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Das große Tier [Taschenbuch]

Veit Etzold
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 483 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (22. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462042149
  • ISBN-13: 978-3462042146
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 138.833 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Veit M. Etzold
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Normalerweise ist der Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch eine recht geschmackssichere Instanz. Wie also hat es ein Buch wie dieses ins Verlagsprogramm geschafft? Vielleicht fühlte man sich angesichts der globalen Finanzkrise verpflichtet, auch mal was zum Thema Wirtschaftskriminalität zu machen - und möchte zugleich vom kommerziellen Erfolg der Verschwörungsthriller im Stile Dan Browns profitieren. Veit M. Etzold erzählt in seinem Debüt von brutalen Verbrechen in ganz hohen Wirtschaftskreisen, die im Zusammenhang stehen mit einem uralten Geheimbund. Logisch, dass der Vatikan auch mitmischen darf ... Dass "Das große Tier" zu vorsätzlich an Vorbildern wie "Sakrileg" orientiert ist, ist ein Manko. Hinzu kommen sprachliche Mängel: Manche Satzwendungen tauchen immer wieder auf, als hätte der Autor bei sich selbst kopiert, und viele der Dialoge klingen absurd konstruiert. Schlussendlich lässt Veit M. Etzold sein Ermittlerduo - eine hübsche Berliner Hauptkommissarin und einen schüchternen Kunststudenten - zwar in den Untiefen weltumspannender Verschwörungen wühlen; simple Details vernachlässigt er dabei aber. So entdeckt die Polizei gleich zu Beginn des Buchs an einem Tatort einen lateinischen Spruch - kommt aber erst viele, viele Seiten später darauf, diesen zu übersetzen. Dass KiWi das Ganze nicht als teures Hardcover, sondern als preiswertes Paperback auf den Markt bringt, ist womöglich ein Signal dafür, dass man doch geahnt hat: Ein Knaller ist das hier nicht ... (jul)

Kurzbeschreibung

"Es ist größer, als Sie glauben. Und schlimmer. Viel schlimmer." Ein unheimlicher Investor, der durch Mord die Märkte bewegt ... Eine digitale Welt, in der globale Vernetzung globale Kontrolle bedeutet ... Und ein uralter Plan mit einem schrecklichen Ziel.
Erster Januar: Stuart Hill, Chef von Promethean Industries, einem internationalen Konzern für Satellitentechnik, kommt nach durchfeierter Silvesternacht in seiner Berliner Adlon-Suite auf rätselhafte Weise ums Leben. Tags darauf stürzen die Aktienkurse in die Tiefe. Irgendjemand verdient gigantische Summen an Hills Tod.
Sarah Jakobs, junge Hauptkommissarin für Wirtschaftskriminalität am LKA Berlin, wird mit den Ermittlungen betraut, als sich ein weiterer Mord ereignet. Die Opfer sind in einer rätselhaften, skulpturalen Weise angeordnet - und: Wieder handelt es sich um ranghohe Manager, wieder fehlt von den Tätern jede Spur. Bis auf eine mysteriöse Botschaft, die am Tatort hinterlassen wurde.
Gemeinsam mit Vincent Wagner, einem Bremer Doktoranden der Kunstgeschichte, versucht die junge Kommissarin, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Einem Rätsel, das in ihr die unheilvolle Ahnung wachsen lässt, etwas Großem auf der Spur zu sein. Vielleicht etwas zu Großem. Die Spur führt über Dantes "Inferno" und den mittelalterlichen Satan zum altgriechischen Gott Kronos, Gott der Zeit und Vater des Zeus. Und zu einer uralten Vereinigung, die seit Jahrtausenden auf ihr Ziel hinarbeitet. Ein Ziel, das fast erreicht ist.

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Kundenrezensionen

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von guce
Format:Taschenbuch
Man nehme:
- den Vatikan
- eine geheime Organisation, die eben gegen den Vatikan antritt
- eine Verschwörung
- ein paar Städte wie New York, Oxford, Rom und Berlin
- einen Abriss der Geschichte, von den Ursprüngen der Menschheit über die Renaissance bis hin zur Technologie der nahen Zukunft.
- nahezu übermenschliche Killer (Ninja, falls gerade auf Lager)
- ein junges Paar
Man schüttele es kräftig, würze es mit Latein, Bibelzitaten und einer Prise Schnitzeljagd und garniere es mit Anklängen an Satan - und was erhält man? Richtig:
Einen Dan Brown. Mit weniger Sorgfalt evtl. einen Scott McBain.

Wenn Sie dazu jedoch noch hölzerne und zum Teil schwülstige Dialoge zwischen flachen Charakteren vorfinden... nun, dann halten Sie "Das große Tier" von Veit M. Etzoldt in den Händen.

Zur Story: Eine LKA-Ermittlerin und ein angehender Doktor der Kunstgeschichte kommen über Ritualmorde einer Organisation auf die Spur, die seit Anbeginn versucht, die totale Kontrolle über die Menschheit zu gewinnen. Dabei helfen ihnen ein Professor aus Oxford, behindert sie ein phantasieloser Vorgesetzter und bedroht sie ein skrupelloser Bösewicht, der am Schluß dummerweise auch noch den Gesamtplan enthüllt.
(Lernen die das denn nie? Helden müssen z u e r s t getötet werden, dann kann der Plan für die Weltherrschaft erläutert werden!)
Die Handlung beginnt in der Schweiz und führt über Berlin nach London. New York ist als das moderne Babylon auch ganz wichtig. Nicht zu vergessen: Rom - natürlich mischt auch die Kirche mit. Leider werden diese Orte nur gestreift, eine Atmosphäre will nirgends nicht entstehen. Wahrscheinlich tut es hier einfach nur der Glanz der Namen.

Apropos Namen: Es gab genügend Gelegenheit, ein gerüttelt Maß an Name-Dropping zu betreiben: Heraklit ist dabei, Michelangelo, Nero, die Medici, diverse Philosophen, sehr viel Dante Alighieri, die Fatima-Prophezeiung, so ziemlich die halbe Bevölkerung der antiken Sagenwelt usw. usw. - glücklicherweise kein Leonardo da Vinci. So muss ich aber auch (augenzwinkernd) übelnehmen, dass als Motiv der Geheimorganisation diverse Zitate aus Machiavellis "Der Fürst" herangezogen werden - ohne dass Machiavelli mit einem Wort erwähnt wird. Das finde ich dann doch inkonsequent...

Die Handlung wirkt einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen, die Folgerungen der glatten Helden oft zu konstruiert.
Diesen Hauptakteuren würde ich zutrauen, selbst aus dem Durchmesser einer 5-lagigen Klopapierrolle den Fundort des vergoldeten Nachttopfs König Midas ableiten zu können.

Gelungen fand ich jedoch den Ansatz, wirtschaftliche Zusammenhänge so einzubringen, dass sie sich in die sonst eher langweilige (weil zu oft schon mal dagewesene) Rahmenhandlung plausibel einbetten. Hier merkt man, dass der Autor viel von der Hochfinanz versteht. Es gelingt ihm auch, Vorgänge wie z.B. "Leerverkäufe" gut und für den Durchschnittsleser verständlich zu erklären.

Mein persönliches Fazit ist: Für den Strandkorb k a n n es unterhaltsam sein, es ist durchaus rasant und hat - als Erstlingswerk - zumindest gute Ansätze.
Was mich enttäuscht, ist dass der Autor mit der Thematik versucht auf einen Zug aufzuspringen der vor zwei Jahren bereits vorbeigefahren ist.
Potential ist da und ich wünsche Veit Etzoldt, dass er in seinen nächsten Werken zu seinem eigenem Stil, zu seinen Themen und etwas mehr Tiefe findet.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die ersten Seiten, die Grundidee sowie die zum Teil überschwänglichen Kritiken haben mich zum Kauf bewegt. Selten habe ich mich allerdings so durch ein Buch quälen müssen (okay, wer zwingt einen dazu, ausser die Hoffnung auf einen doch noch einsetzenden Lesegenuss?). Nach den wenigen vielversprechenden ersten Seiten fällt das Buch auf ein erschreckend niedriges Niveau, was sich bis zum Schluss leider nicht ändert. Mit Krampf versucht der Autor einen Spannungsbogen zu erzeugen, welcher aus einem (nicht gerade neuem) Mix von Mord, Börse, Vatikan und Geschichte, etc. hergestellt werden soll. Die Mischung gerät allerdings zu einer zähen (nicht wirklich neuen) Masse ohne das ansatzweise ein Funken überzuspringen droht. Zu sehr scheint mir der Autor darauf fixiert, einen intellektuellen Eindruck zu erwecken und verfehlt dabei das wesentliche um Längen: Ein packendes Buch zu präsentieren. In sich ist der Handlungsstrang an manchen Stellen absolut unrund und unglaubwürdig. Keine der beschriebenen Personen ist feinschichtig herausgearbeitet. Wenn man der Autorenbeschreibung glauben schenken darf, dann hat Etzold diverse "beeindruckende" Studiengänge durchlaufen (...studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona...arbeitete er für Medienkonzerne, Banken und eine internationale Unternehmensberatung). Vermeintlich eine gute Ausgangsbasis. Da hätte man mehr erwarten dürfen, aber so gibt es wenigstens noch viel Steigerungspotential. Zum Ende hin konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass der Autor (vielleicht in Form von -unbewusster- Selbsterkenntnis?) Mitleid mit sich und dem Leser verspürte und dem literarischem Grauen ein schnelles und holpriges Finale bereitet. Danke. Um sich in Zukunft einen zweiten, hoffentlich dritten oder gar vierten Stern zu verdienen, muss der Autor seinen spröden Stil abschütteln und sein Herzblut mit einfliessen lassen. Fleiss allein reicht nicht. Mit einem Stern habe ich den Ansatz der Story und seinen Fleiss honoriert. Zu einem zweiten Stern konnte ich mich -trotz Debüt- nicht durchringen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verpasste Gelegenheit 10. September 2011
Format:Taschenbuch
Im Gegensatz zu anderen Rezensenten kann ich keine nennenswerte Sprachgewandtheit feststellen, wenn der Leser immer wieder über Formulierungen wie 'Es läuft dann folgendermaßen', sagte er dann und '' stolpert (S.418). Oder: 'Und während Vincent und Sarah seinen Bruder durch das hohe Eingangsportal in das gigantische Innere der Kathedrale schreiten sahen,'' und keine zehn Zeilen weiter: 'Sie sahen, wie Marcus ['] die Treppe zur Empore hinaufstieg und durch das Mittelportal der Kirche schritt.' (S.420/421). Hier auch ein Gruß an das Lektorat, dem bei dem sich Etzold so überschwänglich bedankt.
Es fällt mir schwer zu glauben, dass der Autor je in London gelebt hat, wie seine Biografie uns glauben machen will.
Die Beschreibung der Ankunft von Sarah und Vincent in London (S.239-241) ergibt zeitlich keinen Sinn: Im Januar ist es in London um 18:00 Uhr dunkel, da gibt's keine 'leuchtenden Farben eines prächtigen Sonnenuntergangs' zu bewundern. Und dann noch innerhalb von einer Stunde über Liverpool Street Station zum Sightseeing nach Canary Wharf und wieder zurück zur Fleet Street, was mehrfaches Umsteigen erfordert ' das will ich sehen. Limehouse ist keineswegs in Greenwich, sondern in Tower Hamlets (S.425). Auf derselben Seite spiegeln sich noch einmal 'die letzten Reste der Abenddämmerung im Fluss' ' diesmal ist es sogar 18:30 Uhr. Sonnenuntergang ist in London Anfang Januar um kurz nach 16 Uhr (kurzer Blick im Internet genügt).
Etzold will uns mit seinem Wissen über die St. Paul's Cathedral beeindrucken, verwirrt aber nur: Sie wurde nach dem großen Feuer von 1666 erbaute und der Dichter John Donne hielt dort 1631 seine letzte Predigt. Etzold hätte schlicht erwähnen können, dass Donne im Vorgängerbau predigte.
Marcus hat sein Büro in der Fleet Street 123, und Sarah vom LKA gibt ihm den guten Rat am besten ein Taxi zu nehmen, um zu St. Pauls zu fahren. Empfehlenswert bei einer Strecke von weniger als 600 m (lässt sich auch schnell mit Google Maps feststellen).
Schließlich sitzt man beim Frühstück im Crawford's Coffeeshop in Tottenham (S.474), um dann zwei Seiten weiter zu präzisieren: 'Merchant Street'. Seltsam, da es in ganz London nur eine Merchant Street gibt, und zwar in Bow, etliche Kilometer von Tottenham entfernt.
Offensichtlich ist es Etzold auch wichtig, uns mitzuteilen, was wann wo passiert, und so ist jedem Kapitelchen Ort, Datum (allerdings ohne Jahr) und Uhrzeit vorangestellt. Schön. Auf Seite 447 heißt es: 'Wir haben die Kredit- und Finanzkrise, die die Märkte überrollt, '' Also müsste die Handlung nach 2008 stattfinden. Auf Seite 432 weißt Tyron jedoch darauf hin, dass der nächste Tag der bedeutungsvolle Samstag, 6. Januar ist. Zuletzt fiel der 6. Januar im Jahr 2007 auf einen Samstag. Also eine in der Zukunft angesiedelte Story? Dann hätte ich den einen oder anderen klaren Hinweis in dieser Richtung erwartet.
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