Dass Bertolt Brecht eine ganze Reihe von berühmten Liedern geschrieben hat, die dann auf großartige Art und Weise von Komponisten wie Hanns Eisler oder Paul Dessau vertont wurden, ist recht bekannt. Ärgerlich diesbezüglich ist aber, dass sich in fast keinen Gedicht- und Liederbüchern über Brecht auch die Noten für die entsprechenden Brecht-Lieder abgedruckt wurden. Diese Funktion übernimmt jetzt das „Brecht Liederbuch" aus dem Suhrkamp-Verlag: 121 Lieder mit ihren Noten finden sich hier. Dabei ist das Buch natürlich keinesfalls eine abschließende Sammlung aller Vertonungen von Brecht-Liedern seit ihrer Entstehung. Das „Brech-Liederbuch" beschränkt sich auf Vertonungen, die von den Komponisten mit Brecht besprochen wurden, wo also Brecht - wenngleich nicht als Komponist - seinen Einfluss hatte und nicht bloßer Texter war. Versehen mit einem umfassenden Kommentar-Teil, in welchem auf die Vertonungen eingegangen wird, ist so ein Liederbuch entstanden, an dem auch andere „Song books" sich ein Vorbild nehmen könnten. Es gehört in jeden Bücherschrank eines Brecht-Fans und für Brechtfreunde, die gelegentlich auch Brecht musikalisch verarbeiten würden, ist es auf jeden Fall auch zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)