluss, keinen Eintrag in die Handwerksrolle, keine Ernennungsurkunde, anders als fürs Kinderzeugen nicht einmal Potenz...ial. JEDER kann schreiben, aber lässt das Können auf Könnerschaft schließen? Nein, natürlich nicht, aber weil die rechtlichen Barrieren fehlen, lassen Unzählige ihre Ergüsse auf die Menschheit los. Oder erst einmal auf Lektoren in den guten alten Zeiten vor books on demand. Der vorliegende Band ist zwar aus dem Jahre 2011, versammelt aber Preziosen aus vielen Jahren, vor allem aus zurückliegenden, als der Weg über ein Lektorat eben noch unumgänglich war. Und was Lektoren alles so lesen mussten und müssen, habe zweie von ihnen aufgeschrieben. Genauer, das Witzigste, Skurrilste, Dilettantischste, Anmaßendste haben sie für uns herausgesucht und neckisch kommentiert, wobei sie die skurrile Schreibweise ihrer potenziellen Kunden amüsant, aber nie verletzend nachahmen. Das ist auch nötig, denn die Sache hätte leicht in eine larmoyante Selbstbeweihräucherung kippen können, nach dem Motto, "Schaut her, was wir armen Lektoren zu erdulden haben und was wir Euch Lesern Gutes tun mit unserem Filter". Aber das vorliegende Buch ist ein Lesevergnügen. Wenn auch eher nur selten ein ausgemachter Schenkelklopfer, denn es erzählt viel über die verstiegene Hybris verblendeter Möchtegernautoren, die glauben, in einem Handstreich Millionen von Lesern glücklich zu machen und gleich noch die Welt zu erklären oder zu retten. Letzteres ist allerdings auch Anlass zu einer (sehr leisen) Kritik, denn meines Erachtens fokussiert das Buch zu sehr den Bereich des im weitesten Sinne Esoterischen / Religiösen. Bei den Preziosen aus diesem Bereich handelt es sich um Fundstücke von "Autoren", deren Gehirnwindungen weit jenseits von gut und böse und allgemeinüblichen Denkstrukturen sind. Man kann sie leicht als Spinner abhaken, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob sie eigentlich auch etwas mit allgemeinmenschlichen Eitelkeiten, mit den Auswürfen tatsächlich publizierter mittelmäßiger Autoren, ja vielleicht mit uns selbst zu tun haben. Schätzenswerter sind die Zeilen von Einsendern, die noch nicht ganz der realen Welt enthoben sind - und irritierender, denn man fragt sich, wie das anscheinend "normalen" Zeitgenossen passieren kann, mit denen man sich durchaus vorstellen könnte, mal ein Bierchen zu trinken. Herausgegriffen sei der Vorschlag, eine Sexszene gegenüber der ersten unbeantworteten Manuskripteinreichung noch etwas deftiger zu gestalten (S. 104): "Kaum riß sie ihm gierig den Reißverschluß auf, da schnellte sein mächtiger Kolben wie von einer Stahlfeder getrieben empor ... Schon ließ sie ihre geschickte Zunge darauf Polka tanzen...". Das ist natürlich gequälte übertriebene Metaphorik, darin irgendwie auch wieder sehr spaßig, andererseits nicht wahnsinnig weit entfernt von so manchem anderen metaphorischen Blödsinn, den sich Buch und Film bei der schönsten Nebensache der Welt einfallen lassen. Oder bei anderen Dingen, die durchaus als publikationswürdig angesehen werden. Das Sportreporterdeutsch ist voll von vermeintlich originellen Metaphern, oder Musikkritiken sind es. "Eine Stimme wie ein Tunnelbohrer, zielstrebig, kraftvoll, vehement fordernd", so Tino Lange im "Hamburger Abendblatt" über Caro Emerald. Was ist eigentlich ein vehement fordernder Tunnelbohrer, ist das so viel besser als der "mächtige Kolben"?

Wie dem auch sei, die Leseproben im vorliegenden Band gelten schon zu Recht als nicht publikationswürdig, es sei denn zu unserer Mischung zwischen Amüsement und Fassungslosigkeit. Fassungslos macht auch der Umgang gewisser Schreiberlinge mit der deutschen Sprache. "Alle Briefe sind in der Originalfassung wiedergegeben. Und selbstverständlich blieben die Fehler erhalten." Daher am Schluss ein Tipp: Versuchen Sie keinesfalls, alles zu verstehen, was in diesem Büchlein steht. Dies erwiese den unfreiwilligen Mitautoren zu viel der Ehre und machte die Lektüre zu einem recht zähen Unterfangen. Und gleich noch ein Tipp, falls Sie ebenfalls gern einmal etwas veröffentlichen möchten: Das Buch entmutigt keinesfalls; Sie werden feststellen, dass Sie viel besser sind als die hier versammelten Einreichungen. Und wenn nicht, dann werden Sie sich vermutlich für so genial halten, dass Sie dieses Buch und diese Rezension nicht lesen und sich auch nicht von mir auf den Schlips getreten fühlen müssen.

* Online-Ausgabe, 9.11.2011, 22.56 Uhr, da war das Konzert gerade einmal ca. 15 Minuten zu Ende. Das journalistische Bemühen um Schnelligkeit hat seinen Preis...
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