Heute vermag man sich kaum vorzustellen, wie die Welt des Kriminalromans vor Dashiell Hammett aussah. Zwar starben auch da Menschen einen unnatürlichen Tod, doch schien die Wirklichkeit abhanden gekommen sein. Die Täter kamen nicht unbedingt aus der Gosse, sie sprachen gewählt und bewiesen nicht gleich ihre schlechte Kinderstube. Hammett hat dem Verbrechen, das wiedergegeben, was es ausmacht. Wir finden uns auf der Straße wieder, in dreckigen Hinterzimmern, unter Verrückten, Verworrenen, Verkommenen, Verlierern, die an ihre Chance glauben. Gewinner zeigen sich hier in ihrem ganzen Scheitern. Glück hat der, der so gerade noch mal davon gekommen ist. Der Held einer Geschichte würde in den Zeiten zuvor, nicht gerade als solcher tituliert werden dürfen. Mitunter wäre er nicht mal vorzeigbar. Dieser Trinker, dieser Lügner, dieser Son of a Bitch. Die in diesem Band versammelten drei Geschichten bieten den ganzen Kosmos: die Nacht, die Liebe, selten kommt einer ohne Pistole aus. Die Dinge werden geklärt, auf die eine oder andere Art. Menschen verschwinden, tauchen auf und oft halt auch nicht mehr. Eines können sie alle brauchen: Geld. Davon gibt es leider nicht genug, um alle glücklich zu machen. Dashiell Hammett, der ehemalige Privatdetektiv, macht wenigstens seine Leser glücklich. Und das für kleines Geld.