Das Große Spiel 2: Dunkle Götter
Ich gebe zu, ich mag alternative Realitäten, egal, ob das ganze What-if, Elseworlds oder alternative Geschichtsentwicklung genannt wird. Dabei ist mir zuletzt die Serie 'Rex Mundi' sehr positiv aufgefallen.
Mit 'Das Große Spiel' präsentiert hier der Augsburger Verlag 'Bunte Dimension' hier einen weiteren Ableger des Genres.
Rückblick auf Band 1:
Man schreibt das Jahr des Herren 1945. Anders als in vielen, vielen alternativen Realitäten hat Deutschland den Krieg jedoch NICHT gewonnen, sondern Frankreich und England. Jedoch haben die Alliierten das Deutsche Reich nach dem Sieg unterstützt, denn die Rote Armee war bereits vor den Toren von Berlin, und so hatte man sich für das kleinere Übel entschieden, und lieber den scheinbar kontrollierbaren Rechten als den unkontrollierbaren Linken in Form von Stalin unterstützt, zumal Hitler angeblich auf dem Obersalzberg Selbstmord begangen hat. Reichskanzler ist nun Rudolf Hess. Die deutschen Truppen kämpfen folglich immer noch gegen die Sowjetunion...
Nestor Serge, ehemaliger französischer Bomberpilot und Kriegsheld, wird nun in seiner neuen Aufgabe als Reporter auf U666 angesetzt, ein deutsches U-Boot, welches im Eis von Grönland eingeschlossen ist. Über dem U-Boot wurde ein ziviler französischer Zeppelin abgeschossen, und seltsame Dinge sollen dort vorgehen.
Handlung:
Nestor kommt zusammen mit seinem Begleiter, dem Schotten Nestor, in Grönland an. Im Hauptquartier der Briten wollen sie mit einem überlebenden Agenten reden, doch erneut gibt es einen blutigen Angriff durch einen Werwolf. Im Anschluß begeben sich Angus und Nestor mit einem Spezialteam zu einem verlassen Ort in eigentlich unbewohnten Norden Grönlands, doch in dem menschenleeren Ort läßt das Übernatürliche nicht lange auf sich warten...
Autor Jean-Pierre Pécau verknüpft hier alternative Realität mit einem Schuß Mystik à la Hellboy.
Während im ersten Band die verschiedene Länder in Europa dargestellt wurde, um das Szenario vorzustellen, wird nun im 2. Band die Geschichte in Grönland voran getrieben. Dabei scheut sich Pécau auch nicht davor, weitere Elemente einzubringen, z.B. Wikingermytholgie oder Lovecraft. Für mich eine gelungene Mischung, die Lust auf den nächsten Band macht. Und auch zeichnerisch gibt es dank Leo Pilipovic nichts zu bemängeln; sein französischer Strich mit amerikanischen Einflüssen paßt sehr gut.
Fazit: Interessante Geschichte, schöne Zeichnungen und gute Verarbeitung ' was will man mehr?