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Nur Bewährtes kam für den Band in Frage, die Kriterien waren dauerhafte Substanz und Bedeutung. "Viele strategische Neuerungen erweisen sich als kurzlebige Moden, auf deren Einbeziehung haben wir verzichtet", begründen das die Autoren und raten, sorgfältig auszuwählen, was man aus diesem "Werkzeugkasten" einsetzt. Rundumschläge schaden dem Unternehmen unter Umständen mehr, als sie nützen. Denn all diese Instrumente haben ihre Grenzen und Tücken, wie der Leser in den Abschnitten "Umsetzung", garniert mit kurzen Unternehmensbeispielen, erfährt. Patentrezepte sind sie nicht, dazu sind die Firmen, in denen sie eingesetzt werden, zu unterschiedlich. --Sylvia Englert -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Gut sortiert
Ein gelungenes Handbuch der Strategieinstrumente.
Vor zwei Jahren hat das publizierfreudige Team um den Wirtschaftsprofessor und Unternehmensberater Hermann Simon ein umfängliches Werk über Strategiekonzepte vorgelegt. Die Theorie will Simon nun um das passende Handwerkszeug ergänzen. Auf das Kompendium der Konzepte folgt das Handbuch der Instrumente.
Insgesamt 32 solcher Werkzeuge stellen die Autoren vor von der Balanced Scorecard bis zum Wissensmanagement. Dauerhafte Substanz, erwiesene Wirksamkeit bei richtiger Anwendung und breite Bedeutung, so betonen die Autoren, seien die Auswahlkriterien gewesen.
Jedem Instrument widmen Simon und seine Kollegen ein eigenes Kapitel, in dem sie das Werkzeug definieren und bescheiben, welches Ziel der Anwender mit seiner Hilfe erreichen kann. Die ausführlicheren Abschnitte "Darstellung" und "Umsetzung" beschäftigen sich schließlich mit den Eigenarten und Einsatzmöglichkeiten des jeweiligen Instruments. Wie es sich für eine gut sortierte Werkzeugkiste gehört, ist für jeden Gegenstand ein bestimmtes Fach vorgesehen. Das Simon-Team unterscheidet zwischen den Instrumenten für die Strategie des gesamten Unternehmens und jenen für einzelne Geschäftseinheiten. Zudem sind alle Werkzeuge danach sortiert, ob sie sich eher auf die Analyse oder auf die Umsetzung konzentrieren.
Handbücher wie dieses versprechen gemeinhin kein fesselndes Lesevergnügen am Stück. Immerhin gelingt es Simon und seinen Koautoren, die Instrumente ohne das übliche Beratergeschwafel prägnant zu erklären.
Die Beispiele aus der Praxis, die in viele Kapitel eingeflochten werden, beleben die Lektüre. Leider fallen sie meist so knapp aus, dass sie die Wirkung eines Instruments nicht belegen. Insgesamt ermöglicht das üppige Kompendium einen ersten Überblick über die wichtigsten Strategieinstrumente. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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