Der Gänserich hat einen Herzenswunsch: Er möchte so gerne ein Küken ausbrüten und sein eigenes Kind haben. Nachdem keines der Hühner auf dem Hof bereit ist, ihm ein Ei abzutreten, brütet er eines aus, das der Hofhund beim Knochenvergraben gefunden hat. Es sieht alt aus und riecht irgendwie komisch, und auch das Küken, das daraus schlüpft, ist ziemlich ungewöhnlich: Es ist groß, grün, hat schillernde Schuppen und einen langen Schwanz.
Dem Gänserich ist das alles egal. Er liebt sein Küken, füttert und umsorgt es. Es wäre alles wunderbar, wenn nicht die dummen Hühnerküken dem grünen Jungen eines Tages die Bemerkung an den Kopf werden würden, dass es bei seinem Aussehen gar kein Gänseküken sein könne.
„Da fing das grüne Küken an zu weinen. Schluchzend lief es zum Teich hinunter und schaute ins Wasser. Die Hühnerküken hatten Recht: Es hatte keine Federn, keinen Schnabel, und es war grün. Es sah dem Gänserich kein bisschen ähnlich. ‚Ich muss meine richtige Mama suchen gehen!', dachte das Küken."
Und so macht es sich auf den Weg. Doch weder Fisch noch Frosch noch Eidechse entpuppen sich als seine wahre Mama. Am Ende des Tages kehrt das grüne Küken müde und hungrig zum Gänserich zurück und hat für sich eine klare Antwort auf die Frage gefunden, wer jetzt eigentlich seine Mama ist: Der Gänserich. Derjenige, der liebt, füttert und tröstet.
Dieses hinreißende Bilderbuch stellt einfühlsam und humorvoll die Situation von Adoptiveltern und Kindern dar und macht schon kleinen Betrachtern verständlich, worauf es wirklich ankommt.
DAS GRÜNE KÜKEN wird mittlerweile in aller Welt gelesen und geliebt: Das Buch wurde in sieben Sprachen übersetzt, darunter auch koreanisch.