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Das große Spiel [Taschenbuch]

Claude Cueni
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Heyne TB (2. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453432770
  • ISBN-13: 978-3453432772
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.800 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Claude Cueni
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Claude Cueni ist der Shootingstar auf dem heiß umkämpften Markt historischer Romane. Sein packender Thriller über die Erfindung des Papiergeldes ist ein Highlight des Genres." (Gunter Blank, Sonntagszeitung, 20.08.06 )

"Spannender ist die Entstehung des heutigen Finanzsystems wohl noch nie dargestellt worden." (Welt am Sonntag )

"Ein brillantes Meisterwerk." (histo-couch.de )

Kurzbeschreibung

Ein genialer Jongleur zwischen Geld und Liebe. Eine unglaubliche, aber wahre Geschichte.

Begnadeter Spieler, legendärer Frauenheld, brillanter Mathematiker – John Law war die schillerndste Figur seiner Zeit. Claude Cuenis großer historischer Roman erzählt die fesselnde Geschichte eines Genies, das für eine atemberaubende Idee sein Leben und ein ganzes Land aufs Spiel setzte.

1671 in Edinburgh geboren, verspielt John Law bereits in jungen Jahren das Vermögen seines Vaters. Draufgängerisch auch sein Umgang mit den Frauen. Scharen von gehörnten Ehemännern frohlocken, als Law nach einem Duell mit tödlichem Ausgang das Land verlassen muss. Während seiner Flucht quer durch Europa kommt ihm die bahnbrechende Idee, Geld nicht länger mit den immer knapper werdenden Edelmetallen zu decken. John Law erfindet das Papiergeld, doch seine Idee findet kein Gehör. Erst als er Anfang des 18. Jahrhunderts nach Frankreich gelangt, bekommt er seine Chance. Der Herzog von Orléans, gerade zum Regenten gekürt, findet Gefallen an der Vorstellung, die enormen Staatsschulden quasi per Druckerpresse zu tilgen. 1716 gründet Law die Banque Royale und gibt erstmals Papiergeld aus. Seine Idee bewährt sich, der Handel blüht, und John Law häuft ein Vermögen an, das ihn zum reichsten Mann seiner Zeit macht, ja vielleicht zum reichsten Mann, der jemals gelebt hat. Doch irgendwann holt ihn seine Spielernatur ein.

Ein leidenschaftlicher historischer Roman.


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30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Galarina TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Mit John Law of Lauriston hat sich Claude Cueni eine schillernde und interessante Persönlichkeit der europäischen Geschichte als Hauptfigur für seinen historischen Roman "Das große Spiel" ausgewählt, die bisher noch wenig in diesem Genre (mir ist sonst lediglich Janet Gleesons historischer Roman "Der Mann, der das Geld erfand" bekannt) beleuchtet wurde.

John Law of Lauriston, geboren Anfang des 17. Jhdts. in Edinburgh, war Sohn des Innungsmeisters der Goldschmiede von Edinburgh und Geldverleiher William Law. Nach dem frühen Tod seines Vaters ging John Law nach London, wo er zunächst als Frauenheld und Spieler bekannt wurde. Beim Spiel machte er sich seine hervorragenden mathematischen Kenntnisse und Fähigkeiten zu nutze, indem er Gewinnchancen im voraus kalkulierte. Verstrickt in eine Intrige der Mätresse Charles II., Elisabeth Villiers, wurde er von Beau Wilson, einer stadtbekannten Persönlichkeit, zum Duell gefordert, und in Folge des Duells wegen Mordes angeklagt und zum Tode verurteilt. Mit Unterstützung konnte John Law fliehen und suchte in verschiedenen europäischen Ländern Exil, wo er sich an den Spieltischen der besseren Gesellschaft über sein mathematisches Talent in kurzer Zeit ein Vermögen erspielte. Die große Liebe seines Lebens wurde die unglücklich verheiratete Lady Catherine Knowles, mit der Law im Exil zusammen lebte und Kinder bekam. Zu dieser Zeit erfand er eine Geldtheorie und ein Finanzsystem, das er beständig weiterentwickelte, während er in Schottland und Italien versuchte seine Finanzideen umzusetzen. Erst in Frankreich, wo er sich 1714 niederließ, bekam er, gestützt durch den Regenten Philippe d'Orléans, die Möglichkeit dazu, da Ludwig IX. durch langwierige und kostspielige Kriege, seinen aufwendigen Hof und den Bau des Schlosses Versailles die französischen Staatsfinanzen in einen desolaten Zustand gebracht hatte. So erhielt Law 1716 die Erlaubnis zur Gründung der Banque Générale und der Einführung des Papiergeldes in Frankreich. 1717 wurde die Mississippi-Kompanie gegründet, die ein staatliches Monopol für den Handel mit Louisiana erhielt, zur Finanzierung wurden Aktien emittiert. Das große Spiel nahm seinen Lauf und eine Zeit des wirtschaftlichen Erfolgs setzte ein, in der soziale Schranken durchbrochen wurden. Aus verschiedenen Gründen geriet das System im Mai 1720 vollständig außer Kontrolle. Der erste Börsencrash der Geschichte setzte ein. John Law musste fliehen und war als einst reichster Mann der Welt in Kürze vollkommen überschuldet. Seine Ideen gab er aber niemals auf...

Claude Cueni führt John Law zunächst als unbeständigen, charakterschwachen Hasardeur und angeberischen Draufgänger ein, der in seiner Persönlichkeit zwar durchaus faszinierend ist, aber deutliche Schwächen hat. Erst im Laufe des Romans zeigt sich dem Leser, daß John Law eher verkanntes Genie, hervorragender Geldtheoretiker und Finanzier als Glücksspieler ist. Die Facetten seiner Hauptfigur arbeitet der Autor nicht nur über dessen Karriere heraus sondern auch über die Beziehungen zu seiner Frau, seinem Bruder und seiner Mutter. Als Nebenfiguren tauchen interessante Charaktere, wie Daniel Defoe oder Lieselotte von der Pfalz auf.

Erzählerisch gelingt es Claude Cueni nicht nur das schillernde Leben von John Law spannend zu beleuchten sondern auch seine finanzwirtschaftlichen Theorien einfach und verständlich einzuarbeiten, so dass niemals der Eindruck lehrbuchhafter Passagen entsteht. Dabei ist Cuenis Sprache direkt und schnörkellos. Vor allem gelingt dem Autor das Kunststück, den Leser von Beginn an zu fesseln; der Leser ist bereits mit der ersten Seite "mitten im Buch", ein Einlesen entfällt vollständig.

Leider hat Claude Cueni einige durchaus wesentliche Ereignisse im Leben John Laws und der tatsächlichen Geschichte verändert, was meines Erachtens dramaturgisch nicht notwendig gewesen wäre. Eine diesbezüglich Angabe in einem Nachwort oder Anhang zur Trennung von Fiktion und Realität fehlt bedauerlicherweise. Dennoch führt dieser Mangel für mich nicht zu einer Abwertung dieses historischen Romans, denn Claude Cueni hat es geschafft, ein eigentlich trockenes Thema so mitreißend und packend zu verarbeiten, daß er beim Leser Interesse, Begeisterung und Neugier weckt und damit zur Eigenrecherche über das tatsächliche Geschehen motiviert.

"Das große Spiel" ist ein überaus spannender und lehrreicher historischer Roman über John Law of Lauriston, der seinen Lesern die Entstehung unserer heutigen Finanzsysteme auf unterhaltsame Weise nahe bringt, selbst wenn man sich bisher nie für Finanzfragen interessiert haben sollte. Trotz seiner inhaltlichen Unkorrektheiten ist der Roman wegen der fesselnden Darstellung sehr empfehlenswert. Ich werde mir sicher auch Claude Cuenis früheren historischen Roman "Cäsars Druide" zulegen, in der Hoffnung, dass dieser genauso mitreißend ist.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Jahrhundert-Werk! 9. August 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Roman ist ein absolut gelungenes Werk, der beste, den ich seit dem Medicus gelesen habe!

Man fängt an zu lesen und möchte das Buch nicht mehr weglegen.

Man bekommt einen lebendigen Eindruck von den Anfängen der - ich möchte fast sagen, der Zivilisation.

Als ganz Europa von Kriegen gebeutelt wird, Millionen Menschen an Hunger und Kälte sterben, die Kindersterblichkeit bei 80 Prozent liegt, überall Pest und ähnliches wüten (Sogar in Städten wie London wurden die Nachttöpfe einfach aus dem Fenster auf die Straßen entleert, die sanitären Anlagen von ganz Versailles bestanden aus gerade mal 300 Nachttöpfen) und niemand Arbeit findet, weil es einfach kein Geld mehr zum Bezahlen gibt, da alles verfügbare Metall für Kanonen verbraucht war - in dieser Zeit hat ein Mann eine Vision, wie er ganz Europa aus dieser Misere führen kann: Durch die Einführung von Papiergeld.

Man wird schon fast schwindelig bei dem Gedanken, wie es heute in unserer Welt aussehen würde, hätte es diesen einen Mann nicht gegeben, der wieder und wieder versucht hat, eine Regierung nach der anderen für seine Idee zu gewinnen und es schließlich im völlig am Boden liegenden bankrotten Frankreich geschafft hat. Ich werde noch oft an John Law denken, wenn ich einen Geldschein in die Hand nehme.

Es ist, als würde man die Geschichte selber durchleben. Die dreckigen Städte, die Armut, aber auch die Orgien der Reichen oder die Begegnungen mit anderen bekannten Größen wie dem Autor von Robinson Crusoe, Daniel Defoe (Im Original findet sich eine Widmung an Law) oder Montesquieu, der einen Bericht über Law im Auftrage des französischen Hofes verfasste.

Danke, John Law, für Ihren Beitrag in der Welt, auf dem sich unser heutiger Wohlstand begründet!

Danke, Claude Cueni, für das wohl am besten recherchierte Buch, das ich je gelesen habe und bei dem ich so oft bestürzt, erstaunt, erregt und gespannt war, aber oft auch wegen Ihres feinsinnigen Humors, mit dem Sie schreiben, lauthals gelacht habe.

Genial!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Claude Cueni stellt uns in einem grossartigen Roman John Law vor, einen schottischen protestantischen Mathematiker, Logiker, Glücksspieler, Lebemann, Visionär. John Law erscheint uns als lebhaftiger, gern gesehener Edelmann, von dem sich die Leute in ganz Europa bei einer Partie Pharao gerne das Geld aus der Tasche nehmen lassen. Denn immer ist da Weisheit und Klugheit und die Vision vom blühenden Staat mit florierendem Handel und voller Beschäftigung mit im Spiel.

Alles aktuelle Themen. Und weil unser John Law of Lauriston ein Leben lang Ueberzeugungsarbeit leisten muss, beginnen wir am Rande einer lebhaften Geschichte durch London, Amsterdam, Venedig und Paris selbst etwas über Staatsfinanzen, Börsenwesen und Inflation zu verstehen. Schlussendlich waren es die Franzosen, bei denen er sein System ausprobieren konnte. Es wäre alles gut gelaufen, wenn der Herr Regent nicht die Druckpresse zu viel betätigt hätte.

Das der Hauptfaden. Und hineingewoben ist die unglaubliche Geschichte einer unehrenhaften Liebe mit einer verheirateten Frau, Szenen von Vertrauen und dessen Verlust, Episoden mit Neidern, Intriganten und dem lieben Gevater Tod. Es überwiegen das Fröhliche, das Leichte und die grosse Idee, welche John ein Leben lang verfolgt.

Ich freue mich auf den Film!
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Hervorragende Sicht auf Geschichte und Geldentstehung
Das Buch habe ich während eines Urlaubs in Tunesien gelesen. Es hat mir die Zeit hervorragend vertrieben. Toll wie es der Autor schafft das frühe 17. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Livermore veröffentlicht
Fast wie ein billiger Hollywood-Kitsch-Film
Zugegeben, ich habe schon schlechtere, schwerer lesbare Bücher gelesen.
Aber was der Autor gemacht hat, war nicht sonderlich innovativ. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von bilder-sammler veröffentlicht
Das grosse Spiel - Von Großartigkeit keine Spur
"Das große Spiel" erzählt die Geschichte von John Law, den Erfinder des Papiergeldes. John Law mathematisches Genie, Spieler und Frauenheld zieht es zu den... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Din veröffentlicht
Eine spannende, aber unausgewogene Darstellung John Laws
Wer sich näher mit John Law (1671-1729) auseinandersetzt, muß zu dem Schluß kommen, daß ein historischer Roman über diese schillernde Figur des... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2010 von Alfred Wollmann
Super spannende Geschichte
Alles in allem eine superspannende und auch lehrreiche Geschichte, die das Leben von John Law eindrücklich darstellt!!
Veröffentlicht am 18. November 2009 von Zane Zaminski
Spannendes Thema, toll vorgetragen
5 Sterne für dieses tolle Hörbuch! Ich bin ein sehr ungeduldiger Hörbuchhörer und schaffe es bei mehr als 50% nicht über die erste CD hinaus. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2009 von Endeavour
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Obwohl ich sonst eher auf Action und Krimis stehe, habe ich mich, vor allem wegen David Nathan, für dieses Hörbuch entschieden - und wurde nicht enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. August 2009 von Conny Brauer
Gutes Hörbuch- schön gelesen von David Nathan
Ich bin ein großer Hörbuchfan und habe zum ersten den Autor von diesem (Hör)Buch gehört. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Januar 2009 von Weichei
Mathematik, Stochastik, Wirtschaftstheorien'
sind kaum Begriffe, die unterhaltsame Lektüre versprechen. Doch Claude Cueni gelingt es mit der Geschichte des John Law of Lauriston, den Zuhörer zu fesseln. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. November 2008 von Dr. Martin Fuchs
Von der Wahrscheinlichkeit Millionär zu werden
Cuenis Geschichte beginnt für seine Hauptfigur John Law wenig schmeichelhaft. Als Sohn betuchter Schotten verfügt er über das weibliche Personal wie über... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2008 von aebers
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