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Das große Buch der Schreibkultur: Geschichte - Hersteller - Modelle
 
 
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Das große Buch der Schreibkultur: Geschichte - Hersteller - Modelle [Gebundene Ausgabe]

Dietmar Geyer , Silvio Blazevic , Dieter Belde , Gerhard Brandl , Barbro Garenfeld , Renate Hilsenbeck
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: h.f.ullmann publishing (31. März 2010)
  • Sprache: Englisch, Deutsch, Französisch
  • ISBN-10: 3833156414
  • ISBN-13: 978-3833156410
  • Größe und/oder Gewicht: 30,8 x 24,2 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 479.565 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In diesem umfassenden Band werden nebst historischem Abriss - von der Gänsefeder über den Füllfederhalter bis hin zum modernen Bic - alle relevanten Hersteller präsentiert. Bezüge zu Zeit- und Kulturgeschichte und interessante Exkurse, z.B. zu den Themen Raritäten, Acessoires, Luxusmarken, Börsen u.a., runden die Auswahl ab.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Irrefühung 5. November 2011
Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch ist umfangreich: ca. 500 Seiten. Und schwer: etwa 3kg. Man bekommt also viel Buch für's Geld!

Aber mich hat der deutsche Titel in die Irre geführt. Unter "Das große Buch der Schreibkultur" habe ich eine umfassende Geschichte des Schreibens erwartet, sozusagen die Entwicklung des Schreibens über die Jahrtausende.

Das aber ist dieses Buch NICHT!

Es handelt sich vielmehr um eine Geschichte der GERÄTSCHAFTEN zum Schreiben. Und der alten Historie werden auch nur etwa 10% des Inhaltes gewidmet. Der Rest sind Firmengeschichten von Bleistift-, Füllfeder- und Kugeschreiberherstellern aus den letzten 200 Jahren. Auch der der eine oder andere Bleistiftspitzer und die eine oder andere Tinte sind darunter gemischt.

Die Recherchen waren sicherlich aufwendig und das Bildmaterial ist beeindruckend.

Und: Sowohl der englische ("The Ultimate Book Of Pens") als auch der französische Titel ("Stylos, crayons et Plumes. La culture de l'écrit") beschreiben weitaus besser, was der Leser von diesem Buch zu erwarten hat.

Und jetzt kommt's: Das Buch ist dreisprachig geschrieben. Jeder Text, jede Bildunterschrift wird in Englisch, Deutsch und Französisch dargeboten. Ich denke einmal, dass mindestens die Hälfte des Buche eingespart werden hätte können, wäre das Buch nur in einer Sprache gedruckt worden.

In der Produktbeschreibung von AMAZON liest man davon aber nichts. Schade!
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Herausgeberin des Werkes "Das große Buch der Schreibkultur" ist Barbro Garenfeld, die eine Passion für schöne Schreibgeräte besitzt. Sie hat gemeinsam mit Dietmar Geyer, einem Sammler von Füllfederhaltern, Kugelschreibern und Drehbleistiften - mehrere Tausend Exemplare umfasst seine Sammlung - dieses Buch auf den Weg gebracht. Das reich bebilderte Buch ist dreisprachig - englisch, deutsch, französisch- und befasst sich mit der Entwicklung der Schrift, den frühen Schreibwerkzeugen, neuen Schreibgeräten und ihren Techniken, der Geschichte des Füllfederhalters, modernen Schreibgeräten wie dem Kugelschreiber, der Schreibkultur, dem Design als Ausdruck von Lebensstil und den Herstellerfirmen im Portrait.

Aufgeklärt wird man über die Keilschrift der Sumerer, die vor 3500 Jahren mit einem Spatel aus Sumpfrohr Schriftsymbole in feuchte Tonplatten ritzten und die zusätzliche Lautzeichen erfanden, um eine Verbindung zwischen gesprochener und geschriebener Sprache herzustellen. Die Perser reduzierten dann die Lautzeichen auf 41 Lautzeichen. Man liest von der ägyptischen Schrift im Anschluss, diese Schrift nannten die Griechen später "Hieroglyphen". In Zeilen oder senkrechten Spalten verfasst, schmückten sie alle wichtigen Monumente wie Gräber und Tempel.

Über das erste "Papier" aus Ägypten wird man in Kenntnis gesetzt, dem "Papyrus", bevor man erfährt, dass in China seit alters her mit Pinsel und Tusche geschrieben wurde. Die Grundstrukturen des Alphabets schließlich verdanken wir den Phöniziern. Wie es bei den Griechen dann weiterging, erfährt man im Buch ebenfalls. Die Schrift von Homer, Archimedes, Pythagoras und Aischylos war die "Minuskel" und wurde mit einem Griffel aus Knochen und Metall auf kleine mit Wachs oder weißer Farbe überzogene Holztafeln geritzt. Man liest von den Römern und deren "Stilus", einem Schreibgriffel, den Gebildete in einem Futteral stets bei sich trugen, um schließlich über das, was sich in den dunklen Schreibstuben des Mittelalters zutrug aufgeklärt zu werden.

Rohrfeder und Federkiel blieben vom alten Rom bis zur Neuzeit die wichtigsten Schreibgeräte auf Pergament und Papier. Neben Tinte, Feder und Pergament war das Federmesser - eine längere, scharfe Klinge - ein unentbehrliches Utensil für jeden Schreibenden. In der Folge wird man über die Entwicklung der Tinten aufgeklärt. Alle Tinten von einst erwiesen sich im Gebrauch als mangelhaft. Die heutigen Tinten bestehen aus Anilinfarbstoffen in unterschiedlichen Farben, wobei Königsblau einen Anteil von 90% behauptet.

Die Buchdruckkunst und ihr Erfinder Johannes Gutenberg werden thematisiert und man liest von der Erfindung des modernen Bleistifts und in diesem Zusammenhang auch von der Erfindung des Bleistiftspitzers. Sehr interessant finde ich die Visualisierung alter Bleistifte und ihre metallenen Verlängerungen.

Über Metallfedern als Nachfolger der Gänsefedern wird man unterrichtet und man wird breitgefächert über den Weg vom Federkiel bis zum Füllfederhalter aufgeklärt. L.E. Waterman , Parker und Sheafer waren Pioniere. Man erhält einen Überblick über verschiedene Füllsysteme, erfährt, was ein Umsteckfüller, ein Sicherheitsfüller, ein Tablettenfüller, ein Pipettenfüller, ein Schlauchfüller, ein Hebelfüller, ein Druckfüller, ein Kolbenfüller und ein Membranfüller ist. Ferner erfährt man, was man unter einem Kapillar-System und unter Tintenpatronen zu verstehen hat. Anschließend wird man über die großen Marken in Kenntnis gesetzt: Waterman, Parker, Sheaffer, Montblanc, Kaweco, Pelikan, Onoto, Swan, Conway Stewart, Bayard und viele andere mehr. Sehr gut gefallen mir die Raritäten, wie beispielsweise Waterman`s Jugenstil-Füllfederhalter oder der 1934 in einem spanischen Goldschmiede hergestellte "Pelikan Toledo".

Alsdann liest man Wissenswertes über die Geschichte des Kugelschreibers, der Filzstifte und der Fineliner, mit denen ich am liebsten schreibe.

Die Fülle an Informationen in diesem Buch kann ich leider nur kurz anskizzieren und nicht auf alles, was im Zusammenhang mit der Schreibkultur ausgebreitet wird, hinweisen. Das gilt speziell für die vielen Herstellerportraits. Es ist unglaublich interessant all die vielen Marken und ihre Entwicklung näher kennenzulernen und aufgrund der Bilder einen Eindruck zu erhalten, von der Entwicklung der Formen. Ich ahnte noch nicht einmal entfernt, welch edle Schreibinstrumente es gibt. David Oscarson wartet mit Gold und Diamanten besetzten Füllfederhaltern auf, Penol zeichnet sich durch eine hübsche Farbgestaltung aus. Optisch fasziniernd sind die Produkte von Pilot Namiki aus Japan.

Sehr erhellend ist die Beantwortung der Fragen zum Schluss des Buches, wie etwa:
Worauf kommt es beim Kauf eines guten Füllfederhalters an?
Woran erkenne ich eine Goldfeder und woran eine Stahlfeder?
Was bedeuten die Abkürzungen für die verschiedenen Federbreiten?

Auf meinem Rezensionsblog unterhalb der Rezension habe ich die Antwort auf die Frage wiedergeben, ob in alle Patronenfüller die gleichen Patronen passen. Das nämlich ist nicht uninteressant beim raschen Kauf von Patronen, wenn kein Fachverkäufer hinterm Ladentisch steht.

Ein tolles Buch. Von der Fülle des zusammengetragenen Wissens bin ich beeindruckt.
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