Eines der bestgehütetesten Geheimnisse des Mittelalters, die Rezeptur des sogenannten Griechischen Feuers spielt die Hauptrolle in diesem Buch. Malerba breitet vor seinem Publikum den Glanz und die Prachtentfaltung des Hofes in Byzanz in leuchtenden Farben aus. Dabei dient ihm die eindrucksvolle Kulisse nur als Hintergrund für eine Studie der Niedertracht und des Machtstrebens. Man weiß gar nicht, welcher Figur man seine Sympathie schenken soll, eine jede ist irgendwie in eine Intrige verwickelt. Menschen werden geblendet, entführt, verführt und umgebracht und tauchen doch wieder lebendig auf. Alles um die eigene Position zu sichern oder auszubauen. Köstlich ist die Szene, wenn der Richter die Zelle des Angeklagten betritt, indem auch die versiegelte Pergamentrolle mit dem Geheimrezept ist. Zur Feststellung der Schuld ist es notwendig das Siegel zu erbrechen, aber jeder, der sich mit dem geöffneten Pergament in einem Raum befindet ist automatisch zum Tode verurteilt. Also auch der Richter, den jedoch das selbe Schicksal erwartet, führt er die Untersuchung nicht fort... Alles in allem ein intelligentes kleines Buch, das keinesfalls als trivialer Historienroman zu lesen ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)