Pressestimmen
"Rinke zeigt immer ein feines Gespür für die intelligente Pointe, seine Texte sind voller Witz und machen ungeheuren Spaß beim Lesen. Obendrein: Dass die Gegenwart, an die sich Rinke erinnert, bedauerlicherweise nicht mehr die heutige ist, verleiht seinen Werken historischen Glanz." (Frankfurter Rundschau)
Kurzbeschreibung
Die Gegenwart, das absurde Tempo, der große Wirbel in allem worum geht es eigentlich? Bei Moritz Rinke steht diese Frage im Mittelpunkt all seiner Geschichten. So fährt er bis nach Geiernest, um den Mann zu suchen, der den Bundeskanzler ohrfeigte; so geht er auf einer Kreuzfahrt in deutschen Mentalitäten und 22.000 Eiern baden. Er recherchiert in einer Klinik für Arbeitssüchtige, beobachtet hysterische Menschen, die ihre Haustiere durch ICE-Toiletten wegspülen, landet durch ein Navigationshandy von Dolly Buster im deutschen Swingerclub oder mit Madonna im Reformhaus. Moritz Rinke führt uns an den unruhigen Rand unserer Zeit, mal spricht er von der Welt da draußen, mal von ganz tief drinnen, wenn er an Heiligabend am verlassenen Bahnhof in Hannover steht. Er beobachtet seine Mitmenschen fast peinlich genau, niemals aber überheblich. Und trotz des Chaos der verwahrlosten Welt, ist Rinke niemals moralisch-streng, sondern verwundert-komisch und sucht immer wieder im irren Trubel nach den kleinen tiefen Momenten.
Der Verlag über das Buch
Mein Gott, was für eine Welt!
Über den Autor
Moritz Rinke wurde 1967 in Worpswede geboren, studierte "Drama, Theater, Medien" in Gießen, und zählt zu den erfolgreichsten deutschen Gegenwartsdramatikern. Sein Stück "Republik Vineta" wurde 2001 in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute zum besten deutschsprachigen Theaterstück gewählt und 2008 für das Kino verfilmt. Im Sommer 2002 gelangte bei den Festspielen in Worms seine Neudichtung der "Nibelungen" zur Uraufführung, die in den Folgejahren ein großes Publikum fand. "Café Umberto" (2005) wurde bereits an neun Theatern gespielt. Einige seiner Reportagen, Kurzgeschichten und Essays wurden mehrfach ausgezeichnet. Moritz Rinke lebt in Berlin und ist Gastprofessor für Szenisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.