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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schon wieder ein Dan Brown?,
Rezension bezieht sich auf: Das große Tier (Taschenbuch)
Man nehme:- den Vatikan - eine geheime Organisation, die eben gegen den Vatikan antritt - eine Verschwörung - ein paar Städte wie New York, Oxford, Rom und Berlin - einen Abriss der Geschichte, von den Ursprüngen der Menschheit über die Renaissance bis hin zur Technologie der nahen Zukunft. - nahezu übermenschliche Killer (Ninja, falls gerade auf Lager) - ein junges Paar Man schüttele es kräftig, würze es mit Latein, Bibelzitaten und einer Prise Schnitzeljagd und garniere es mit Anklängen an Satan - und was erhält man? Richtig: Einen Dan Brown. Mit weniger Sorgfalt evtl. einen Scott McBain. Wenn Sie dazu jedoch noch hölzerne und zum Teil schwülstige Dialoge zwischen flachen Charakteren vorfinden... nun, dann halten Sie "Das große Tier" von Veit M. Etzoldt in den Händen. Zur Story: Eine LKA-Ermittlerin und ein angehender Doktor der Kunstgeschichte kommen über Ritualmorde einer Organisation auf die Spur, die seit Anbeginn versucht, die totale Kontrolle über die Menschheit zu gewinnen. Dabei helfen ihnen ein Professor aus Oxford, behindert sie ein phantasieloser Vorgesetzter und bedroht sie ein skrupelloser Bösewicht, der am Schluß dummerweise auch noch den Gesamtplan enthüllt. (Lernen die das denn nie? Helden müssen z u e r s t getötet werden, dann kann der Plan für die Weltherrschaft erläutert werden!) Die Handlung beginnt in der Schweiz und führt über Berlin nach London. New York ist als das moderne Babylon auch ganz wichtig. Nicht zu vergessen: Rom - natürlich mischt auch die Kirche mit. Leider werden diese Orte nur gestreift, eine Atmosphäre will nirgends nicht entstehen. Wahrscheinlich tut es hier einfach nur der Glanz der Namen. Apropos Namen: Es gab genügend Gelegenheit, ein gerüttelt Maß an Name-Dropping zu betreiben: Heraklit ist dabei, Michelangelo, Nero, die Medici, diverse Philosophen, sehr viel Dante Alighieri, die Fatima-Prophezeiung, so ziemlich die halbe Bevölkerung der antiken Sagenwelt usw. usw. - glücklicherweise kein Leonardo da Vinci. So muss ich aber auch (augenzwinkernd) übelnehmen, dass als Motiv der Geheimorganisation diverse Zitate aus Machiavellis "Der Fürst" herangezogen werden - ohne dass Machiavelli mit einem Wort erwähnt wird. Das finde ich dann doch inkonsequent... Die Handlung wirkt einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen, die Folgerungen der glatten Helden oft zu konstruiert. Diesen Hauptakteuren würde ich zutrauen, selbst aus dem Durchmesser einer 5-lagigen Klopapierrolle den Fundort des vergoldeten Nachttopfs König Midas ableiten zu können. Gelungen fand ich jedoch den Ansatz, wirtschaftliche Zusammenhänge so einzubringen, dass sie sich in die sonst eher langweilige (weil zu oft schon mal dagewesene) Rahmenhandlung plausibel einbetten. Hier merkt man, dass der Autor viel von der Hochfinanz versteht. Es gelingt ihm auch, Vorgänge wie z.B. "Leerverkäufe" gut und für den Durchschnittsleser verständlich zu erklären. Mein persönliches Fazit ist: Für den Strandkorb k a n n es unterhaltsam sein, es ist durchaus rasant und hat - als Erstlingswerk - zumindest gute Ansätze. Was mich enttäuscht, ist dass der Autor mit der Thematik versucht auf einen Zug aufzuspringen der vor zwei Jahren bereits vorbeigefahren ist. Potential ist da und ich wünsche Veit Etzoldt, dass er in seinen nächsten Werken zu seinem eigenem Stil, zu seinen Themen und etwas mehr Tiefe findet. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Puh.., ermüdende Literatur - zähe (bekannte) Masse,
Rezension bezieht sich auf: Das große Tier (Taschenbuch)
Die ersten Seiten, die Grundidee sowie die zum Teil überschwänglichen Kritiken haben mich zum Kauf bewegt. Selten habe ich mich allerdings so durch ein Buch quälen müssen (okay, wer zwingt einen dazu, ausser die Hoffnung auf einen doch noch einsetzenden Lesegenuss?). Nach den wenigen vielversprechenden ersten Seiten fällt das Buch auf ein erschreckend niedriges Niveau, was sich bis zum Schluss leider nicht ändert. Mit Krampf versucht der Autor einen Spannungsbogen zu erzeugen, welcher aus einem (nicht gerade neuem) Mix von Mord, Börse, Vatikan und Geschichte, etc. hergestellt werden soll. Die Mischung gerät allerdings zu einer zähen (nicht wirklich neuen) Masse ohne das ansatzweise ein Funken überzuspringen droht. Zu sehr scheint mir der Autor darauf fixiert, einen intellektuellen Eindruck zu erwecken und verfehlt dabei das wesentliche um Längen: Ein packendes Buch zu präsentieren. In sich ist der Handlungsstrang an manchen Stellen absolut unrund und unglaubwürdig. Keine der beschriebenen Personen ist feinschichtig herausgearbeitet. Wenn man der Autorenbeschreibung glauben schenken darf, dann hat Etzold diverse "beeindruckende" Studiengänge durchlaufen (...studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona...arbeitete er für Medienkonzerne, Banken und eine internationale Unternehmensberatung). Vermeintlich eine gute Ausgangsbasis. Da hätte man mehr erwarten dürfen, aber so gibt es wenigstens noch viel Steigerungspotential. Zum Ende hin konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass der Autor (vielleicht in Form von -unbewusster- Selbsterkenntnis?) Mitleid mit sich und dem Leser verspürte und dem literarischem Grauen ein schnelles und holpriges Finale bereitet. Danke. Um sich in Zukunft einen zweiten, hoffentlich dritten oder gar vierten Stern zu verdienen, muss der Autor seinen spröden Stil abschütteln und sein Herzblut mit einfliessen lassen. Fleiss allein reicht nicht. Mit einem Stern habe ich den Ansatz der Story und seinen Fleiss honoriert. Zu einem zweiten Stern konnte ich mich -trotz Debüt- nicht durchringen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Komplexe, konfuse Geschichte,
Rezension bezieht sich auf: Das große Tier (Taschenbuch)
Die Geschichte ist äusserst komplex, doch leider sind die im Buch angegebenen Parallelen zwischen griechischer Mythologie, der Bibel und der Christenheit ziemlich an den Haaren herbeigezogen und irgendwie nicht ganz logisch nachvollziehbar (selbst für einen Roman). Bei so einem vielschichtigen Stoff hätte das Buch locker noch 200 Seiten länger sein können. Der Schluss macht den Eindruck das der Author es nun schnell zum Ende bringen wollte. Es bleiben so einige Fragen offen.
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