Produktinformation
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Ein Schwerpunkt des knapp 800 Seiten starken Lexikons liegt auf Tolkiens erfundenen Sprachen. Foster und Pesch liefern umfassende Worterklärungen für Namen, Orte und alle wesentlichen Bezeichnungen. Dabei werden mögliche Übersetzungs- und Bedeutungsvarianten akribisch diskutiert und in den Textzusammenhang gestellt. Von der Verszeile "A Elbereth Gilthoniel" bis zur Hobbit-Famile Zweifuß wird fundiert alles abgehandelt, was in den drei Zeitaltern Mittelerdes -- und darüber hinaus -- Erwähnung gefunden hat.
Fosters Lexikon ist sicher kein Werk für Tolkien-Einsteiger, die sich möglicherweise von der Vielzahl der Informationen überfordert fühlen könnten. Ihnen sei Michael Nagulas Tolkiens Welt empfohlen, das einen einführenden Überblick über Tolkiens Schaffen bietet. Für alle, die sich bereits eine Weile mit Mittelerde beschäftigen, ist Fosters Lexikon eine unerschöpfliche Quelle des Wissens. Abgerundet wird das Ganze durch aufschlussreiche Anhänge, die eine Chronologie der Frühzeit von Arda, Stammbäume, das elbische Schriftsystem sowie einige weiter führende Literatur- und Internet-Hinweise liefern. Fazit: Ein umfassendes Nachschlagewerk, das in keinem Tolkien-begeisterten Haushalt fehlen sollte. --Birgit Schwenger
Im Bereich Lexikon hat sich allerdings nicht so viel getan. Kein Wunder, gibt es auch hier ein Standardwerk, daß seit seiner Erstausgabe Anfang der 70er in jedes Buchregal gehört. Wenn man Tolkienfan ist :)
Robert Fosters "Complete Guide of Middle-earth" ist und bleibt das mit Abstand beste Buch. Sicher, es gibt auch noch J.E.A. Tylers "Companion" oder Duriez' "Tolkien and Middle-earth Handbook", die auf ihre Art und Weise auch gut sind. Auch Schneidewinds "Tolkien Lexikon" ist eine brauchbare Handgabe. Doch an Foster kam niemand vorbei. Bis jetzt.
Der führende Tolkienexperte im deutschsprachigen Raum, Dr. Helmut Pesch, hat sich nicht nur an eine Übersetzung gewagt, sondern auch noch eine Überarbeitung des Lexikon durchgeführt. Das bedeutet Fehlerbereinigung und Erweiterung der Einträge - besser als das Original selbst. (Leider mußten auch die unsäglichen Krege-Verschlimmbesserungen der Carroux-Übersetzung aufgenommen werden, aber ansonsten wäre es ja kein vollständiges Lexikon!)
Kurz noch einige Worte zu Helmut Pesch. Er schrieb als erster eine Dissertation in Deutschland zum Thema moderne Fantasyliteratur, ist ausgebildeter Sprachwissenschaftler und bringt in diesem Zusammenhang Ende des Jahres 2003 auch ein/e Elbisch-Lexikon/ Grammatik heraus. Empfehlenswert. Darüberhinaus schreibt er seit Jahren sehr erfolgreich Fantasyromane.
Fazit: Das beste Lexikon zu Tolkiens Welt Mittelerde gibt es nur auf Deutsch. Jetzt zugreifen.
Marcel Bülles
Vorsitzender
Deutsche Tolkien Gesellschaft e.V.
P.S.: Kreges "Handbuch der Weisen" wird nicht erwähnt, weil der Autor auch hier beweist, daß er sich zu sehr von seiner eigenen Meinung und nicht von der des Autors, J.R.R. Tolkien, zum Thema Mittelerde leiten läßt.
Diese 10 Euro sollten es wert sein!!
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