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Das große Rauschen: Die Lebenslügen der digitalen Gesellschaft
 
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Das große Rauschen: Die Lebenslügen der digitalen Gesellschaft [Restexemplar] [Taschenbuch]

Astrid Herbold
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Droemer (2. April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426274922
  • ISBN-13: 978-3426274927
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 683.056 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Astrid Herbold
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Erst denken, dann googeln! Dank digitaler Vernetzung ist die Menschheit kommunikativer, produktiver, kreativer, flexibler, informierter... kurz: schneller, besser, weiter als je zuvor. Oder jedenfalls wäre sie das gerne. Bereitwillig haben wir den Verheißungen der Neuen Medien geglaubt und uns zu Erfüllungsgehilfen unserer Endgeräte degradieren lassen – online beobachtet, interaktiv bedrängt und sozial irritiert. Und trotzdem halten wir das elektronische Dauerrauschen immer noch für den Ausdruck gestiegener Lebensqualität. Eine fulminante Abrechnung mit den Lebenslügen der digitalen Gesellschaft – pointiert, klug und angriffslustig.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der Klappentext behauptet "Schonungslos konfrontiert sie die Illusionen der Netzpropheten mit der Realität". Leider aber nur mit ihrer ganz eigenen Realität.

Entweder bemüht sich die Autorin alles falsch zu verstehen, oder sie tut es einfach so: Hobbyprogrammierer hälfen Google beim Index optimieren; das semantische Web sei angeblich, wenn der Computer Gedanken lesen kann; Web 3.0 hieße es, wenn Plattform-Betreiber ihre Daten monetarisieren wollen, "Green IT" sei eine Lüge, weil IT ja gar nicht green ist (genau das soll übrigens unter dem Label "Green IT" geändert werden); Single-Portale würden logarithmisch (das gesuchte Wort heißt algorithmisch) Vorschläge machen, usw....

Auch bei den weniger sachlichen falschen Themen kann ich Frau Herbold selten zustimmen: Cybermobbing an jeder Ecke, Begegnungen fänden nur noch anonym und digital statt, in ein paar Jahren tragen wir alle Chips im Körper, "Computerbefürworter" würden versprechen alle Probleme der Welt zu lösen.

Die Autorin macht einfach eine Riesen-Dichotomie auf, digital oder analog: entweder man lebt in der einen oder der anderen Welt. Das Internet kann nicht in das tägliche Leben integriert werden, und deshalb muss man ganz große Angst davor haben.
Digitale Kommunikation ist bei ihr automatisch anonym, zwischen einander nicht bekannten Menschen und durch mangelnde soziale Kontrolle gefährlich.

Hier wirkt es als hätte sie wenig eigene Erfahrungen gesammelt, sondern einfach bei den ganzen anderen Kulturpessimisten abgeschrieben.

Astrid Merbold teilt herbe Schläge gegen die gesamte Netzkultur aus, nur trifft sie fast immer ins Leere, denn die bleibt über, wenn man alle fragwürdigen Prognosen, alle unglaubwürdigen Behauptungen (die grundsätzlich ohne Quellen sind) und nicht nach zu vollziehenden Erfahrungen aus dem Buch streicht.

Ein Kapitel heisst "Hauptsache meinungsstark". Ein gutes Motto für dieses Buch.
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Format:Taschenbuch
Bissig und scharf wie der Klappentext verspricht reiht Astrid Herbold allerhand platte Erkenntnisse, Vorurteile und Verallgemeinerungen aneinander. Mit Sicherheit stecken viele kleine Wahrheiten in dieser Abrechnung mit unserer digitalen Lebensweise und dafür gibt es zwei Punkte. Aber die Art der Präsentation erzeugt nach wenigen Seiten Unmut, Abneigung und Langeweile. Die endlose Reihe zynischer Formulierungen, verpackt in stets wiederkehrenden Schachtelsätzen gleicher Bauart machen das lesen zur Qual. Auch hat man das Gefühl, dass nichts und niemand verschont bleiben sollte. Kein noch so banales Thema bleibt dem Leser erspart. Was aber fehlt ist eine Erkenntnis, die man daraus ziehen kann. Alternativ hätte man sich wissenschaftlicher nähern können und nach Mustern und tieferen Zusammenhängen recherchieren können. Leider findet man weder das eine noch das andere. So bleibt am Ende der fahle Nebengeschmack aus all den Anekdoten nicht wirklich schlauer geworden zu sein.
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7 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von RockBrasiliano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Samstags gehört der Papa ebay...(S.47)
Die letzten 10 Jahre haben unser Leben viel stärker verändert, als wir gemeinhin zuzugeben bereit sind. Sind jetzt, Internet sei Dank, die paradiesischen Zustände erreicht in denen Arbeit und Freizeit das Gleiche sind, Demokratie und freie Meinungsäußerung endlich für jeden verwirklicht werden können, tatsächlich jeder ein Star werden kann, und das nicht nur für die berühmten warholschen 5 Minuten sondern auch dauerhaft sichtbar und dann nicht mehr so leicht zu ändern? Hmmm, da fängts nämlich an: die bunte Welt des Internet ist nämlich doch ein Ort, den man mit Bedacht aufsuchen sollte. Dieses kleine Buch, fast möchte man es ein Pamphlet nennen, beschäftigt sich mit den Fallstricken und Zwängen, die sich aus der vermeintlichen Unabhängigkeit ergeben, die die Strukturen im Netz vorgeben. Das "ich leb` online.."(Werbung vor ein paar Jahren) hat sich für viele längst als Fluch herausgestellt. Gab es da nicht mal ein richtiges Leben, soziale Netzwerke mit wirklichen Menschen? Lästig, lästig.

Erstaunlich, wie oft man sich in diesem Buch doch ertappt fühlt, wenn es zum Beispiel um die nie angeguckten, gesammelten Digitalbilder geht, die auf dem Rechner schlummern, oder die Kinder, die nicht so viel in die Röhre schauen sollen und statt dessen lieber mal draussen was machen..
Wer kennt das Problem nicht auch (Zitat S.26): "....ist eine neue Sorge unser ständiger Begleiter geworden, die Angst um unsere wertvollen Selbst- und Welterfahrungsgeräte. Die Kamera könnte geklaut, der Laptop überfahren, die Festplatte gelöscht werden. Dann wären alle Bilder und Erinnerungen unwiederbringlich verloren. Was bliebe dann noch übrig von uns?"

Das Buch bringt viele Dinge bitterböse geschrieben auf den Punkt. Hier hat jemand, der durchaus auch Ahnung hat vom Internet, und das ist in diesem Zusammenhang, schon wichtig zu bemerken, sich mal den Ärger von der Seele geschrieben und nebenbei auch noch eine schöne Skizze unserer heutigen Gesellschaft geliefert. Es ist kein Buch, das die sog. neuen Medien in Bausch und Bogen verteufeln will, aber das Stilmittel der Ironie bringt den Leser hier wirklich oft dazu auch sein eigenes Verhalten mal zu überdenken und (wie war das noch bei Peter Lustig?) ab(zu)schalten, Kinder!
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