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41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Sinn macht Sinn - und Unsinn, 30. November 2008
Prof. Sinn ist ein Volkswirtschaftler mit durchaus vernünftigen Ansichten. Sinn gelangt zu diesen Ansichten jedoch nicht viele Politiker durch ein Bauchgefühl, sondern anhand von volkswirtschaftlich fundierten Überlegungen.
Im vorliegenden Energiebuch nun durchleuchtet er aus der Sicht eines erfahrenen Volkswirtschaftlers die Kinematik von CO2-Konzentration, -Angebot und -Nachfrage.
Er kommt zu dem völlig richtigen Schluss, dass Einsparungen zwar unseren Geldbeuten schonen, jedoch keinen "richtigen" Beitrag zum Klimaschutz leisten, weil durch unsere Bemühungen kein einziger Liter weniger aus
dem Boden geholt wird (und verbrannt wird).
Dies ist die "unbequeme" Wahrheit um die es eigentlich geht. Wir sonnen uns so gerne in unseren Bemühungen um den Klimaschutz. Und wir meinen, hierdurch einen irgendwie gearteten moralischen oder ethischen Vorsprung vor all den anderen Nationen zu haben, die z. B. dem Kyoto-Protokoll nicht beigetreten sind.
Insofern wird die Umweltpolitik als eine Art Ablasshandel entlarvt: Uns wird von der Regierung das Geld aus der Tasche gezogen und wir haben auch noch ein gutes Gewissen dabei.
Doch neben diesen Fakten verharrt Sinn etwas arg statisch im technologischen Status-Quo.
Das Steinzeitalter ist ja auch nicht zu Ende gegangen, weil es keine Steine mehr gegeben hätte. Sondern weil sich die Menschen etwas anderes, überlegenes zu eigen gemacht haben. So wird es auch mit der Menschheit gehen (können), wenn die richtigen Impulse gesetzt werden.
Denn wer heute forscht und Verfahren ohne CO2 entwickelt, wird morgen die Nase vorn haben und Produkte anbieten können, die sehr gute Exportchancen haben. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die dem Steuerzahler abgeknöpften "Öko"-Euronen auch für die Forschung und Entwicklung auf diesen Gebieten ausgegeben werden - zumindest ein Teil davon.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind solche Innovationen jedoch nicht vorhersehbar und es fällt Sinn schwer, die Reichweite solcher technologischen Umbrüche in die Überlegungen mit einbauen. Wissenschaftlich mag dieskorrekt sein, doch gerade die Visionen sind es, die die Menschheit vorantreiben.
Schön ist die Überlegung von Sinn, dass nicht das zur Neige gehende Öl das eigentliche Problem darstellt, sondern die Unmengen von CO2, die schon weit VOR dem Ende des Öls als Treibhausgas das Leben hier zur Hölle machen.
Gerade dies macht Mut, den Weg der technologischen Erneuerung schnell voranzuschreiten - auch wenn oder gerade weil wir durch das Energiesparen alleine keine gute Tat vollbringen.
Insgesamt ist es ein lesenswertes, zuweilen aber auch wissenschaftlich durchhauchtes Buch. Daher sind Durchhaltevermögen und Denkpausen angesagt.
Was äußerst schäbig ist: Das Buch sieht zwar "gebunden" aus, hat aber doch nur eine Klebeheftung. Dies führt dazu, dass schnell Seiten aus dem Buch herausspringen und als Einzelblätter herumvagabundieren.
Es ist unverständlich, dass ein Buch mit solcher Tragweite so armselig verarbeitet ist.
Daher eignet sich das Buch eher zur Selbstlektüre, zum Verschenken ist es wohl weniger geeignet.
Also: 5 Sterne minus 1 Stern wegen der fehlenden Technologieperspektiven!
Und minus 1 Stern wegen der miserablen Verarbeitung des Buches!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
(Mit Vorsicht und Aufmerksamkeit) zu genießen, 7. September 2009
Ein sehr kritisches und lesenswertes, aber auch einseitiges Buch.
Es gibt von mir nur eine drei, da die Problematik des Emissionshandels gepaart mit einer gleichzeitig erfolgenden Einspeisevergütung zu einseitig beleuchtet wird.
Die identifizierten widerläufigen ökonomischen Effekte existieren zwar, dass die schrittweise Senkung der zulässigen europaweiten CO2-Gesamtemissionsmenge im Emissionshandel andere Länder in Schwierigkeiten bringen wird während Deutschland darauf durch die Einspeisevergütung gut vorbereitet ist, lässt Herr Sinn leider unter den Tisch fallen.
Die Atomenergie als Ausweg aus dem Klimawandel darzustellen ist ein meinen Augen ein schwerer Fehler dessen Aspekte anderenorts hinreichend beleuchtet werden. Wahrscheinlich sind Herr Sinn und ich uns einig, weder meine noch seine Kindeskinder für die nächsten 14.000 Jahre zur Bewachung von Atommüll abstellen zu wollen.
Trotz allem enhält das Buch einige sinnvolle Denkanstöße zu mehreren Mängeln der Internationalen Umweltpolitik. (Die nachfrageseitige Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen in den Kyotoländern etwa, die in die Verbilligung der fossilen Brennstoffe für Kyotozielfreie Staaten münden wird).
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59 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eines der besten Aufklärungsbücher, 9. November 2008
Mit seiner Meinung zum Treibhauseffekt liegt der Autor ganz auf der IPCC-Linie. Er behauptet, dass hinter den in der Öffentlichkeit kursierenden Aussagen fundierte naturwissenschaftliche Theorien und umfangreiche Messreihen und Beobachtungen stehen. Beide Aussagen sind falsch. Weder gibt es belastbare Theorien (besser: Physikalische Gesetze) noch empirische Messungen, die die Existenz eines Treibhauseffektes bestätigen. Bezeichnenderweise gibt es an dieser entscheidenden Stelle keine Quellenangaben oder Namensnennungen, obwohl Sinn ansonsten mit Quellenangaben nicht geizt. Es reicht ihm, wenn alle führenden Klimawissenschaftler dieser Auffassung sind.
Sinn bemerkt nicht, dass die von ihm offenbar geschätzten Klimaforscher nur Zuträger für das IPCC sind. Was in den Berichten dieser selbsternannten Gralshüter des Klimas veröffentlicht wird, entscheiden nicht die paar hundert oder tausend angeblich beteiligten Klimaforscher, sondern wenige IPCC-Funktionäre, die selbst überhaupt keine Forschung betreiben. Jahrelang haben diese Leute die Menschheit mit der Hockeystick-Kurve belogen, selbst nachdem bekannt wurde, dass dieses Machwerk eine Fälschung ist.
Den Mangel an wissenschaftlich abgesicherten Belegen für die Treibhausthese übergeht man, indem plötzlich der Konsens der Wahrheitsfindung dient - und nicht mehr der Beweis. Dieser Konsens wird zum einen nur behauptet, zum anderen befinden sich die bei der Erstellung des IPCC-Berichtes zugelassenen Wissenschaftler zumeist in finanzieller und politischer Abhängigkeit, was ihre Zurückhaltung in der Öffentlichkeit erklärt.
Wer von falschen Voraussetzungen ausgeht, gelangt zwangsläufig zu falschen Schlussfolgerungen. Nicht anders ergeht es Hans-Werner Sinn. Im letzten Kapitel des Buches mit der Überschrift Was wir tun können bleibt ihm nur der Vorschlag, zur Vermeidung der angeblich schädlichen Wirkungen des CO2 den Ressourcenabbau zu verlangsamen. Das ist zu wenig. Sollte sich der Klimawandel in einer weiteren Erwärmung der Erde fortsetzen, ist die vordringliche Frage, wie gefährdete Regionen der Welt vor den Folgen zu schützen sind. Viel spricht jedoch für die Annahme, dass eine neue Eiszeit bevorsteht. Der Mensch sollte sich von dem Wahn lösen, das Klima, das es übrigens in der Wirklichkeit nicht gibt, beeinflussen zu können. Es ist die Natur selbst, die uns seit Menschengedenken diese Veränderungen beschert und nicht ein völlig unbedeutender CO2-Anteil in der Atmosphäre. Zu nennen sind hier an erster Stelle die Aktivitäten der Sonne.
Der anthropogene Treibhauseffekt ist die größte Irrlehre, die jemals die Menschheit heimgesucht hat. Weder Frieden noch Wohlstand ist es dienlich, wenn unzählige Milliarden Dollar und Euro für die Bekämpfung eines Scheinproblems aufgewendet werden und in den Taschen der Klimaforschung versickern. Der Nutzen, Energie effizient zu verwenden, steht auch ohne Klimaschutz außer Frage. Doch die Fehlallokation riesiger Summen an Steuergeldern reduziert Mittel für die Erforschung effizienter Nachfolge-Energien für fossile Brennstoffe. Die Art und Weise, wie begründeter Widerspruch zum Dogmatismus der Treibhauslobby diffamiert wird, zeigt, dass sich unter dem Deckmantel, die Welt vor dem Klimakollaps retten zu wollen, ein totalitärer Deutungsanspruch verbirgt.
Nach diesen kritischen Anmerkungen erschiene es folgerichtig, den Kaufpreis als Fehlinvestition abzuschreiben und das Buch zu entsorgen. Das aber wäre ein großer Fehler, denn der weitaus größte Teil des Textes beschäftigt sich mit dem Irrsinn der gegenwärtigen Umwelt- und Energiepolitik und ist einer der besten Beiträge zur Aufklärung der Menschen.
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